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Norddeutsche Innovationsallianz für die Energiewende in Berlin vorgestellt NEW 4.0: Großprojekt für das Energiesystem der Zukunft

Minister Reinhard Meyer, Senator Frank Horch, Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle und Senator Jens Kerstan haben das norddeutsche Projekt NEW 4.0 auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vorgestellt. Mit „NEW 4.0 (Norddeutsche Energiewende)“ bewirbt sich ein Konsortium aus Hamburg und Schleswig-Holstein um eine Förderung des BMWI im Rahmen des Wettbewerbs „Schaufenster Intelligente Energie – Wind“. Ziel des Projektes ist es, die Stromversorgung in Schleswig-Holstein und Hamburg ab 2035 komplett durch erneuerbare Energien sicherzustellen und damit wirksamen Klimaschutz sicherzustellen. Schleswig-Holstein als großer Produzent von Windenergie und Hamburg mit seinen vielen Verbrauchszentren bilden für das Projekt ein perfekt geeignetes Schaufenster.

NEW 4.0: Großprojekt für das Energiesystem der Zukunft

An der Spitze der Allianz zur Energiewende steht ein fünfköpfiges Führungsgremium aus Wirtschaft und Forschung: Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG sowie Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer ARGE Netz, in der rund 300 Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gebündelt sind, Dr. Oliver Weinmann, Geschäftsführer Vattenfall Europe Innovation GmbH sowie Michael Westhagemann, Vorsitzender Industrieverband Hamburg und CEO Siemens Nord. Mit der Projektsteuerung ist Frank Burkert, Partner der Unternehmensberatung Ernst & Young, beauftragt.

Minister Reinhard Meyer sagte in seinem Statement: „Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial im Bereich der Energiewende für Schleswig-Holstein und Hamburg besteht. Mit den vereinten Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik können wir als Schaufensterregion die Zukunft der Energiewende aufzeigen und stark vorantreiben. Es ist ein einzigartiges Projekt, welches gezielt auf die Stärken der Region eingeht.“

Senator Frank Horch ergänzte: „Das Projekt NEW 4.0 zeigt deutlich die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern. Gemeinsam ist es möglich, die Energiewende zu prägen und die Stärken beider Länder zu verbinden. Mit dem Leistungsvermögen, welches diese Kooperation mit sich bringt, ist es uns möglich, das Ziel einer rein erneuerbaren Energieversorgung zu verwirklichen und neue Innovationen zu fördern.“

Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle:
„Wir im Norden laufen bei der Energiewende ganz vorne in der ersten Reihe. Unser Norddeutsches Beispiel wird zeigen, wie unsere Wirtschaft und unser Zuhause sicher, stabil und zu günstigen Preisen mit Strom aus Wind und Sonne versorgt werden kann. Wir wollen Vorreiter sein und gemeinsam mit Hamburg durch die intelligente Vernetzung der Energiemärkte den nächsten wichtigen Schritt in Richtung einer Kohle- und Kernenergie freien Stromwirtschaft angehen. !“

Senator Jens Kerstan: „NEW 4.0 ist der logisch nächste Schritt für die Energiewende. Hinter dem Projekt steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. NEW 4.0 wird mit neuen, smarten Konzepten den Windstrom von der Küste in die Metropole bringen. So wird der Norden zum Leuchtturm einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft in Deutschland.“

Demonstriert werden soll vor allem, welche Chancen die Energiewende mit sich bringt und wie eine große Region mit vielen unterschiedlichen Verbrauchszentren zu 100 Prozent sicher, kostengünstig und umweltverträglich durch erneuerbare Energien versorgt werden kann. Über 60 Partner aller Sektoren aus der Region sowie überregionale Partner bilden eine gut vernetzte und schlagkräftige „Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende“, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer. Die Partner vereinen alle erforderlichen Fähigkeiten und Lösungspotenziale (360 Grad-Kompetenz), um die Energiewende im Norden entscheidend voranzubringen. Mit rund 40.000 Beschäftigten in ca. 700 Unternehmen der EE-Branche verfügt die Modellregion über eine besondere Bedeutung im Bereich der EE, die durch ein multidisziplinäres und komplementäres Konsortium entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiesektor repräsentiert wird.

Ziel des Projektes ist die wirtschaftliche und stabile Stromversorgung der Energie-Gesamtregion, die als Modell für Deutschland und auch als Beispiel für die wachsende Energieunion in Europa dienen soll; Hamburg als Großenergieverbraucher und Schleswig-Holstein als Großproduzent der erneuerbaren Energien.
Mit einem Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 40 Prozent befindet sich die Region Hamburg – Schleswig-Holstein bereits heute dort, wo die Bundesrepublik gemäß des Ausbaukorridors 2025 stehen soll.

Rechnerisch kann Schleswig-Holstein zum jetzigen Zeitpunkt, den eigenen Bedarf fast vollständig aus regenerativen Quellen decken. Gleichzeitig erhöhen sich die Stromexporte des Landes. Hamburg weist eine Deckungsquote von 3 % des Energiebedarfs durch regenerative Quellen auf. Durch die Synchronisation der schwankenden erneuerbaren Energien mit dem Verbrauch sowie durch flexible und intelligente Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern soll in der Schaufensterregion die vollständige Integration erneuerbarer Energien erreicht werden.

Prof. Dr. Werner Beba: „ NEW 4.0 bildet alle Kernherausforderungen der Energiewende repräsentativ ab, die wir mit einer Doppelstrategie lösen wollen: Die Steigerung des Stromexports in andere Regionen und die Erhöhung der energetischen Selbstverwertung in unserer Region.“

Auch auf eine aktive Öffentlichkeitsarbeit wird bei diesem Projekt nicht verzichtet. Durch Einbindung von lokalen Akteuren, Multiplikatoren sowie Bürgerinnen und Bürgern soll eine hohe Akzeptanz des Projektes und der Energiewende entstehen.


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