Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Wissenschaft CityScienceLab der HCU wird in Brüssel vorgestellt

Visionäres Stadtentwicklungsprojekt und EU-Wissenschaftspolitik zentrale Themen von Wissenschaftssenatorin Fegebanks Besuch im Hanse-Office

Das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU) ist eine Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dieses visionäre Projekt wird heute im Hanse-Office Fachexpertinnen und Fachexperten von EU-Institutionen, Unternehmen, Verbänden und Regionen und einer interessierten Öffentlichkeit von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs der HafenCity Universität, vorgestellt. Auf dem Programm stehen außerdem Gespräche mit der Europäischen Kommission zu aktuellen Fragen der Wissenschaftspolitik.

CityScienceLab in Brüssel

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam das CityScienceLab der HafenCity Universität in Brüssel vorstellen können. Die Hamburgerinnen und Hamburger kennen das Projekt auch unter dem Namen „Finding Places“, das bei der Suche von Flüchtlingsunterkünften geholfen hat. Dass Wissenschaft zu Lösungen von gesellschaftlichen Problemen beitragen kann, hat sich hier besonders gut unter Beweis gestellt. Jetzt wollen wir auch in Brüssel anhand dieses Beispiels zeigen, dass Hamburger Wissenschaft exzellent und relevant ist.“

Bei der Veranstaltung werden die im CityScienceLab entwickelten Ansätze für Bürgerbeteiligung im digitalen Zeitalter sowie die Möglichkeiten zur Nutzung städtischer Daten in der Stadtentwicklung aufgezeigt. In thematischen Einführungen, einer interaktiven Demonstration und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission werden die „CityScopes“ des CityScienceLabs präsentiert.

Die CityScopes sind interaktive, digitale Stadtmodelle, die vom CityScienceLab in Kooperation mit dem Massachusetts Institute for Technology (MIT) entwickelt worden sind. Mit ihnen können urbane Zusammenhänge analysiert und Entwicklungsszenarien simuliert werden. Die anschauliche und interaktive Darstellung dieser Szenarien ermöglicht die Wissensvermittlung und den Austausch auch mit Nicht-Fachleuten. Erfolgreich eingesetzt wurde das Tool in Hamburg 2016, als Hamburgerinnen und Hamburger im Projekt „FindingPlaces“ Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gefunden haben. Das Projekt wurde im Juli mit dem „UrbAct Good Practice Award“ der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs der HCU Hamburg: „Mit den CityScopes haben wir gemeinsam mit dem MIT ein technisch ausgefeiltes, datengestütztes Modell entwickelt, das auch Laien Lust macht, sich am Diskurs rund um die Entwicklung der eigenen Stadt zu einzubringen. Sein Potenzial zur politischen Meinungsbildung entfaltet sich erst durch eine konstruktive Beteiligung an den Diskussionen.“

Beim Besuch der Europäischen Kommission wird es auch um aktuelle Fragen der EU-Wissenschaftspolitik gehen wie die Ausgestaltung des zukünftigen EU-Forschungsrahmenprogramms FP 9, Wissenschaftsfinanzierung, Verhältnis von Forschung und Innovation und den geplanten European Innovation Council.

Über das City Science Lab:

Das CityScienceLab der HCU Hamburg ist eine Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dient als Forschungseinheit zur Untersuchung von Städten in der digitalen Zeit. Zur Diskussion von komplexen städtischen Zusammenhängen wurde im Rahmen der Kooperation mit dem MIT Media Lab 2015 erstmals das so genannte „City Scopes“ nach Deutschland geholt, das zunächst für das Projekt „FindingPlaces“ weiterentwickelt wurde.