Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Gesundheitsförderung Ein weiterer Schritt zu mehr Gesundheitsförderung vor Ort und Prävention für Kinder und Senioren

Strategieforum Prävention konstituiert – Thematische und örtliche Schwerpunkte beschlossen

Nachdem in Hamburg als einem der ersten Bundesländer die Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie unterschreiben wurde, hat sich nun auch das Strategieforum Prävention konstituiert. Unter Leitung von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks haben Krankenkassenverbände und Krankenkassen, Rentenversicherung und Agentur für Arbeit die Schwerpunkte zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Hamburg für die nächsten drei Jahre festgelegt. Besonderes Augenmerk soll auf die Förderung der psychischen Gesundheit gelegt werden. Zunächst stehen insbesondere Kitas und Schulen in ausgewählten Stadtteilen, aber auch Einrichtungen für Senioren sowie kleine und mittlere Betriebe im Fokus.

Strategieforum Prävention konstituiert – Thematische und örtliche Schwerpunkte beschlossen

„Gesundheitsförderung lebt neben den gesetzlichen und finanziellen Grundlagen auch vom Engagement. Deshalb freue ich mich über die konstruktive Zusammenarbeit mit den Gesundheits- und Sozialkassen, die mit dem Strategieforum Prävention eine neue Struktur gefunden hat“, so Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks. „Durch gemeinsame konkrete Schwerpunkte können wir für Kinder, wie auch für ältere Menschen neue Zugänge zu Prävention und Gesundheitsförderung schaffen. Außerdem wird Prävention durch den gemeinsamen Ansatz in den ausgewählten Stadtteilen, wie etwa in Rothenburgsort, noch sichtbarer und erlebbarer.“

Neben der thematischen Festlegung auf den Schwerpunkt zur Förderung der psychischen Gesundheit, neben den weiter bestehenden Aktivitäten zu Bewegung und Ernährung, hat sich das Strategieforum Prävention auch auf konkrete regionale Schwerpunkte geeinigt. Die Akteure haben sich darauf verständigt, zunächst gezielt besonders in Harburg, Rothenburgsort und Billstedt sowie in Lurup und Eidelstedt zusammenzuarbeiten.

„Mit dem Präventionsgesetz engagiert sich die gesetzliche Krankenversicherung noch stärker im Bereich der gesundheitlichen Prävention“, unterstreicht Kathrin Herbst, Leiterin der Landesvertretungen Hamburg und Bremen des Verbandes der Ersatzkassen e. V. im Namen der Hamburger gesetzlichen Krankenkassen. „Es ist wichtig, dafür zu sorgen, dass die Gelder der Beitragszahler sinnvoll und sachgerecht verwendet werden. Die Vereinbarung auf regionale Schwerpunkte für konkrete Vorhaben in den Lebenswelten zeigt, dass die Krankenkassen in Hamburg gemeinsam Verantwortung für die Förderung von Gesundheit gerade auch von Bürgern mit besonderen Unterstützungsbedarfen übernehmen.“

Für die Agentur für Arbeit Hamburg gab es schon immer den Auftrag, für wichtige Aspekte der Gesunderhaltung und Wiederherstellung unserer Kunden zu sorgen, die in der Öffentlichkeit vorrangig unter dem Begriff der Rehabilitation und Förderung von Menschen mit Behinderung wahrgenommen wurden. Sie zielen darauf, jedem Einzelnen ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, aber auch dem Fachkräftebedarf zu begegnen. Der Präventionsansatz von heute geht aber darüber hinaus. Mit der Gesundheit wird auch die Erwerbsfähigkeit erhalten und sogar verbessert. Anhaltende Arbeitslosigkeit birgt gesundheitliche Risiken, die sich bei der Suche und Aufnahme einer neuen Beschäftigung negativ auswirken können. Daher unterstützen wir als Dienstleister am Arbeitsmarkt und Arbeitgeber im eigenen Interesse diesen neuen Ansatz für alle“, erklärt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg. Fock ist zudem überzeugt, dass die übergreifende Präventionsstrategie die Kompetenzen der Partner bündelt und für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis von Beteiligten und Betroffenen in der Öffentlichkeit sorgen wird.

Das Strategieforum Prävention ist im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes in Hamburg neu gegründet worden und wird zukünftig einmal jährlich tagen, um fachliche Schwerpunkte der Gesundheitsförderung und Prävention festzulegen und deren Umsetzung zu begleiten. Durch eine intensivere Zusammenarbeit soll unter anderem mehr Transparenz über die Hamburger Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention hergestellt werden. Diese Angebote sollen zudem besser vernetzt und so die Nachhaltigkeit und Reichweite von Aktivitäten erhöht werden. Dabei sollen Bürgerinnen und Bürger mit besonderen Unterstützungsbedarfen besser erreicht werden. Das Ziel ist es, ein langes gesundes Leben für möglichst alle Menschen unabhängig von ihrer sozialen Lage in der Hansestadt zu erreichen. Hamburg hatte durch den Pakt für Prävention bereits eine gute Grundlage für die Präventionsarbeit gelegt, die nun ausgebaut werden kann.