Finanzbehörde

Konzernbilanz Jahresabschluss 2016 der Freien und Hansestadt Hamburg

Wirtschaftliches Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert

Jahresabschluss 2016 der Freien und Hansestadt Hamburg

Der Senat hat heute den Jahres- und Konzernabschluss 2016 der Freien und Hansestadt Hamburg festgestellt und die zweite vollständig doppische Haushaltsrechnung vorgelegt. Das bereinigte Ergebnis der Kernverwaltung (-559 Mio. Euro) hat sich gegenüber dem Vorjahr (-932 Mio. Euro) um 373 Mio. Euro verbessert. Noch positiver ist die Entwicklung auf Konzernebene. Hier konnte der Jahresfehlbetrag auf -223 Mio. Euro gesenkt werden. Dies entspricht einer Verbesserung des bereinigten Ergebnisses um 639 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-862 Mio. Euro).

„Hamburg hat die Herausforderungen gut bewältigt, die mit der Aufnahme, Versorgung und Integration einer hohen Zahl von Flüchtlingen verbunden waren. Zugleich sind wir bei der Konsolidierung des Haushalts einen großen Schritt vorangekommen“, sagte Finanzsenator Peter Tschentscher. Durch das Wachstum der Stadt, die richtigen Impulse für Investitionen und Wohnungsbau und die robuste Konjunktur habe sich die Ertragslage deutlich verbessert. Der doppische Fehlbetrag falle entsprechend niedriger aus, als er für das Jahr 2016 mit –1.231 Mio. Euro ursprünglich geplant war.

 Nachdem die Stadt seit 2011 ihr kamerales Defizit schrittweise verringert und in den letzten Jahren sogar Überschüsse im Gesamthaushalt erzielt hat, soll in den kommenden Jahren nunmehr auch das doppische Defizit schrittweise zurückgeführt werden. Dabei werden neben den aktuellen Ein- und Auszahlungen unter anderem auch alle Abschreibungen auf Investitionsgüter und Rückstellungen für künftige Verpflichtungen berücksichtigt.

 Der Jahres- und Konzernabschluss 2016 der Freien und Hansestadt Hamburg wird in Kürze unter www.hamburg.de/fb/haushaltsrechnungen-und-geschaeftsberichte/23794/start-geschaeftsberichte als PDF-Dokument zum Download bereit stehen. Die Druckfassung kann ab Mitte Oktober 2017 über die Pressestelle der Finanzbehörde bezogen werden.

Hintergrund 
Hamburg ist bislang das einzige Bundesland, das sich das Ziel gesetzt hat, alle Aufwendungen und Erträge auszugleichen. Bis 2024 sollen nicht nur zahlungswirksame, sondern auch nicht zahlungswirksame Vorgänge wie Abschreibungen oder künftige Belastungen in Form von Rückstellungen (etwa Pensionsverpflichtungen) durch Erträge ausgeglichen werden. Grundlage hierfür ist die seit 2015 in der Landeshaushaltsordnung festgeschriebene doppische Haushaltsrechnung und eine Haushaltsplanung, die das strukturelle doppische Defizit des städtischen Haushalts in gleichmäßigen jährlichen Schritten bis auf null verringert.