Behörde für Umwelt und Energie

Saubere Sache Gratis-Biotüten für Niendorf

Stadtreinigung und Umweltbehörde starten Test zur Optimierung der Bio-Abfallmengen

Heute haben Umweltstaatsrat Michael Pollmann, Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Kay Gätgens und Professor Dr. Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg (SRH), kostenlos spezielle „Biotüten“ aus mit Wachs beschichtetem Papier auf dem Wochenmarkt am Tibarg in Niendorf verteilt. Diese  Biotüten bleiben auch in feuchtem Zustand stabil, können aber problemlos kompostiert werden. Sie sollen die Niendorfer dazu anregen, mehr Speiseabfälle in den Küchen vorzusammeln und sie anschließend in die grüne Biotonne der SRH zu entsorgen.

Gratis-Biotüten für Niendorf

Die Obst- und Gemüsehändler des Wochenmarkts werden in den nächsten Wochen ihre Waren in den Biotüten an die Kundinnen und Kunden überreichen. Die Kunden wiederum können die Tüten dann in ihrer Küche als Vorsammelgefäß wiederverwenden und mit in die Biotonne geben. So wird die „Obsttüte zur Biototüte“ und die Biotonne bleibt sauber.

Umweltstaatsrat Michael Pollmann: „Mit diesen Biotüten wird die Bioabfallsammlung in der Küche und in der Biotonne zu einer sauberen Sache. Die mit Wachs beschichteten Papiertüten sind nämlich kompostierbar und reißfest. Müllbeutel aus Plastik stören dagegen die Kompostierung und gehören deshalb nicht in die Grüne Tonne. Darum wollen wir in den nächsten drei Monaten in Niendorf die Biotüten testen. Wenn sie sich bewähren, soll es sie ab dem 1. April 2017  hamburgweit für interessierte Haushalte geben.“

Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Kay Gätgens freute sich: „Das Jahr fängt doch gut an, nämlich mit Geschenken, die der Umwelt Gutes tun. Ich bin überzeugt, dass die Abfalltrennung in den Niendorfer Hauhalten mit einer solchen Aktion gefördert wird. Niendorf macht es vor, die anderen Stadtteile können dann von uns lernen.“

SRH-Geschäftsführer Professor Dr. Rüdiger Siechau: „Bis Ende März wird es diese Biotüten auch kostenlos auf dem Recyclinghof Krähenweg geben. Während des Versuchszeitraums verarbeiten wir die Kundenrückmeldungen, bereiten eine flächendeckende Verteilung in ganz Hamburg vor und lassen das INFA-Institut untersuchen, wie groß die Mengensteigerung bei Speiseabfällen durch die Biotüten in Niendorf ist. Außerdem befragen wir die Kunden, ob sie mit den Tüten zufrieden sind, und beobachten, wie sich die Biotüten im Biogas- und Kompostwerk verhalten.“

Die SRH wird in den nächsten drei Monaten an vielen Markttagen die Biotüten mit eigenem Personal aktiv an die Gäste des Wochenmarktes verteilen. Über die Obst- und Gemüsehandler werden pro Martkttag voraussichtlich 500 Biotüten an die Kunden verteilt.

Auf dem Recyclinghof Krähenweg 22 in Niendorf gibt es die kostenlosen Biotüten ab sofort in Paketen zu zehn Stück zu den gewohnten Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und sonnabends von 8 bis 14 Uhr. Maximal werden drei Pakete zu zehn Stück pro Haushalt abgegeben.

Für die dauerhafte hamburgweite Einführung der Biotüten arbeitet die SRH zurzeit an einem Vertriebsnetz. Sie rechnet mit einem Verbrauch von etwa drei Millionen Biotüten pro Jahr.

Mittlerweile gibt es fast 130.000 Biotonnen in Hamburger Haushalten. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt. Ziel ist es, die Zahl der Tonnen und die Menge des eingesammelten Bioabfalls weiter zu steigern. So soll die in Hamburg immer noch vergleichsweise hohe Restmüllmenge weiter gesenkt werden.

Die vierzehntägliche Leerung der 240 Liter-Biotonne kostet monatlich 2,86 Euro. Dadurch kann das Restmüll-Volumen reduziert werden und führt so zu einer geringeren Gesamtgebühr. Wer trennt, der spart.

 

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