Behörde für Schule und Berufsbildung

Jubiläum Zehn Jahre Hamburger Institut für Berufliche Bildung

Festakt mit Senator Rabe am 19. Juni 2017

Im Jahr 2007 wurde das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) als eigenständiger Landesbetrieb der Behörde für Schule und Berufsbildung gegründet. Senator Rabe gratulierte anlässlich des Festaktes „10 Jahre HIBB“: „Die berufliche Ausbildung ist eine wichtige Grundlage dafür, dass junge Menschen ihren Weg in das Arbeitsleben finden. Deswegen sorgt Hamburg für gute berufliche Bildung an guten Berufsschulen. Mit Gründung des HIBB wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich berufsbildende Schulen qualitativ weiterentwickeln konnten und vertrauensvoll mit den Ausbildungsbetrieben zusammenarbeiten. Damit ist in den vergangenen zehn Jahren für die Qualifizierung des Hamburger Fachkräftenachwuchses wertvolle Arbeit im HIBB geleistet worden.“

Zehn Jahre Hamburger Institut für Berufliche Bildung

Rabe weiter: „Das HIBB, die Wirtschaft und ihre Sozialpartner arbeiten partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. Diese Zusammenarbeit ist institutionalisiert auf unterschiedlichen Ebenen angelegt, im Kuratorium des HIBB, in den Schulvorständen oder zwischen den Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen in den Lernortkooperationen. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Hamburg in den vergangenen Jahren erfolgreiche, bundesweit beachtete Reformen in der beruflichen Bildung umsetzen konnte.“ Diese Reformen dienten dazu, die Integration junger Menschen in Ausbildung zu verbessern, die Durchlässigkeit in der beruflichen Bildung zu erhöhen und die duale Ausbildung attraktiver zu machen. Mehrere Bildungsangebote sind entstanden, durch die junge Menschen vor, während oder nach einer Berufsausbildung nächsthöhere Bildungsabschlüsse erwerben können. Unter Beteiligung des HIBB stellt die Jugendberufsagentur Hamburg seit 2013 in Hamburg flächendeckend sicher, dass junge Menschen am Übergang Schule – Beruf verlässlich beraten, unterstützt und bei Bedarf länger auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf begleitet werden.

Rund 51.000 Schülerinnen und Schüler werden derzeit an den 35 staatlichen berufsbildenden Schulen des HIBB unterrichtet. Die Bildungsangebote der Schulen reichen von dualisierten Bildungsgängen im Bereich der Integration in Ausbildung, zu denen die Ausbildungsvorbereitung (AvDual) und die Ausbildungsvorbereitung für Migranten (AvM-Dual) gehören, über die Berufsschule als Lernort in der dualen Ausbildung sowie die schulische Berufsausbildung an Berufsfachschulen bis zu Schulformen zum Erreichen höherer Bildungsabschlüsse (Berufliches Gymnasium, Höhere Handelsschule, Höhere Technikschule). Berufliche Weiterbildung wird am HIBB in Fachschulen vermittelt und an Berufsoberschulen bzw. Fachoberschulen können Menschen nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung die Hochschul- bzw. Fachhochschulreife erwerben.

Ein wichtiger Meilenstein in der erfolgreichen Arbeit des HIBB war der 2013 beschlossene Schulentwicklungsplan für die staatlichen berufsbildenden Schulen. Der Beschluss sah vor, ehemals 44 berufsbildende Schulen zu 32 Schulen mit optimierter Größe zusammenzuführen. Ausbildungsberufe wurden fachlich sinnvoll gebündelt, die zuvor auf verschiedene Schulen aufgesplittert waren. Dadurch entstanden wertvolle Synergien in der Fachlichkeit der Lehrkräfte und der Schulausstattung. Auch Berufe mit geringeren Schülerzahlen können weiter in Hamburg ausgebildet werden und alle Bildungsangebote bleiben in vollem Umfang erhalten. Dazu Rabe: „Die HIBB-Zentrale und die Berufsschulen haben den Schulentwicklungsplan mit großem Engagement zeit- und fachgerecht umgesetzt. Er wird in diesem Sommer mit den letzten drei Schulfusionen abgeschlossen sein und hat die strukturellen, organisatorischen, fachlichen und räumlichen Voraussetzungen für gute und zukunftsfähige Schulen geschaffen. Begleitet wird der Schulentwicklungsplan durch ein umfangreiches Bauprogramm: Jährlich rund 100 Mio. Euro investiert der Hamburger Senat derzeit in die Erneuerung der berufsbildenden Schulen, bis 2027 insgesamt 720 Mio. Euro. Das sind wichtige Investitionen in den Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort Hamburg!“.

Wichtiges Ziel des HIBB war es, die schulische Selbstverantwortung zu stärken und die Schul- und Unterrichtsentwicklung ganzheitlich mit der Qualitätsentwicklung an Schule zu verknüpfen. Alle staatlichen berufsbildenden Schulen des HIBB führten dazu zunächst zwischen 2008 und 2012 ein vollständiges Qualitätsmanagement ein. Darauf aufbauend hat das HIBB seit 2016 ein neues Steuerungskonzept zur Stärkung der schulischen Selbstverantwortung eingeführt. Dazu Rabe in seiner Rede: „Gemeinsam haben sich die HIBB-Zentrale und die HIBB-Schulen damit auseinandergesetzt, wie sich gute Schule nachhaltig entwickeln lässt. Sie haben die Bedeutung des Qualitätsmanagement in den Schulen gestärkt und aufbauend auf dem Leitbild einer selbstverantworteten Schule den Rahmen dafür gesteckt, dass alle Akteure an Schule die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung mittragen, ihr Handeln anhand messbarer Ergebnisse reflektieren und ggf. neu ausrichten.“

Rückfragen der Medien
Hamburger Institut für Berufliche Bildung
Dr. Angela Homfeld, Stabsstelle
Tel.: 040 42863-2842
E-Mail: angela.homfeld@bsb.hamburg.de