Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Aktuell Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Ausstellung im Hamburger Rathaus vom 1. bis 17. März 2016

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus wird in der Diele des Hamburger Rathauses eine Ausstellung zu den Morden der rechtsextremistischen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund, kurz NSU, gezeigt.

Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

vergrößern Kalender (Bild: JMG / pixelio.de) Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ wurde von Birgit Mair vom Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung konzipiert. Der Besuch ist kostenlos.

Auf 22 Tafeln setzt sich die Ausstellung mit den Taten sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung seit dem Auffliegen des NSU im November 2011 auseinander. Der erste Teil der Exposition zeigt die Biografien der Opfer der Mordserie, ergänzt durch Aussagen von Angehörigen der Verstorbenen. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Der NSU soll zwischen den Jahren 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen ermordet haben: Neun Migranten und eine Polizistin. Außerdem soll die Terrororganisation mehrere Sprengstoffanschläge und eine ganze Reihe von Überfällen auf Banken und Postfilialen verübt haben. Erst nach dem Freitod der Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im November 2011 flog die NSU auf. Beate Zschäpe, die letzte überlebende mutmaßliche Haupttäterin, steht wegen der NSU-Verbrechen in München vor Gericht.

Die Ausstellung kann zwischen dem 1. und dem 17. März 2016 an jedem Tag - also auch an den Wochenenden - in der Rathaus-Diele besucht werden.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 7-19 Uhr, Sonnabend von 10-18 Uhr und Sonntag von 10-17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

Einlassvorbehalt: Neonazis und Rassisten wird gemäß § 6 VersG der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt.

Mehr Infos zur Ausstellung: www.opfer-des-nsu.de.