Senatskanzlei

Deutsch-französische Aussöhnung Scholz nimmt an der Gedenkfeier zum 100. Jahrestag der Schlacht von Verdun teil

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Olaf Scholz, reist am kommenden Sonntag nach Verdun. Auf Einladung des französischen Präsidenten François Hollande nimmt er dort an der zentralen Gedenkfeier für den 100. Jahrestag der Schlacht von Verdun teil.

Scholz nimmt an der Gedenkfeier zum 100. Jahrestag der Schlacht von Verdun teil

Beide Länder wollen anlässlich dieses Gedenktages ein Zeichen der Aussöhnung und Freundschaft setzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit Präsident Hollande einen Kranz auf dem deutschen Soldatenfriedhof Consenvoye niederlegen. Im Anschluss ist ein Besuch des Rathauses der Stadt Verdun geplant sowie eine Kranzniederlegung am Denkmal der toten Kinder der Stadt.

Am Mémorial de Verdun werden die Bundeskanzlerin und der Präsident in Anwesenheit des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz und des Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, eine Gedenktafel enthüllen und die Dauerausstellung besuchen.

Die offizielle Begrüßung mit militärischen Ehren findet danach vor der Nationalnekropole von Douaumont statt. Hieran schließt sich eine vom deutschen Filmregisseur Volker Schlöndorff inszenierte Gedenkzeremonie mit Jugendlichen beider Länder an, bei der Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Hollande eine ewige Flamme entzünden und kurze Ansprachen halten werden.

Verdun:

Der Ort Verdun steht für eines der blutigsten Kapitel des Ersten Weltkriegs. Die Schlacht um Verdun begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französische Stadt und endete am 19. Dezember 1916. In einem mehrmonatigen Kampf um wenige hundert Meter Boden fielen rund 700.000 Soldaten auf deutscher und französischer Seite. Verdun gilt heute als Mahnmal gegen kriegerische Handlungen und ist ein Ort der deutsch-französischen Aussöhnung.