Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Verbraucherschutz Ungefährliche Eierproben in Hamburg

In 16 von 17 Proben war kein Fipronil nachweisbar

Untersuchungen von Eiern auf Fipronil, die als amtliche Proben in Hamburg genommen wurden, haben überwiegend unauffällige Ergebnisse erbracht. Insgesamt wurden 17 Proben mit jeweils 12 Eiern untersucht. Während 16 Proben unauffällig waren, wurde in einer Probe Fipronil nachgewiesen. Allerdings war der Gehalt so gering, dass kein gesundheitliches Risiko durch bereits verzehrte Eier besteht.

In 16 von 17 Proben war kein Fipronil nachweisbar

Ab 3. August wurden durch die zuständigen Bezirksämter in Hamburg drei Proben mit Eiern aus Hamburger Legebetrieben und zudem im gesamten Stadtgebiet 14 weitere Proben aus dem Handel gezogen. Die Herkunftsländer der Eier aus dem Handel waren Deutschland (10), die Niederlande (6) und Dänemark (1). Von allen gezogenen Proben waren nach den nun vorliegenden Ergebnissen der Laboranalysen des Institutes für Hygiene und Umwelt 16 Proben unbelastet. D.h. Fipronil wurde bei einer Nachweisgrenze von 0,002 mg/kg nicht festgestellt. In einer Probe von Eiern aus den Niederlanden wurden hingegen Rückstände von Fipronil (Summe von Fipronil und seinem Metaboliten Fipronilsulfon) von 0,017 ± 0,0085 mg/kg Frischgewicht nachgewiesen. Damit liegen diese Eier über dem zulässigen Höchstgehalt von 0,005 mg/kg Fipronil im Frischgewicht.

Die auf den Eiern der betreffenden Charge aufgebrachte Printnummer lautet: 0-NL-4293801 und wurde seitens des BfR in den bestehenden Warnmeldungen unter lebensmittel.de ergänzt. Eine gesundheitliche Gefährdung des Verbrauchers durch den gemessenen Gehalt an Fipronil-Rückständen kann nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) allerdings ausgeschlossen werden. Entsprechende Chargen wurden aus dem Handel genommen. Bereits gekaufte Eier können zur Verkaufsstelle zurückgebracht werden.

Zusätzlich zu den genannten Eiern wurden noch drei Proben von Eipulver untersucht. Es handelte sich um jeweils eine Probe Volleipulver, Eiweißpulver und Eigelbpulver aus den Niederlanden. In keiner dieser Proben war Fipronil nachweisbar.

Für den Hintergrund

Gemäß Stellungnahme Nr. 016/2017 des BfR vom 30. Juli 2017 kann eine Fipronilkonzentration von 0,72 mg/kg (Summe aus Fipronil und dem Sulfonmetabolit MB46136, berechnet als Fipronil) in Hühnereiern als maximale Konzentration angesehen werden, bei der für keine der untersuchten Verbrauchergruppen ein akutes gesundheitliches Risiko besteht, da die so genannte akute Referenzdosis (ARfD) nicht überschritten wird (s. www.bfr.bund.de)