Senatskanzlei

Einbürgerung Scholz: Hamburg ist eine offene Einwandererstadt

40. Einbürgerungsfeier im Hamburger Rathaus – Neuauflage der Einbürgerungsinitiative

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat heute im Rahmen der 40. Einbürgerungsfeier mehrere hundert „Neubürger“ im Rathaus begrüßt, die vor kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben.  Die im Jahr 2011 gestartete und zunächst 2015 abgeschlossene Einbürgerungsinitiative geht unterdessen in die nächste Runde: Etwa 21.000 Personen, die aufgrund der aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung in Frage kommen, erhalten einen Brief des Ersten Bürgermeisters mit rechtlichen Informationen und dem Angebot eines  Beratungsgesprächs.

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Scholz: Hamburg ist eine offene Einwandererstadt

Bürgermeister Scholz sagte in seinem Grußwort: „Hamburg ist eine offene und lebensfrohe Einwandererstadt. Die Menschen kommen hierher, weil man an Elbe und Alster gut leben und eine Perspektive finden kann.“ Er erklärte, dass Einwanderung oft mit Fremdheitsgefühlen einhergehe – „bei denen, die ankommen genauso wie bei denen, die schon da sind und deren Lebensumfeld sich durch die Hinzukommenden ebenfalls verändert. Man muss wissen und akzeptieren, dass es dauern kann, bis man die neue Heimat als heimelig, also als behaglich empfindet. Dabei ist es ganz sicher hilfreich, wenn man nicht nur abwartet, sondern auf andere zugeht, wenn man Aufgaben übernimmt und sich engagiert – in der Nachbarschaft, in der Schule, am Arbeitsplatz, vielleicht auch in der Politik.“

„Es gibt viele Herausforderungen zu bewältigen“, sagte Scholz mit Blick auf die Zukunft. „Das funktioniert am besten, wenn möglichst viele gemeinsam anpacken. Wir zählen auf Sie. Deutschland braucht Frauen und Männer mit Ideen und Energie. Wer sich einbringen will, mehrere Sprachen spricht und sich in verschiedenen Kulturen auskennt, ist gefragt – als Fachkraft in Betrieben und Unternehmen, als Erzieher oder Lehrer, als Polizist oder als Mitarbeiter in Behörden.“

Seit dem Start der Initiative des Bürgermeisters erhielten in Hamburg 34.122 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft. 2017 stammen die meisten Eingebürgerten aus Afghanistan, gefolgt von der Türkei und Polen. Mit der höchsten Einbürgerungsquote steht Hamburg im Ländervergleich nach wie vor bundesweit an der Spitze. An diese Erfolge soll die Neuauflage der Informationskampagne anknüpfen. Angeschrieben werden alle ausländischen Hamburgerinnen und Hamburger, die bei der vergangenen Einbürgerungsinitiative noch nicht die Voraussetzungen erfüllt hatten, mittlerweile aber für eine Einbürgerung in Betracht kommen.

Die Neubürger, die ihre Einbürgerungsurkunden vom Bürgermeister bei der Feier im Rathaus ausgehändigt bekamen,  stammten aus Bosnien-Herzegowina, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Kenia, Tschechien, Japan, der Mongolei, der Slowakei, der Ukraine, Mexiko, Italien, Irland, Österreich und Holland.

Informationen über den Weg zur Einbürgerung und die rechtlichen Bedingungen können auf der Internetseite www.einbuergerung.hamburg.de abgerufen werden.