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A7 Sanierung der A 7 in Richtung Flensburg startet mit Ende der Sommerferien

Vorbereitung auf Deckelbau in Altona und Reparatur von Dehnungsfugen und Brücken südlich des Elbtunnels

Am ersten September-Wochenende beginnen die Arbeiten für die Sanierung der A 7 in Richtung Flensburg. Auf insgesamt 13 Kilometern zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Volkspark werden Fahrbahnen erneuert, Dehnungsfugen repariert und Arbeiten an den Brückenkappen durchgeführt. Im Bereich Othmarschen bis Volkspark wird die Fahrbahn für die fünf Jahre dauernden Arbeiten zur Überdeckelung der Gegenfahrbahn ertüchtigt. Die Arbeiten des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) nehmen unterschiedlich viel Zeit in Anspruch – die Arbeiten am letzten Teilstück enden am 6. November 2016. Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr in Richtung Flensburg zweispurig gewährleistet sein. Dennoch dürfte es durch Verminderungen der Fahrspuren und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu Beeinträchtigungen kommen. Weil die vielen Baumaßnahmen gut aufeinander abgestimmt sind und zur selben Zeit durchgeführt werden, kommt auf Autofahrer aber nur eine zeitlich komprimierte Phase der Verkehrsbeeinträchtigung zu. Der Verkehr in Richtung Hannover bleibt von den Sanierungsarbeiten unberührt.

Sanierung der A 7 in Richtung Flensburg startet mit Ende der Sommerferien

Die A 7 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands und die wichtigste Nord-Süd-Verbindung. Sie wird allein auf Hamburger Stadtgebiet täglich von mehr als 100.000 Kraftfahrzeugen befahren. Nun ist eine Sanierung nötig, weil der Fahrbahnbelag in Richtung Flensburg durch die intensive Nutzung, insbesondere durch den sehr hohen Anteil des Schwerlastverkehres, Risse und Flickstellen aufweist. Dies ist insbesondere für die Überdeckelung der Autobahn im Bereich Othmarschen bis Volkspark („Altonaer Deckel“) Voraussetzung: Während der Bauzeit wird der Verkehr über sechs provisorische Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Flensburg abgewickelt. Daher muss zunächst die Asphaltdecke der Richtungsfahrbahn Flensburg saniert werden, bevor die Arbeiten zur Überdeckelung auf der Richtungsfahrbahn Hannover beginnen können. Die oberen 12 cm der Asphaltdecke (Asphaltdeckschicht und Asphaltbinderschicht) werden erneuert. In etwa drei bis vier Jahren werden die Arbeiten zur Überdeckelung mit der Richtungsfahrbahn Hannover mit dem vollständigen Aufbruch der Asphaltdecke beginnen und der Verkehr wird über sechs eingeengte Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Flensburg abgewickelt. Die Richtungsfahrbahn Flensburg muss also während der etwa fünf Jahre dauernden Arbeiten zur Überdeckelung der Richtungsfahrbahn Hannover höchsten Beanspruchungen zuverlässig standhalten. Ohne vorherige Sanierung ist dies keinesfalls möglich.

Außerdem müssen auf dem Brückenabschnitt der A 7 südlich des Elbtunnels in Richtung Flensburg Dehnungsfugen repariert und zum Teil ausgetauscht werden. Diese Fugen gleichen die jahreszeitlich bedingten Dehnungen von Stahlbetonteilen auf der 3,8 Kilometer langen Brücke aus. Autofahrer erkennen sie am typischen Geräusch, das beim Überfahren auf diesem Streckenabschnitt entsteht. Die Sanierung ist nötig, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Der Verkehr wird zweispurig und durch nur eine Elbtunnelröhre in Fahrtrichtung Flensburg geführt. In der gesperrten Röhre werden währenddessen kleinere Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Die Sanierungsarbeiten im Überblick:

Auf dem Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Othmarschen und Hamburg-Volkspark in Richtung Flensburg wird die Fahrbahndecke saniert, ebenso die Auffahrt der Anschlussstelle Hamburg-Bahrenfeld in Richtung Norden. Startschuss ist der 4. September. Zwar wird diese Fahrbahn voraussichtlich in etwa zehn Jahren im Rahmen der Überdeckelung der A 7 instandgesetzt. Doch bis dahin würde sie den immensen Belastungen nicht standhalten. Zu den notwendigen Sanierungsarbeiten gehört auch, eine Vielzahl von Gullies und Schachtköpfen zu erneuern. Diese Arbeiten zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Othmarschen und Hamburg-Volkspark werden bereits am 10. Oktober beendet sein.

Zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Moorburg und dem Elbtunnel werden auf der Hochstraße Elbmarsch an circa 25 Dehnfugen Verschleißteile ausgetauscht. Drei weitere Dehnfugen werden durch Neue ersetzt. Des Weiteren werden rund 100 Wasserabläufe repariert.

Der Streckenabschnitt in Richtung Flensburg südlich des Elbtunnels, von der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld bis zur Anschlussstelle Hamburg-Moorburg, muss einer Deckensanierung unterzogen werden. Die Qualität der Fahrbahn entspricht nicht mehr den nötigen Anforderungen. Fahrbahnen und Seitenstreifen weisen Schäden in Form von Netzrissen, Querrissen und Flickstellen auf. Massive Schädigungen wurden bei den Entwässerungsschächten und Straßeneinläufen  festgestellt. Sie werden im Rahmen dieser Arbeiten nun ebenfalls behoben.

Der LSBG nutzt diese Sanierungsarbeiten, um zeitgleich einige notwendig gewordenen Reparaturen an Brücken dieses Teilstücks durchzuführen. So werden auf der etwa 250 Meter langen Brücke über die Stader Straße sowie an einer kleineren Brücke über der Hafenbahn die Fahrbahnbeläge erneuert und Betoninstandsetzungsarbeiten an den Brückenkappen vorgenommen.

Während der gesamten Bauphase fließt der Verkehr in Richtung Flensburg zweispurig weiter – auch im Elbtunnel. Dafür wird nur eine Röhre benötigt. In der anderen finden in dieser Zeit leichtere Arbeiten statt, etwa an den Fliesen. Sollte wegen einer Störung in der befahrenen Röhre eine zweite für Rettungswagen oder für den fließenden Verkehr notwendig sein, so kann diese innerhalb weniger Minuten geräumt und dem Verkehr zur Verfügung gestellt werden.

Was Verkehrsteilnehmer in den kommenden Wochen beachten müssen:

Ab Mittwoch, 31. August, wird auf der A 7 zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Othmarschen und Hamburg-Volkspark in Richtung Flensburg von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen, weil in dieser Zeit der linke Fahrbahnrand ertüchtigt wird und die Baustellen eingerichtet werden. An den jeweils folgenden Tagen fließt der Verkehr über drei eingeengte Fahrspuren Richtung Flensburg. Ab dem 17. September stehen dann nur noch zwei Fahrstreifen zur Verfügung. In allen diesen Phasen gilt Tempo 60.

Am Sonntag, 4. September wird es wegen der Einrichtung der Baustellen kurzfristig Einschränkungen zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und dem Elbtunnel geben. Für die Einrichtung der Baustellen ist jeweils ein Tag vorgesehen. An den jeweils folgenden Tagen fließt der Verkehr mit Tempo 60 über zwei Fahrspuren Richtung Flensburg.

Ab Sonntag, 4. September, werden auf der A 7 die Baustellen eingerichtet. Die Fahrbahn wird auf zwei Spuren verengt, es gilt Tempo 60. Die Auffahrt an der Anschlussstelle Hamburg-Moorburg in Richtung Flensburg wird bis einschließlich 9. September gesperrt. Eine Umleitung zur Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld wird ausgewiesen.

Ab Samstag, 10. September, werden die Auffahrt der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld in Richtung Flensburg und die Ausfahrt der Anschlussstelle Hamburg-Moorburg in Richtung Flensburg bis zum 8. Oktober 2016 gesperrt. Eine Umleitung wird ausgewiesen. Es gilt Tempo 60.

In der Woche vom 17. bis 23. Oktober werden in zwei Nächten Teile der Ausfahrt der Anschlussstelle Hamburg-Waltershof in Richtung Flensburg gesperrt. Eine Umleitung wird ausgewiesen.

Achtung: Weil alle Arbeiten wetterabhängig sind, kann es zu Verschiebungen der Termine kommen.

Der LSBG wird bei Abweichungen des Zeitplans rechtzeitig über die genaue Führung des Verkehrs auf den betroffenen Streckenabschnitten sowie zu Umleitungsstrecken informieren und Ausweichempfehlungen geben.

Verkehrsteilnehmer sollten vor Antritt der Fahrt prüfen, ob sie auf Grund der aktuellen Verkehrslage eine alternative Route wählen. Auskunft dazu bietet hamburg.de: Auf der Internetseite der Hansestadt informiert eine Straßenkarte in Echtzeit über die momentane Verkehrslage.