Behörde für Schule und Berufsbildung

Kooperation Hamburg und Schleswig-Holstein intensivieren Kooperation bei der Führungskräfte-Qualifizierung im Bildungsbereich

Bildungssenator Rabe „Unser regelmäßiger Austausch trägt Früchte.“

„Der regelmäßige Austausch der Behörden trägt Früchte“, sagten  heute Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst und der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe. Auf einer gemeinsamen Arbeitstagung der Behördenspitzen, ihrer Leitungsstäbe und Abteilungsleiter/innen in Kiel sei eine enge Kooperation der beiden Länder bei der Führungskräfte-Qualifizierung im Bildungsbereich besprochen worden. Dabei vereinbarten Schleswig-Holstein und Hamburg die Kooperation des Schulmanagement-Masterstudiengangs von Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) mit bis zu 50 Plätzen auf der Basis eines Kooperationsvertrages sowie ein gemeinsames Schulleiter/innen-Symposium.

Hamburg und Schleswig-Holstein intensivieren Kooperation bei der Führungskräfte-Qualifizierung im Bildungsbereich

„Wir wollen im Sinne guter länderübergreifender Kooperation unsere Zusammenarbeit noch weiter stärken, die Kontakte auch auf Arbeitsebene intensivieren und unsere gemeinsamen Ideen und Projekte weiterentwickeln und fördern“, sagten Ernst und Rabe. Ministerin und Senator nannten in diesem Zusammenhang die Themenfelder externe Evaluation von Schulen - die in Schleswig-Holstein mit dem Schulfeedback seit dem vergangenen Jahr auf freiwilliger Basis läuft - sowie Maßnahmen zur Qualifizierung der Schulaufsichtsbeamtinnen und -beamten.

Zu den aktuellen Herausforderungen zähle insbesondere das Thema Lernen in der digitalen Gesellschaft. „Digitales Lernen gehört in erster Linie an die Schulen“, sagten Ministerin Ernst und Senator Rabe. Sie vereinbarten auf der Tagung in Kiel einen gemeinsamen Experten/innen-Workshop, der noch vor der Sommerpause in Hamburg stattfinden werde. Themen sollen unter anderem die Umsetzung der digitalen Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie die Weiterentwicklung einer Schulverwaltungssoftware sein.

Die erste gemeinsame Arbeitstagung der beiden Bildungsbehörden hatte im Dezember 2016 in Hamburg stattgefunden. Seinerzeit stand das Thema Gastschulabkommen im Vordergrund. Ernst und Rabe betonten schon nach dieser ersten gemeinsamen Sitzung die Effektivität und den positiven Geist der Arbeitstagung. So habe Schleswig-Holstein bei der Entwicklung der Jugendberufsagenturen von Hamburg profitiert, Hamburg habe umgekehrt die DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Qualifizierung im Vorbereitungsdienst für angehende Lehrkräfte übernommen. Im Sinne einer vertrauensvollen, zielorientierten und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werde man diese Treffen weiterhin regelmäßig und im Wechsel organisieren, sagten Ernst und Rabe.