Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Allianz für Familien Mehr Unterstützung bei Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Neues Projekt „Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf“ in der Hamburger Allianz für Familien

Familiensenatorin Melanie Leonhard stellte heute erstmals das neue Projekt „Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf“ im Rahmen der Hamburger Allianz für Familien vor. Ziel ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen auszubilden, damit sie als Ansprechpersonen im Bereich Pflege und Beruf zur Verfügung stehen.

Vereinbarkeitslotsen - Mehr Unterstützung bei Vereinbarkeit von Pflege und Beruf Hamburg

vergrößern Logo Hamburger Allianz für Familien (Bild: FHH) „Die Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war lange Zeit durch die Kinderbetreuung dominiert. Zunehmend rückt die Betreuung pflegedürftiger Angehöriger in den Fokus. Beschäftigte, die Angehörige pflegen, sind auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in besonderer Weise angewiesen“, sagt Familiensenatorin Melanie Leonhard.

„Die Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige sind vielfältig. Das neue Lotsenprojekt ist ein weiterer Schritt zu mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen, denn es wird kompetente Ansprechpersonen geben, die sich sowohl mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch mit der Pflegeinfrastruktur auskennen und die bei Kolleginnen und Kollegen mit Pflegeaufgaben die für sie passenden Angebote bekannt machen.“

Hjalmar Stemmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg: „Für das Handwerk gehört zu einer klugen Unternehmenspolitik immer auch eine kluge Personalpolitik. Wir können nicht in Sonntagsreden den Wert der Familie beschwören und im Alltag lamentieren, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kinder oder ihre pflegebedürftigen Eltern versorgen. Im Handwerk bieten weit mehr als 80 Prozent der Betriebe familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. Sie tun dies aus Verantwortung, aber auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung. Gelebte Familienfreundlichkeit ist ein Ausdruck der Wertschätzung. In solchen Unternehmen bleiben die Beschäftigten gern.“

Ab Herbst 2016 können sich Beschäftigte zu sogenannten Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf ausbilden lassen. Das Angebot umfasst ein eineinhalbtägiges Seminar mit fachlichen Informationen zu innerbetrieblichen und gesetzlichen Möglichkeiten sowie verschiedene Infomaterialien. Die für die Fortbildung anfallenden Kosten trägt das Unternehmen.

Im Rahmen der Veranstaltung: „Praxiserfahrung Pflege und Beruf – Die gesetzlichen Regelungen und weitere Unterstützungsmaßnahmen“ am 9. Mai 2016 wurden Informationen über die gesetzlichen Regelungen und Erfahrungsberichte aus dem Praxisalltag der Hamburger Hochbahn und der Hamburger Volksbank präsentiert. Die lokalen Akteure stellten ihre Angebote vor, beispielsweise eine Musterwohnung, die Demenzkranken das Leben erleichtert und es gab Informationen über die Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen.

Hintergrundinformationen

Die Hamburger Allianz für Familien ist eine gemeinsame Initiative von Senat (BASFI), Handelskammer und Handwerkskammer. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Hamburg familienfreundlicher, das heißt als Lebensort für Familien attraktiver zu machen. 

Der Arbeitsschwerpunkt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In diesem Themenbereich finden, neben den laufenden Projekten wie beispielsweise das Hamburger Familiensiegel oder die Hotline zur familienfreundlichen Gestaltung der Arbeitswelt, regelmäßig Informationsveranstaltungen statt.

Rückfragen der Medien

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Marcel Schweitzer | Pressesprecher
Hamburger Straße 47 | 22083 Hamburg
Tel.: +49 40 42863 2889 | M +49 160 88 12 567
marcel.schweitzer@basfi.hamburg.de | www.hamburg.de/basfi

Handwerkskammer Hamburg
Ute Kretschmann | Pressesprecherin
Holstenwall 12 | 20355 Hamburg
Tel.: +49 40 35905-227
ute.kretschmann@hwk-hamburg.de | www.hwk-hamburg.de


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