Senatskanzlei

Neue Projekte mit Frankreich Scholz in Toulouse: „Wir möchten die Zusammenarbeit verstärken“

Hamburg und die Metropolregion Toulouse wollen die Kooperation in den Schwerpunkten Life Science , Medizintechnik und Luftfahrt ausbauen

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist heute unter anderem in seiner Funktion als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit in Toulouse zu Gast. Dort besuchte er das das Airbus Werk in Toulouse, das Ausbildungszentrum Derichebourg und führte Gespräche mit verschiedenen politischen und zivilgesellschaftlichen Partnern über die Förderung der beruflichen Mobilität von Jugendlichen. Mit der Metropolregion Toulouse unterzeichnete Scholz eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen Luftfahrt, Life Science und Medizintechnik. ​​​​​​

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Scholz in Toulouse: „Wir möchten die Zusammenarbeit verstärken“

Bürgermeister Olaf Scholz hat gestern das Airbus-Werk in Toulouse besichtigt und sich über die Endfertigungslinien des Airbus A 380 und des Airbus A 350 XWB informiert. Der Präsident von Airbus Commercial Aircraft und Chief Operating Officer von Airbus, Fabrice Brégier, und der Konzern-Leiter des Einkaufs bei der Airbus Group und Vorsitzende der Geschäftsführung der Airbus Operations GmbH in Deutschland, Dr. Klaus Richter, begrüßten Scholz und begleiteten ihn auf dem Rundgang.

Rathaus Toulouse

Im Rathaus von Toulouse hat Bürgermeister Scholz den Vize-Präsidenten der Metropolregion Toulouse, Jean-Claude Dardelet getroffen. Beide wollen der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Toulouse mit einer „gemeinsamen Erklärung zur Zusammenarbeit zwischen Toulouse Métropole und Hamburg“  neue Impulse geben.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Ich freue mich sehr, heute mit meinem Amtskollegen über neue, gemeinsame Projekte sprechen zu können. Hamburg und Toulouse sind sich in vielen Punkten so ähnlich, dass sich die die Themen der Zusammenarbeit geradezu von selbst ergeben. Beispielsweise arbeiten unsere Luftfahrtcluster „Hamburg Aviation“ und „Aerospace Valley“ seit mehr als 10 Jahren erfolgreich zusammen. Ganz aktuell möchten wir die Zusammenarbeit in den Zukunftsfeldern Life Science und Medizintechnik verstärken und uns um gemeinsame Fördermittel bei der Europäischen Union bewerben“.

Zwei europäische Projektanträge warten derzeit auf Genehmigung durch die Europäische Kommission. Die Entscheidung wird im April 2017 erwartet: COLOBRY dient zur Verbesserung des innerstädtischen Verkehrs durch Elektromobilität und CONVINCED soll die Nutzung von digitalen Lösungen im öffentlichen Raum fördern, die auch von älteren Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können. Scholz weiter: „Toulouse und Hamburg haben eine gute Tradition in der Zusammenarbeit, das Abkommen, das wir heute unterzeichnen, ist ein weiterer Schritt und eine Aufforderung, die bewährten Formen auszuweiten und zu intensivieren.“ 

Weitere Programmpunkte

Das weitere Programm am zweiten Tag in Toulouse stand ganz im Zeichen der Aufgaben des deutsch-französischen Kulturbevollmächtigten. Der Bevollmächtigte Scholz diskutierte am Runden Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern des Goethe Instituts, der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer (AHK) Paris, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk sowie Unternehmens­vertretern der Luftfahrtindustrie, wie etwa Liebherr-Aérospace, FINAERO, und dem Airbus BizLab. Das Hauptthema war die Förderung von Karriereperspektiven von jungen Auszubildenden durch eine größere deutsch-französische Mobilität in der Berufsausbildung. 

Im Beisein des Bevollmächtigten Scholz unterzeichneten die Rektorin  der Académie de Toulouse und Kanzlerin der Universitäten, Hélène Bernard und der Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Französischen Handelskammer Paris, Jörn Bousselmi, die Gründung einer weiteren regionalen Antenne der deutsch-französischen Plattform „Schulen und Unternehmen“. Die Online-Plattform soll die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen weiter stärken. Sie bietet interessierten Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit, hier gezielt nach einem Praktikumsplatz zu suchen. Darüber hinaus findet man auf der Plattform viele andere informative Angebote wie Möglichkeiten zu Unternehmensbesichtigungen, Vorträge von Unternehmen und Veranstaltungen zu Karrieremöglichkeiten in Deutschland und Frankreich.

Die Förderung der beruflichen Ausbildung und Mobilität war auch zentrales Thema beim Unternehmensbesuch des Bevollmächtigten Scholz im Ausbildungszentrum des Luftfahrt-Service-Unternehmens Derichebourg. Scholz wurde begrüßt von der Direktorin des Ausbildungszentrums, Marie-Pierre Gourgues, und dem Präsident von Derichebourg Atis aéronautique, Pascal Lanette. Die Aktivitäten des Unternehmens reichen von Umwelt und Recycling, über alle Serviceleistungen rund um den Lebenszyklus eines Flugzeugs.

In seinen Gesprächen mit den Auszubildenden, betonte der Bevollmächtigte wie wichtig die berufliche Mobilität von Jugendlichen sei: „Wir wollen Ausbildungen, die junge Erwachsene auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereiten. Dazu gehören neben individuellen Kompetenzen, die die Jugendlichen im jeweiligen Beruf erlernen, Ausbildungen die vor allem den Spracherwerb und die Fähigkeit, sich im Nachbarland zurechtzufinden, weiter fördern.“

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