Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Konferenz Demokratische Grundwerte und Freiheit schützen – Gleichberechtigung vorantreiben

Demokratische Grundwerte und Freiheit schützen – Gleichberechtigung vorantreiben

Mit Blick auf den in einem Monat in Hamburg stattfindenden G20-Gipfel wurde am 8. Juni die Hamburger Initiative „Demokratische Grundwerte und Freiheit schützen: Recht auf Gleichheit und Gleichberechtigung der Geschlechter bewahren und vorantreiben“ auf der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) in Weimar am 7. und 8. Juni 2017 verabschiedet. 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Gerade im Hinblick auf den G20-Gipfel in Hamburg müssen wir die zentrale Rolle der Gleichberechtigung für moderne und weltoffene Gesellschaften deutlich machen. Die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter ist zentraler Bestandteil von Demokratie. Niemand darf aufgrund seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung benachteiligt oder diskriminiert werden. Wir müssen das Recht auf Gleichbehandlung mit allen Kräften vorantreiben und andere Länder auf ihrem Weg dahin unterstützen. Jetzt gilt es, erkämpfte Rechte und Freiheiten zu schützen und gleichzeitig aktuelle Herausforderungen mitzudenken. Geschlechtergerechtigkeit wirkt sich dabei positiv auf ganze Gesellschaften aus: Länder mit einem gerechten Geschlechterverhältnis sind sozial balancierter, kulturell vielfältiger sowie ökonomisch erfolgreicher.“ 

Die UN-Frauenrechtskonvention (UN-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau), Art. 14 der Europäischen Konvention der Menschenrechte sowie Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland deklarieren die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie das Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund der Geschlechts. 

Die GFMK beobachtet mit Sorge internationale und nationale Entwicklungen, die befürchten lassen, dass bereits sicher geglaubte gleichstellungspolitische Errungenschaften keine Selbstverständlichkeit mehr sind und damit demokratische Grundwerte in Frage gestellt werden. Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder werden die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter weiterhin aktiv in das öffentliche Bewusstsein rufen und an der Verwirklichung dieser Ziele festhalten. Sie rufen alle Akteurinnen und Akteure in Politik, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, bei ihrem Einsatz dafür nicht nachzulassen und diese wichtigen demokratischen Grundwerte zu verteidigen. 

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