Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

szenische Künste Fachkongress „Performance Studies international“ erstmals in Hamburg

BWFG fördert weltweit größte Fachtagung der szenischen Künste

Fachkongress „Performance Studies international“ erstmals in Hamburg

Unter dem Titel „OverFlow“ findet der diesjährige Kongress der internationalen wissenschaftlichen und künstlerischen Fachgesellschaft „Performance Studies international“ erstmals in Hamburg und zum zweiten Mal in seiner Geschichte in Deutschland statt. Es ist die weltweit größte Fachtagung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der szenischen Künste. Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung fördert den Kongress mit 190.000 Euro. Der „PSi#23 OverFlow“ ist ein Projekt von Performance Studies der Universität Hamburg und Kampnagel und ist eingebettet in das Festival Theater der Welt. Mehr als 800 Teilnehmende aus 40 Ländern werden sich an vier Konferenztagen mit dem Leitthema „OverFlow“ beschäftigen. Die Konferenz startet morgen auf Kampnagel. 

„OverFlow“ fragt zum einen nach den Voraussetzungen, Bedeutungen und Effekten von ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Überflutungen: Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die derzeit eher die öffentlichen Debatten beherrschen, stehen hierbei im Fokus, sondern genau ihr Gegenteil: Der Überfluss in all seinen positiv wie negativ besetzten Spielarten. Zum anderen geht es darum, welche Auswirkungen, Effekte und Kreationen dieser Überflutungen im Feld der szenischen Kunst zu beobachten sind. 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Die wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen wie beispielsweise dem Überfluss ist wichtig. Sie sorgt für neue Impulse und gibt den Anstoß zur Selbstreflexion. Wie wollen wir leben? Was ist  uns wichtig? Dass 800 Menschen aus 40 Ländern bei uns zusammenkommen um neue, kreative und wissenschaftliche Ansätze zu dem Thema zu entwickeln, ist mir ein persönliches Anliegen. Umso mehr freut es mich, dass wir durch die finanzielle Unterstützung diese Veranstaltung in Hamburg möglich machen konnten.“ 

Prof. Dr. Gabriele Klein, Universität Hamburg, Sprecherin Kongress-Team: „Dass wir den Kongress nach Hamburg einwerben konnten, ist ein Beweis für das internationale Standing der Performance Studies an der Universität Hamburg. Dies bestätigt und festigt auch die jahrelange national einzigartige und international unvergleichliche Zusammenarbeit zwischen Kampnagel, einem der wichtigsten Orte für szenische Künste in Europa, und den Performance Studies der Universität Hamburg. Mit dem Kongress reihen wir uns ein in die Austragungsuniversitäten der letzten Jahre wie Stanford und Melbourne.“ 

Eröffnet wird der Kongress durch die Schirmherrin, Katharina Fegebank. Den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Pact For The Earth. Towards An Earth Democracy“ hält die indische Physikerin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva. Als Keynote-Speaker sind zudem eingeladen der renommierte britische Performance-Theoretiker und Künstler Tim Etchells, der französische Soziologe Didier Eribon, die deutsche Philosophin und Journalistin Carolin Emcke sowie die bekannte US-amerikanische Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Avital Ronell. Zudem gibt es an den vier Kongresstagen zehn parallel laufende Sektionen, die jeweils durch verschiedene Formate geprägt sind wie Lectures, Podiumsdiskussionen, Workshops, Lecture Performances, Live Acts und tänzerische Aufführungen.

Der Kongress ist öffentlich zugänglich. Anmeldungen über die Website, Tageskarten sind an der Abendkasse Kampnagel erhältlich.

www.psi2017-hamburg.com

Rückfragen der Medien

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