Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Zu Gast in Hamburg Hamburgs Forschung hat bisher 100 Millionen Euro aus EU-Programm „Horizont 2020“ erhalten

Präsident des Europäischen Forschungsrats zu Gast in Hamburg

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Hamburgs Forschung hat bisher 100 Millionen Euro aus EU-Programm „Horizont 2020“ erhalten – Präsident des Europäischen Forschungsrats zu Gast in Hamburg

Seit Januar 2014 läuft „Horizont 2020“, das aktuelle EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Bisher konnte die Freie und Hansestadt Hamburg hieraus rund 100 Mio. Euro bei 229 Projektbeteiligungen einwerben. Insgesamt stehen bis 2020 rund 80 Milliarden Euro für die Mitgliedsländer der Europäischen Union zur Verfügung. Die erfolgreichste Förderlinie innerhalb des Programms „Horizont 2020“ ist für Hamburg der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) mit bislang 22 Förderungen und Zuwendungen in Höhe von 26,8 Mio. Euro. 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass wir auch im aktuellen EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation so erfolgreich sind – 100 Mio. Euro eingeworbene EU-Mittel zur Halbzeit von ‚Horizont 2020‘ sind ein starkes Ergebnis! Rund 365 Mio. Euro EU-Mittel hat die Wissenschaft in den vergangenen zehn Jahren für Hamburg eingeworben. Das sind mehr Rückflüsse von EU-Fördermitteln als aus allen anderen EU-Förderprogrammen zusammen. Das zeigt einmal mehr die Bedeutung der Wissenschaft für unsere Stadt: Sie sorgt für Fortschritt, Innovationen und Investitionen. Ich danke unseren wissenschaftlichen Einrichtungen, die diesen Erfolg mit ihrem Wissenshunger und unermüdlichen Einsatz herbeigeführt haben. Ebenso geht mein Dank an Herrn Prof. Bourguignon und den ERC für die hervorragende Ausgestaltung und Umsetzung dieses Förderinstruments, das in nur zehn Jahren weltweite Anerkennung für exzellente Forschung in Europa erworben hat.“ 

Prof. Jean-Pierre Bourguignon, ERC-Präsident: „Ich freue mich, hier in Hamburg zu sein, um den zehnten Geburtstag des Europäischen Forschungsrats (ERC) zu feiern. Der Erfolg des Programms zeigt, dass das von der wissenschaftlichen Gemeinschaft verlangte Schema richtig wirkt: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu vertrauen, anspruchsvolle Projekte vorzuschlagen, die besten Spezialisten als Evaluatoren zu gewinnen. Der ERC-Einfluss ist viel breiter als erwartet, zumal die Forscherinnen und Forscher sich sehr spontan für heiße Themen und mögliche Anwendungen interessieren und auch viele Länder und Institutionen Reformen unternommen haben, um am besten die ERC-Dynamik zu nutzen.“ 

ERC mit größter Fördersumme

Die mit Abstand meisten Zuwendungen von EU-Mitteln an hamburgische Projektteilnehmer im Rahmen von „Horizont 2020“ entfallen mit 26,8 Mio. Euro auf die Förderung durch den ERC. Dahinter folgen die Förderung der Forschungsinfrastruktur (INFRA) mit 12,9 Mio. Euro, der Bereich „intelligenter umweltfreundlicher und integrierter Verkehr“ (TPT) mit 12,8 Mio. Euro sowie das „Marie Sklodowska-Curie“-Programm (MSCA) mit 11,7 Mio. Euro. 

Die ERC-Stipendien fördern exzellente Forschung einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Grenzen des Wissens, die sog. „Pionierforschung“. Aufgrund der hohen Qualität, Reputation und Dotierung kommt den ERC-Projekten eine besondere Bedeutung zu. Die vom ERC in einem hoch kompetitiven Verfahren – die Erfolgsquote liegt derzeit nur bei gut 10 Prozent – vergebenen Stipendien  sind mit einem Mittelvolumen von 1,5 -2,5 Mio. Euro pro Stipendium versehen. 

Zehn Jahre Forschungsförderung durch den ERC

Der ERC feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind daher bereits vor „Horizont 2020“ im siebten EU-Forschungsrahmenprogramm von 2007 bis 2013 vom ERC gefördert worden. Unter Berücksichtigung aller, d. h. sowohl abgeschlossener als auch laufender sowie erst ausgewählter, noch in Vorbereitung befindlicher Projekte, konnten seit 2007 bis heute insgesamt 51 ERC-Stipendien in Höhe von insgesamt rund 83 Mio. Euro eingeworben werden. 

Grundlagenforschung und außeruniversitäre Einrichtungen an der Spitze

Fast 90 Prozent der Förderung hamburgischer Einrichtungen im Rahmen des aktuellen Förderprogramms „Horizont 2020“ entfallen auf die Pionier- und Grundlagenforschung sowie auf die Verbundforschung zu gesellschaftlichen Herausforderungen. 

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen warben für Hamburg mit einem Volumen von rund 42 Mio. Euro bisher die meisten EU-Mittel aus „Horizont 2020“ ein, gefolgt von den Hochschulen mit knapp 30 Mio. Euro und privaten Unternehmen mit fast 23 Mio. Euro. Die drei öffentlichen Einrichtungen, die bisher mit Abstand am erfolgreichsten waren, sind das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Universität Hamburg. 

Die bisherige Auswertung des Förderprogramms „Horizont 2020“ bezieht sich auf knapp die Hälfte der Laufzeit. Für die zweite Programmhälfte bis 2020 sind insgesamt noch etwas mehr Fördermittel vorgesehen. 

Ein Fact Sheet zum EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation 

Weitere Informationen im Online-Themenspecial - European Research Council (ERC) unter: 

wissenschaft.hamburg.de/themenspecial-european-research-council-erc 

Rückfragen der Medien

Julia Offen
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle
Telefon: (040) 428 63 – 2322
E-Mail: julia.offen@bwfg.hamburg.de

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