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Gängeviertel Umbau und Sanierung der Fabrique im Gängeviertel ist abgeschlossen


 

Umbau und Sanierung der Fabrique im Gängeviertel ist abgeschlossen

Nach über eineinhalb Jahren Sanierung und weiteren drei Monaten Ausbau und Ausstattung des Hauses öffnet die Fabrique, das kulturelle Herz des Gängeviertels, am 10. März wieder ihre Türen.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Mit der Fertigstellung der Fabrique ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der denkmalgerechten Sanierung des Viertels erreicht, sondern Hamburg auch um einen kulturellen Ort reicher. Die Stadt Hamburg setzt damit ein Zeichen für den Denkmalschutz und bezahlbaren Produktions- und Präsentationsraum für die Künste inmitten der Hamburger Innenstadt. Die Vielschichtigkeit des Viertels zeigt sich in der Fabrique auf wunderbare Weise unter einem Dach“

Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Sanierung der Fabrique ist ein Erfolg, der durch das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung möglich wurde. Aus den zur Verfügung stehenden 20 Millionen Euro sind bereits drei Häuser saniert worden. Nun geht es darum, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Lösungen für die weitere Sanierung im Gängeviertel zu finden.“

Michael Mathe, Amtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung in Hamburg-Mitte: „Neben der schrittweisen Sanierung und Modernisierung der 12 Wohnhäuser stellt der Umbau der Fabrique das kulturelle Schlüsselprojekt der Sanierung im Gängeviertel, unserem kleinsten aber zugleich außerordentlich bekannten Sanierungsgebiet, dar. Wir sind froh, gemeinsam mit den Aktiven im Gängeviertel und mit den vielen Beteiligten der Stadt den Weg bis zur Wiedereröffnung gegangen zu sein und blicken weiterhin erwartungsvoll nach vorne!“      

Nachdem sich die Stadt Hamburg 2009 entschieden hatte, die Grundstücke im Gängeviertel von den Investoren zurück zu erwerben, wurde ein Integriertes Entwicklungskonzept in enger Einbeziehung der Initiative „Komm in die Gänge“ erarbeitet. Das Quartier ist als Sanierungsgebiet und Stadtumbaugebiet im Rahmenprogramm der Integrierten Stadtteilentwicklung im Oktober 2011 festgelegt worden. Die Sanierung des Gebiets erfordert zirka 20 Mio. Euro, die mit zirka 11,6 Millionen Euro aus Mitteln der Integrierten Stadtteilentwicklung gefördert werden. Ziel ist es, das Gängeviertel zu einem lebendigen innerstädtischen Quartier mit günstigen Mieten und einem Schwerpunkt auf Nutzungen im künstlerischen Bereich zu entwickeln.

Im November 2015 wurde der Umbau der ehemaligen Gürtel- und Schnallenfabrik im Valentinskamp 34a zu einem sozio-kulturellen Zentrum abgeschlossen. Das spätgründerzeitliche fünfgeschossige Gewerbehaus wurde unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte modernisiert und instandgesetzt. Nach Fertigstellung und Vertragsabschluss zwischen Stadt, steg GmbH und Gängeviertel Genossenschaft wurden die Räume an die Gängeviertel Genossenschaft übergeben, die die Verwaltung des sanierten Gebäudes übernommen hat. Noch sind nicht alle Räume fertig eingerichtet, aber mit dem Kunstraum MOM und dem Bühnen-Bar-Raum WOW wird die Initiative am 10. März das Eröffnungswochenende einläuten.

Auf insgesamt rund 1.400 Quadratmetern sind pro Stockwerk jeweils zwei Einheiten zwischen je 100 und 130 Quadratmetern für unterschiedlichste Nutzungen entstanden. Die Fabrique bietet bezahlbaren Raum für Kunst, Kultur und Soziales inmitten der Hamburger Innenstadt: mit Probebühne, Atelierraum oder dem Freien Senderkombinat ist ein Ort von und für verschiedenste künstlerische Disziplinen entstanden. Die Stadt fördert das Projekt durch eine geringe Miete, sowie durch eine einmalige Starthilfe aus Mitteln der Kulturbehörde, der integrierten Stadtteilentwicklung und der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte für den Betrieb.

Die Baukosten der Fabrique, die bei rund 2,9 Millionen Euro lagen, wurden mit 400.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Weitere 1,5 Millionen Euro wurden aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zur Verfügung gestellt. Die Erstausstattung für den Betrieb 2016 wird mit 115.000 Euro bewerkstelligt (50.000 Euro:  Förderung durch Bezirk / Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE), 50.000: Euro Förderung durch die Kulturbehörde, 13.000 Euro: Bezirkliche Unterstützung durch den Quartiersfonds 2016 für die Fabrique, 2.000 Euro: Bezirkliche Unterstützung durch Sondermittel Cityausschuss).

Rückfragen der Medien:

Enno Isermann
Pressestelle der Kulturbehörde
Tel.: 040 / 428 24 – 207
enno.isermann@kb.hamburg.de

Dr. Magnus-Sebastian Kutz
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel.: 040 / 428 40 – 2051
magnus.kutz@bsw.hamburg.de