Behörde für Umwelt und Energie

Ackerwildblumen-Projekte Klatschmohn in Gefahr

Die „Blume des Jahres“ hat auf deutschen Äckern kaum noch Chancen – Hamburger Vollkornbäcker starten Spendenaktion

Die Hamburger Vollkornbäckereien Springer und Effenberger setzten heute gemeinsam mit Umweltsenator Jens Kerstan ein Zeichen für den Erhalt des roten Klatschmohnes. Beide Bäckereien unterstützen die Spendenaktion mit dem Verkauf besonderer Mohnbrote. Ziel ist es, unter der fachlichen Führung der Loki Schmidt Stiftung Geld zu sammeln, um an vielen geeigneten Stellen die auf Äckern und Feldern selten gewordene Pflanze zu säen.

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Klatschmohn in Gefahr

Die mehrmonatige Spendenaktion für Hamburger Ackerwildblumenprojekte wurde durch Umweltsenator Jens Kerstan, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, im Hamburger Rathaus eröffnet. Zusammen mit dem Model Claudia Jakubowska und dem Gartenexperten John Langley wurden die Mohnbrote das erste Mal probiert.

Daneben ist es möglich, direkt bei der Loki Schmidt Stiftung für die Pflanzprojekte zu spenden oder eine Sammelbox für das eigene Geschäft oder die Firmenkantine anzufordern.

Umweltsenator Jens Kerstan: „Ich freue mich sehr über das vorbildliche Engagement der beiden Hamburger Vollkornbäckereien, gemeinsam etwas zum Erhalt dieser ebenso wertvollen wie schönen Pflanze zu unternehmen. Verantwortungsbewusste Bäcker fördern dadurch, dass sie nur Biogetreide verarbeiten, unsere Ackerwildblumen und damit den Artenreichtum der Kulturlandschaft.“

Thomas Effenberger: „Die intensive Landwirtschaft setzt zu viel Gifte und Düngemittel ein. Als Folge nimmt nicht nur die Artenvielfalt ab - auch die Qualität unserer Lebensmittel. Für uns als verantwortungsbewusste Bäcker gibt es also mehr als nur einen Grund, diese schöne Spendenaktion zu unterstützen.“

Wolfgang W. Springer: „Wir wollen Hamburg für einen schonenden Umgang mit den Ressourcen der Natur sensibilisieren und ermutigen, immer wieder selbst etwas zu tun. Das kann schon beim Frühstücksbrot beginnen.“

Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung: „Ich danke Herrn Senator Kerstan und der Hamburger Umweltbehörde, sowie unseren heute versammelten Naturfreunden für die Unterstützung. Es ist aber ebenso vorbildlich, dass Wirtschaftsunternehmen wie die Bäckereien Effenberger und Springer ihre Verantwortung für die Natur wahrnehmen und die Naturschutzprojekte der Loki Schmidt Stiftung unterstützen.“

John Langley, Botschafter der Loki Schmidt Stiftung: „Jeder einzelne kann etwas tun. Aus vielen kleinen Saatkörnern wird dann etwas unerwartet Blühendes. Ich wünsche mir mehr davon."

Claudia Jakubowska, Inhaberin Café Neo und Model: „Ich will immer aktiv helfen. Egal ob frierenden Flüchtlingen oder unserer schönen Hamburger Natur. Nicht ausruhen, sondern jeden Tag neu engagieren – und Sie?“

Weihbischof Hans-Jochen Jaschke: „Loki Schmidt bleibt mir als eine wahrhaftige Blume in Erinnerung, mit ihrer ungezwungenen Freundlichkeit und so natürlich – erfrischenden Art. Die Blumen machen unser Leben schön und sind genauso notwendig, wie das tägliche Brot aus echtem Schrot und Korn.“

Hamburg ist stolz auf seine vielen Grünflächen und Naturschutzgebiete – trotzdem sind viele Pflanzen und die von ihnen abhängigen Insektenarten bedroht. Mit der Aktion Blume des Jahres stellt die Loki Schmidt Stiftung 2017 den Klatschmohn in den Mittelpunkt ihrer Kampagne zum Schutze bedrohter heimischer Wildpflanzen. Der Klatschmohn steht stellvertretend für viele andere Wildblumen unserer Getreideäcker, von denen einst bis zu 350 Arten im Ökosystem Acker lebten. Fast alle wurden inzwischen an den Rand des Aussterbens gedrängt.

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Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie
Jan Dube
Telefon: (040) 428 40 –8006