Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Mobilitäts-Projekt Aus „firstmover“ wird „switchh“

Grünes Licht für switchh-Mobilitätspunkte in Ottensener Wohngebieten

Grünes Licht für switchh-Mobilitätspunkte in Ottensener Wohngebieten.

Das im vergangenen Jahr gestartete Mobilitäts-Projekt „firstmover.hamburg“ in den Stadtteilen Ottensen und Eimsbüttel geht in die Realisierungsphase: Am Montag hat der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona grünes Licht für Mobilitätspunkte unter dem Namen „switchh“ an vier Ottenser Standorten gegeben. Vorangegangen waren eine Befragung von rund 560 Bewohnerinnen und Bewohnern durch das Karlsruher Institut für Technologie sowie Bürgerworkshops in den beiden Stadtteilen.

Auf Basis der Befragungsergebnisse und des Feedbacks aus den Workshops haben die Projektpartner und Experten für geteilte Mobilitätsangebote von switchh verschiedene Standorte und deren Ausgestaltung herausgearbeitet. Das Besondere: Um dem konkreten Bedarf der Anwohner vor Ort gerecht zu werden, sind in Ottensen erstmals mehrere, kleinere switchh-Punkte mitten in Wohngebieten geplant. Dabei sollen so viele Standorte wie möglich mit E-Ladesäulen ausgerüstet werden, um die Elektrifizierung des städtischen Verkehrs voranzutreiben. An größeren Standorten ist auch die Integration von Elektro-Roller-Sharing sowie Platz für Lastenräder vorgesehen. Dazu ist eine Kooperation mit dem Betreiber von „emmy“, der bereits 150 E-Roller in Hamburg anbietet, in Vorbereitung. Konkret plant die Hamburger Hochbahn AG switchh-Punkte an folgenden Standorten in Ottensen:

  • Nernstweg mit zwei Carsharing-Stellplätzen
  • Planckstraße mit drei Carsharing-Stellplätzen sowie Raum für Lastenräder oder E-Roller
  • Holländische Reihe mit vier Carsharing-Stellplätzen und Raum für Lastenräder sowie E-Roller bzw. Fahrräder
  • Bei der Reitbahn mit vier Carsharing-Stellplätzen sowie Raum für Lastenräder, E-Roller und Fahrräder

Der erste switchh-Punkt soll noch in diesem Jahr errichtet werden.

„Wir wollen die Parkplatznot in dicht bebauten Quartieren lindern. Dafür bietet dieses Projekt eine Lösung an. Mit switchh bleibt zwar die Anzahl der Stellplätze so wie sie ist, weil sich aber mehrere Nutzer ein Auto teilen, ist der Bedarf auch geringer. Davon profitieren sogar diejenigen, die weiterhin aufs eigene Auto setzen“, sagt Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. „Konkret bringt switchh in Ottensen den Bewohnern ein Plus an Mobilitätsangeboten und Flexibilität direkt in die Wohngebiete. Das motiviert diejenigen, die das eigene Auto kaum bewegen und in der Regel bereits viel mit ÖPNV und Fahrrad unterwegs sind, ihre Mobilität zu erweitern“, so Rieckhof weiter.

Jens Brückner, Leiter der Stabsstelle Komplementäre Mobilität der Hamburger Hochbahn AG: „Mit dem städtischen Projekt firstmover ist es gelungen, nah am Puls der Bewohner konkrete Mobilitätsbedarfe auszumachen. Die Ergebnisse dieses Prozesses können wir von switchh nun nutzen, um im Quartier zielgenau die zugehörige Infrastruktur zu schaffen – und perspektivisch das Bewusstsein für den Nutzen geteilter Mobilitätsangebote zu stärken“

„Wir haben in diesem Projekt mit den Bürgern gemeinsam gezeigt, dass neue Technologien und innovative Mobilitätskonzepte eine wirkliche Alternative für eine Großstadt sein können. Hamburg ist damit im internationalen Vergleich wirklich führend“, sagt Thiemo Schalk, Projektleiter der BMW AG.

„Ich freue mich, dass die Ottenser switchh-Mobilitätspunkte nun in die Realisierungsphase starten. Den Bürgerinnen und Bürgern im dicht bebauten Ottensen eröffnet sich damit absehbar die Möglichkeit zur Nutzung dieses zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes“, sagt Dr. Liane Melzer, Bezirksamtsleiterin Altona.

Die Pläne für firstmover-Stationen in Eimsbüttel werden nach der Sommerpause im Kerngebietsausschuss der dortigen Bezirksversammlung zur Entscheidung vorgestellt.

Partner des Projekts sind die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die BMW AG, die Bezirksämter Altona und Eimsbüttel sowie die Hamburger Hochbahn AG.

Alle Informationen über das Mobilitäts-Projekt: www.firstmover.hamburg

Informationen zum Service von switchh: www.switchh.de