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Rechtswissenschaftlicher Austausch zwischen Hamburg und Kyoto

Hamburger Max-Planck-Institut für Privatrecht und Universität Kyoto unterzeichnen Kooperationsvertrag

Rechtswissenschaftlicher Austausch zwischen Hamburg und Kyoto

vergrößern Das Gebäude des Hamburger Max-Planck-Institut für Privatrecht in Hamburg (Bild: MPIpriv) Das Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht und die Juristische Fakultät der Universität Kyoto haben mit einem Kooperationsvertrag den akademischen Austausch zwischen beiden Institutionen besiegelt. Damit wird die bereits seit Jahrzehnten bestehende enge wissenschaftliche Verbindung zwischen dem Max-Planck-Institut und der japanischen Spitzenuniversität auf eine offizielle Ebene gehoben. Ziele der Kooperation sind der regelmäßige Austausch von Wissenschaftlern, insbesondere Nachwuchswissenschaftlern, die an den beiden Institutionen tätig sind, und eine Intensivierung der projektbezogenen Zusammenarbeit. Die Gastwissenschaftler genießen jeweils völlige Forschungsfreiheit an dem gastgebenden Partnerinstitut, sind aber eingeladen, an dessen akademischen Leben teilzunehmen. Nach Vereinbarungen mit den Universitäten Cambridge und Oxford ist dies die dritte große Kooperation mit einer Eliteuniversität für das Max-Planck-Institut für Privatrecht.

Die Universität Kyoto gehört zu den japanischen Spitzenuniversitäten. Ihre Juristische Fakultät bekundet seit langem ein großes Interesse am deutschen Recht. Dieses resultiert insbesondere aus dem Einfluss, den das deutsche Recht auf die Ausgestaltung vor allem des modernen japanischen Zivilrechts seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert  hatte. Das Max-Planck-Institut für Privatrecht seinerseits zählt den Vergleich verschiedener Rechtsordnungen und die Rechtsvereinheitlichungen zu seinen zentralen wissenschaftlichen Zielen. Vor diesem Hintergrund beschreibt der Leiter des Japan-Referats, Priv.-Doz. Dr. Harald Baum, die Bedeutung der Kooperation für das Max-Planck-Institut für Privatrecht: „Der Ausbau der Kooperation mit einer der Eliteuniversitäten Japans, das nach wie vor die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist und im Zuge der Globalisierung vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland steht, wird wichtige Impulse für unsere Forschungsarbeit in den Bereichen des Zivilrechts wie des Handels-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht bringen.“ 

Das Japan-Referat des Hamburger Max-Planck-Instituts für Privatrecht ist eine der wichtigsten europäischen Anlaufstellen für juristische und rechtsvergleichende Fragestellungen zum japanischen Zivil-, Handels- und Wirtschaftsrecht. Es gibt darüber hinaus seit 1996 die einzige regelmäßig erscheinende Zeitschrift zum japanischen Recht in westlichen Sprachen heraus.

Informationen zum Thema: http://www.mpipriv.de/

Informationen zur Juristischen Fakultät der Universität Kyoto: http://kyodai.jp/index.html