Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Hilfe für Flüchtlinge Gemeinsame Pressemitteilung Hamburger Hochschulen: Zusammen aktiv für Flüchtlinge

Gasthörerprogramme, Stipendien, ärztliche Versorgung, Kunst- und Musikprojekte, englischsprachige Seminare und jede Menge Hilfsaktionen – die Willkommenskultur ist bunt und vielfältig.

Gemeinsame Pressemitteilung Hamburger Hochschulen: Zusammen aktiv für Flüchtlinge

Die Hamburger Hochschulen übernehmen eine wichtige und verantwortungsvolle Rolle bei der Schaffung einer Willkommenskultur für Flüchtlinge in Hamburg. Sie engagieren sich mit kreativen Ideen, um den Geflüchteten einen guten Start in Hamburg zu ermöglichen. Auf den folgenden Seiten hat die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gemeinsam mit den Hochschulen zusammengetragen, welchen Beitrag Studierende, Lehrende und die Präsidien leisten und geleistet haben, um eine rasche Integration zu ermöglichen.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Das Engagement der Hochschulen beeindruckt mich sehr. Es ist von der Idee getragen, dass die Menschen hier willkommen sind. Die Vielfalt der Angebote zeigt, dass unsere Hochschulen schnell Ideen entwickeln und diese auch zupackend umsetzen können. Sie übernehmen damit gesellschaftliche Verantwortung. Ob Vorlesungsverzeichnisse übersetzen, Deutschunterricht geben, Stipendienprogramme entwickeln, Kleider sortieren und mit Flüchtlingskindern musizieren - Ich bin allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Studierenden dankbar für ihr vorbildliches Engagement.“

Neben diesen Aktivitäten der Hochschulen hat die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie bündelt alle fachübergreifenden Fragestellungen und ist zentrale Ansprechpartnerin für die Hochschulen. Die Arbeitsgruppe überprüft darüber hinaus die landesrechtlichen Rahmenbedingungen für einen Zugang der Flüchtlinge zu Studienangeboten.
Studierfähige Zuwanderinnen und Zuwanderer können sich in Hamburg schon jetzt um einen Studienplatz bewerben. Nach dem Hochschulzulassungsgesetz (HZG) steht für Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten mit nicht-deutschen Hochschulzugangs-berechtigungen (zum Beispiel ausländische Schulabschlüsse) eine Ausländerquote mit einem Volumen von zehn Prozent der Plätze zur Verfügung. Wenn sich mehr Ausländer bewerben, als Plätze zur Verfügung stehen, dann findet innerhalb der Ausländerquote eine Auswahl nach Noten statt. Die Behörde prüft unter anderem, wie neben einer Auswahl nach Noten auch soziale Gesichtspunkte eine Rolle spielen können bei der Bewerbung.

Der aufenthaltsrechtliche Status ist für die Vergabe von Studienplätzen grundsätzlich unerheblich.
Für studieninteressierte Flüchtlinge ohne Papiere ist es nach derzeitiger Rechtslage schwierig, sich erfolgreich in Hamburg um ein Studium zu bewerben. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe der KMK (Kultusministerkonferenz der Länder) erarbeitet die Wissenschaftsbehörde Lösungsansätze und Vorschläge mit. Ziel der KMK-Arbeitsgruppe ist es, einen Zugang zum Hochschulsystem für Zuwanderinnen und Zuwanderer ohne schriftliche Leistungsnachweise zu ermöglichen. Diskutiert werden in diesem Zusammenhang insbesondere Eignungsprüfungen, die die Studierfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber feststellen.

Senatorin Katharina Fegebank: „Integration findet durch Bildung statt. Wir müssen es Zuwanderinnen und Zuwanderern ermöglichen, sich auch über eine akademische Ausbildung ein eigenständiges Leben in Deutschland aufzubauen.“

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