Behörde für Umwelt und Energie

NEW4.0 Berlin wählt Energiewende-Projekt zur Förderung aus

Hamburg und Schleswig-Holstein bekommen positives Signal für Projekt New4.0

Gute Nachricht für Energiewende und Klimaschutz: Das Projekt New4.0 soll vom Bund als eines von fünf Projekten über vier Jahre gefördert werden. Insgesamt stehen für die Projekte 230 Mio. Euro aus dem SINTEG-Programm zur Verfügung. Das hat der Bund jetzt entschieden und fordert konkrete Projektanträge an.

Berlin wählt Energiewende-Projekt zur Förderung aus

„NEW“ steht für „Norddeutsche Energiewende“: Das Gemeinschaftsprojekt von Hamburg und Schleswig-Holstein wird zeigen, wie mit  intelligenter Verknüpfung von Stromverteilung, -speicherung und -verbrauch die Region bereits 2025 zu 70 Prozent mit regenerativer Energie versorgt werden kann.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, freut sich über die positive Vorentscheidung: „NEW 4.0 ist der logisch nächste Schritt für die die Energiezukunft ohne Kohle und Atom. Hinter dem Projekt steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ich freue mich, dass der Bund dieses Projekt für vier Jahre unterstützen will und dass wir die nächste Hürde genommen haben. NEW 4.0 wird mit neuen, smarten Konzepten den Windstrom von der Küste in die Metropole bringen. Wir wollen zeigen, dass die Region Hamburg bis 2025 zu 70 Prozent mit regenerativen Energien versorgt werden kann. Damit lösen wir gleichzeitig einen Innovationsschub für die Industrie aus.  Ein weitgehender Verzicht auf Kohle und Atom ist machbar. Das ist – gerade während der UN-Konferenz in Paris – ein starkes Signal für den Klimaschutz. Der Norden kann so zum Leuchtturm werden für eine zukunftsfähige Energiewirtschaft in Deutschland. “

Für New 4.0 haben sich mehr als 60 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im Norden zusammengetan und eine Innovationsallianz gebildet, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer. Mit rund 40.000 Beschäftigten in ca. 700 Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche verfügt die Modellregion über eine besondere Bedeutung in diesem Bereich. Ziel des Projektes ist die wirtschaftliche und stabile Stromversorgung der Energie-Gesamtregion. Es will Hamburg als Großenergieverbraucher und Schleswig-Holstein als Großproduzent der erneuerbaren Energien intelligent zusammenbringen. Mit einem Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 40 Prozent befindet sich die Region Hamburg–Schleswig-Holstein bereits heute dort, wo die Bundesrepublik gemäß des Ausbaukorridors 2025 stehen soll. Durch die Synchronisation der schwankenden erneuerbaren Energien mit dem Verbrauch sowie durch flexible und intelligente Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern soll in der Schaufensterregion die vollständige Integration erneuerbarer Energien erreicht werden.

In einem nächsten Schritt können nun für die fünf ausgewählten Vorhaben die Projektanträge beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Nach Ende der Antragsphase sollen die Einzelprojekte in den Schaufensterregionen im zweiten Halbjahr 2016 starten. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre. Nähere Informationen zum Förderprogramm SINTEG finden sich hier. Die Pressmitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums findet sich hier

 

Rückfragen der Medien:

Behörde für Umwelt und Energie

Pressestelle, Jan Dube

Tel.: 040 428 40 – 8006

                 Jan.Dube@bue.hamburg.de