Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Deckel A 7 - einmalige Chance nutzen!

Bund ermöglicht Nutzung von Deckelflächen über der A7

Der Bund hat der von Hamburg geplanten Nutzung von Deckelanlagen über der A7 zugestimmt. Damit ist Hamburg der Realisierung einer weiten Überdeckelung der Autobahn einen großen Schritt weiter gekommen. Senatorin Anja Hajduk: „Mit dem Ausbau der A 7 eröffnet sich für Hamburg die einmalige Chance, ein seit fast 40 Jahren durch die Autobahn zerstörtes Stadtgefüge zu heilen. Drei Deckel von zusammen fast vier Kilometern Länge sollen Raum für Parkanlagen, Spielflächen und Kleingärten bieten und lassen die getrennten Stadtteile Othmarschen, Bahrenfeld, Stellingen und Schnelsen wieder zusammenwachsen. Diese historische Gelegenheit dürfen wir nicht verpassen.“

Deckel A 7 - einmalige Chance nutzen!

Hamburgs PlanungHamburg möchte den vom Bund im Zuge der A 7 geplanten Lärmschutz deutlich ausweiten und mehr Flächen überdeckeln. Der gesetzliche Lärmschutz wird durch die vom Bund geplanten Maßnahmen zwar gewährleistet, aber die Zerschneidung des Stadtraums in weiten Teilen durch Lärmschutzwände verstärkt. Mit den von Hamburg angestrebten drei Deckeln würden insgesamt fast vier Kilometer der A7 unter Deckeln verschwinden und rund 25 ha neue Grünflächen auf den Deckeln entstehen. Die zusätzlichen Kosten einer „großen Lösung“ muss Hamburg tragen. Dafür müssen städtische Flächen im Umfeld der Autobahn für Wohnbebauung genutzt werden. Die jetzigen Nutzungen dieser Flächen, vorwiegend Parkanlagen und Kleingärten, finden auf den Deckeln Platz. In Altona wird damit die Idee aus den 20iger Jahren aufgegriffen, einen Grüngürtel vom Volkspark bis zur Elbe zu schaffen. Der Autobahnbau hatte Anfang der 70iger Jahre hierfür vorgesehene Flächen zerstört.

Zusätzliche positive Wirkungen für die Stadtentwicklung sind neben dem optimalen Lärmschutz:

  •  Die historischen Parkanlagen Bonnepark und Lutherpark werden wieder verbunden
  •  Es entsteht ein neuer Sportbereich für den Breitensport in Randlage zur Autobahn an der Baurstraße
  •  Es entstehen über 30 Hektar neue innerstädtische Wohnbauflächen in der Nähe des neuen Grünzuges vom Volkspark zur Elbe

Gegen die Verlagerung von Kleingärten auf den Deckel läuft derzeit in Altona ein Bürgerbegehren. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wird in den nächsten Monaten die Öffentlichkeit verstärkt über die Planungen zum Bau der Deckel über die A7 informieren. Hierzu ist eine direkte Information an alle Bewohnerinnen und Bewohner in Altona geplant und unter www.hamburg.de/a7-deckel werden laufend aktuelle Informationen ins Internet gestellt. „Wir müssen die einmalige Möglichkeit nutzen, im Rahmen des Ausbaus der A7 die große städtebauliche Schneise durch den Bau der Autobahn in weiten Teilen zu schließen. Wir werden in den kommenden Monaten Vorort intensiv dafür werben, dass diese einmalige Chance wahrgenommen wird“, sagte Hajduk.

Hintergrundinformationen

Der gesetzliche, vom Bund finanzierte Lärmschutz sieht wie folgt aus:

Die Planungen des Bundes

Bereich Othmarschen/Bahrenfeld:

Deckel im Bereich der Anschlussstelle Bahrenfeld auf einer Länge von ca. 740 Metern, Galeriebauwerk im südlichen Anschluss über der westlichen Fahrbahn bis über die Anschlussstelle Othmarschen hinaus und im nördlich angrenzenden Bereich Lärmschutzwände von 9 m Höhe an der äußeren Fahrbahn und im Mittelstreifen

Bereich Stellingen:

Deckel von der Güterumgehungsbahn bis zur Kieler Straße auf einer Länge von ca. 950 m.

Bereich Schnelsen:

Lärmschutzwände an der äußeren Fahrbahn und im Mittelstreifen

Die Planungen Hamburgs:

Bereich Othmarschen/Bahrenfeld:

Hamburg möchte zusätzlich zu den Planungen des Bundes den Bahrenfelder Deckel bis zum Volkspark verlängern und die Galeriebauwerke zum Teil zu Deckeln umbauen, so dass der Deckel hier um 1.470 m auf gesamt 2,2 km verlängert wird.

Bereich Schnelsen:

Zusätzlich möchte Hamburg in Schnelsen statt der Lärmschutzwände rund 600 Meter überdeckeln.

Insgesamt sollen damit ca. 3.750 m der A7 unter den drei Deckelbauwerken verschwinden.

Zeitplanung:

Senat und Bürgerschaft werden zeitnah mit Nutzungskonzepten und dem Finanzierungsmodell befasst. Hierauf aufbauend kann 2009 die Entwurfsplanung für die Deckel beginnen und ab 2010 die Genehmigungsplanung. Bau der Deckel ist für die Zeit ab 2011 bis 2016/17 geplant.

Rückfragen:

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Pressestelle

Tel.: 42840 –  2051 / 2058 / 3249 / 3063, Fax: 42840 – 3735

e-mail: pressestelle-stadtentwicklung@bsu.hamburg.de

www.bsu.hamburg.de