Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Wissenschaft Richtfest für das Haus der Erde der Universität Hamburg

Neues Zentrum für Klimaforschung auf dem Campus an der Bundesstraße wächst weiter

Schmilzt das arktische Meereis? Bringt der Golfstrom in Zukunft noch genug Wärme nach Europa? Wie reagieren Wirtschaft und Gesellschaft auf den Klimawandel – und welche Konflikte um Land, Wasser und andere Ressourcen erwarten uns? Diese und weitere existentielle Fragen erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diverser Fachbereiche der Universität Hamburg ab Ende 2019 auf rund 22.000 Quadratmetern Nutzfläche im Haus der Erde auf dem Campus Bundesstraße. Das Baubudget beträgt rund 176 Millionen Euro.

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Richtfest für das Haus der Erde der Universität Hamburg

Im Beisein von rund 250 Gästen feiern Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen heute einen großen Meilenstein auf dem Weg zum neuen Campus im Herzen der Stadt - das Richtfest des Neubaus „Haus der Erde“ an der Bundesstraße.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Das Haus der Erde ist ein weithin sichtbares Bekenntnis Hamburgs zur Bedeutung der Klimaforschung: Mitten im Herzen der Stadt führen wir die seit Jahrzehnten erfolgreiche Hamburger Klima- und Erdsystemforschung an einem zentralen Ort zusammen – das erhöht die internationale Sichtbarkeit und wirkt sich positiv auf den gesamten Wissenschaftsstandort aus. Mit dem Neubau entsteht dabei nicht nur eine Heimat für zahlreiche Institute der Universität Hamburg, sondern auch für außeruniversitäre Einrichtungen. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ist einer der wesentlichen Gründe für die erfolgreiche Klimaforschung ‚made in Hamburg‘.“

Am Campus Bundestraße werden künftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg unter anderem aus den Bereichen Meteorologie, Geologie, Bodenkunde, Meereskunde sowie Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft forschen und lehren. Hierzu zählen insbesondere diejenigen, die am Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP) sowie dem Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) beteiligt sind. In unmittelbarer Nähe zum Neubau befinden sich zudem das Deutsche Klimarechenzentrum und das Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Ich freue mich, dass sich das Versprechen, das die Stadt gegenüber der Deutschen Forschungsgemeinschaft bei der Genehmigung des Exzellenzclusters CliSAP gegeben hat, nun erfüllt. Dies ist auch ein Zeichen im Hinblick auf die gerade stattfindende nächste Runde des Exzellenzwettbewerbs, bei dem wiederum der Bau und die Bereitstellung von Forschungsgebäuden erwartet werden wird.“

Das heutige Richtfest markiert in etwa die Halbzeit der Bauarbeiten, die im Sommer 2015 begonnen haben und nach aktueller Planung im Jahr 2019 abgeschlossen sein werden. Bereits jetzt ist das „Haus der Erde“ im Quartier präsent: 160 Meter zieht es sich allein an der Straße Am Schlump entlang, es ist erster Baustein des Campus Bundesstraße, der sich auf der anderen Seite der Bundesstraße fortsetzen wird. Das Baubudget beträgt 177 Millionen Euro. Darin enthalten sind Rückstellungen für Preissteigerungen, Kostenabweichungen und besondere Kostenrisiken. Die Realisierung erfolgt im Rahmen eines Mieter-Vermieter-Modells durch die stadteigene Gesellschaft GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH. Die Universität wird nach Fertigstellung das Gebäude übernehmen und anmieten.

Ewald Rowohlt, Geschäftsführer von GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH: „Mit dem „Haus der Erde“ erhält die Universität Hamburg ein exzellentes Gebäude zum Forschen und Lehren, das auch architektonisch besonders ist: Im Inneren gibt es wenige tragende Bauteile, so dass Labore sowie Büros und Verwaltungsflächen flexibel eingebaut und bei Bedarf auch geändert werden können. Außen sorgt roter Klinker dafür, dass sich das Gebäude trotz seiner Größe an die historisch gewachsene Umgebung anlehnt.“