Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Förderprogramm Der Europäische Sozialfonds – Investitionen in Menschen

Halbzeitbilanz der aktuellen Förderperiode

In der aktuellen Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) 2014 bis 2020 fließen rund 150 Millionen Euro in 78 Projekte, von denen rund 45.000 Hamburgerinnen und Hamburger profitieren. An den Investitionen beteiligt sich der ESF mit rund 73 Millionen Euro, die übrigen Mittel kommen aus Landes- und Bundesmitteln sowie privater Beteiligung.

Europäischer Sozialfonds (ESF) in Hamburg: Halbzeitbilanz der aktuellen Förderperiode

vergrößern ESF-Kampagnenposter-2014 (Bild: www.esf-hamburg.de) Zur Halbzeit der aktuellen Förderperiode wurden 43 Projekte erfolgreich beendet, die von 2014 bis 2016 liefen. 35 Projekte wurden am 1. Januar 2017 gestartet. Damit sind die für die gesamte ESF-Förderperiode zur Verfügung stehenden Mittel bis 2020 vollständig gebunden.

Bislang erreichten die Projekte rund 26.500 Personen, darunter etwa 40 Prozent junge Menschen unter 25 Jahren. Unter anderem wurden 2.600 junge Menschen durch ESF-Projekte in Ausbildung vermittelt, 1.400 Personen fanden über ESF-Projekte einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz und 7.500 Hamburgerinnen und Hamburger konnten in ESF-Projekten erfolgreich beruflich qualifiziert werden.​​​​​​​

Senatorin Dr. Melanie Leonhard: „In Zeiten wachsender Europaskepsis lohnt es sich, den Blick auf die vielen positiven Wirkungen der europäischen Einigung zu lenken. Ein Beispiel, wie die Europäische Union den Menschen in Hamburg konkret hilft, ist der Europäische Sozialfonds (ESF). Mit diesem Fonds werden Projekte finanziert, die Beschäftigungschancen erhöhen, z.B. durch die Förderung von Ausbildung und Qualifizierung, sowie individuelle Benachteiligungen am Arbeitsmarkt abbauen. Seit 1990 wurden insgesamt rund 780 Mio. Euro in ESF-Projekte investiert, von denen rund 300.000 Hamburgerinnen und Hamburger profitierten.“

Hamburg verknüpft das ESF-Programm mit strategischen Ansätzen von Senat und Bürgerschaft in der Arbeits- und Sozialpolitik. Dazu gehören unter anderem die Jugendberufsagentur, die Hamburger Strategie zur Fachkräftesicherung, die Integration von Zuwanderern in Arbeit und das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Zahlreiche ESF-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt, einem wichtigen Baustein der Hamburger Fachkräftestrategie.

In Hamburg erfolgt die Vergabe der ESF-Mittel durch transparente Wettbewerbsverfahren, die von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration organisiert werden. Die so ausgewählten ESF-Projekte haben eine Laufzeit von drei bis vier Jahren. Während dieser Zeit begleitet und kontrolliert die Behörde die Umsetzung und die Erfolge der Vorhaben.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) wurde vor 60 Jahren mit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben gerufen und hat sich seither zum wichtigsten europäischen Instrument in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik entwickelt. Dazu erhalten alle Mitgliedstaaten Mittel aus dem ESF, die in Absprache mit der Europäischen Kommission nach den Bedarfen vor Ort eingesetzt werden.

Die Freie und Hansestadt Hamburg erhält seit 1990 und damit seit mehr als fünf Förderperioden Gelder aus dem ESF. In diesem Zeitraum sind 390 Millionen Euro aus Europa nach Hamburg geflossen. Der gleiche Betrag wurde von der Stadt, über Bundesmittel und durch private Beteiligung erhöht, so dass im Rahmen der ESF-Programme insgesamt 780 Millionen Euro in die Bereiche Arbeit, Soziales und Bildung investiert wurden. Dadurch konnten rund 300.000 Hamburgerinnen und Hamburger in ihrem beruflichen Fortkommen unterstützt werden.

Rückfragen der Medien:
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration 
Nora Obenaus, ESF-Öffentlichkeitsarbeit 
Telefon: (040) 42863-3959
E-Mail: esf-pr@basfi.hamburg.de
Internet: www.esf-hamburg.de 

Marcel Schweitzer, Pressesprecher
Telefon: (040) 42863-2889 
E-Mail: marcel.schweitzer@basfi.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/basfi