Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Impfen Hamburger Kinder verfügen über guten Infektionsschutz: Impfraten über 90 Prozent

Gesundheitsbehörde veröffentlicht anlässlich der Europäischen Impfwoche Zahlen der jüngsten Schuleingangsuntersuchungen

Hamburgs Schulkinder verfügen über einen guten Infektionsschutz: Bei den wichtigsten Standardimpfungen liegen die Impfraten über 90 Prozent. Das geht aus den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen für den Untersuchungsjahrgang 2016 hervor, die die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) ausgewertet hat. Anlass dieser Veröffentlichung ist die Europäische Impfwoche (EIW), die unter dem Motto „Impfungen wirken“ vom 24. bis zum 30. April für die Wichtigkeit von Impfungen für den Gesundheitsschutz wirbt. ​​​​​​​

Gesundheitsbehörde veröffentlicht anlässlich der Europäischen Impfwoche Zahlen der jüngsten Schuleingangsuntersuchungen

„Impfungen sind ein wirksamer Schutz gegen zahlreiche gefährliche Infektionskrankheiten. Insbesondere Kinder sollten so früh wie empfohlen durch Impfungen geschützt werden. Um Krankheitsausbrüche, wie zum Beispiel durch Masern, zu vermeiden, ist es aber ebenso wichtig, bestehende Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen. Anstehende Untersuchungen bei der Hausärztin oder beim Hausarzt sind eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfschutz überprüfen zu lassen und fehlende Impfungen nachzuholen“, sagt Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Deutschland hat sich wiederholt zu dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, die Masern zu eliminieren. Dazu müssen mindestens 95 Prozent der Bevölkerung immunisiert sein. Die Masernerkrankung ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, die mit schweren Komplikationen einhergehen kann. Bis Mitte April wurden in diesem Jahr in Hamburg fünf Masernfälle gemeldet. Die immer noch vorhandenen Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen tragen entscheidend dazu bei, dass Masernausbrüche immer wieder zu vielen Krankheitsfällen führen können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher seit dem Jahr 2010 auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfstatus die Impfung gegen Masern.

Standardimpfungen

2013

2014

2015

2016

Diphtherie

94,0 %

94,1 %

94,1 %

93,2 %

Tetanus

94,2 %

94,2 %

94,4 %

93,8 %

Pertussis

93,9 %

93,9 %

94,1 %

92,9 %

Hib (haemophilus influenzae typ b)

91,3 %

91,4 %

91,5 %

91,6%

IPV (Poliomyelitis)

93,1 %

93,3 %

93,1 %

93,0 %

Hepatitis B

83,6 %

83,6 %

84,2 %

87,3 %

Masern

92,9 %

93,1 %

93,3 %

93,3 %

Mumps

92,5 %

92,6 %

93,0 %

92,9 %

Röteln

92,4 %

92,6 %

93,0 %

92,9 %

Varizellen

82,1 %

84,4 %

85,8 %

87,3%

Meningokokken

85,7 %

87,8 %

89,2 %

88,7 %

Pneumokokken

83,4 %

84,9 %

86,2 %

83,2 %

Unter http://www.hamburg.de/impfen/ sowie http://www.impfen-info.de stehen weitere Informationen zum Thema Impfen bereit. Das Robert Koch-Institut stellt unter http://www.vacmap.de/ Masern-Impfquoten in Deutschland im Vergleich dar.