Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Erfolg Universität Hamburg geht erfolgreich in die zweite Phase des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern

Nach Skizzen-Begutachtung dürfen nun vier Anträge geschrieben werden

Ein Gremium von 39 internationalen Expertinnen und Experten hat gestern Abend darüber entschieden, welche Universitäten in Deutschland einen oder mehrere Anträge für den Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern stellen dürfen. Die Universität Hamburg hat sich mit vier von fünf Antragsskizzen in dem stark kompetitiv organisierten Verfahren durchsetzen können und zählt damit zu den besten Universitäten im Wettbewerb. Insgesamt wurden 195 Skizzen von 63 Hochschulen eingereicht, von denen 88 nun eine Aufforderung zum Vollantrag erhalten.

Universität Hamburg geht erfolgreich in die zweite Phase des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich sehr, dass die Universität Hamburg so erfolgreich in die zweite Phase des Wettbewerbs einsteigt und nun vier Anträge stellen darf. Das ist eine beachtliche Leistung und schon jetzt eine Anerkennung ihrer Forschungsstärke. Bis hierher ist bereits sehr viel hervorragende Arbeit geleistet worden - dafür möchte ich denen, die zu dem Erfolg beigetragen haben, danken. Jetzt gilt es, den Schwung aus dieser positiven Entscheidung in die harte Arbeit für die Vollanträge mitzunehmen. Dafür wünsche ich allen Beteiligten größtmöglichen Erfolg und gutes Gelingen.“

Die folgenden Forschungsverbünde der Universität Hamburg sind zum Vollantrag aufgerufen:

Klimaforschung:Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)
Fragen wie: Ob und wie ist es möglich, die Erderwärmung auf zwei Grad oder besser noch 1,5 Grad Celsius zu begrenzen?

Photonen- und Nanowissenschaften: Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic ScaleFragen wie: Was bringt Atome dazu, sich in einer ganz bestimmten Weise zu bewegen und dadurch neue Strukturen mit besonderen Funktionalitäten zu erzeugen?

Quantenphysik:Quantum UniverseFragen wie: Was ist die Physik des Urknalls?

Manuskriptforschung: Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript CulturesFragen wie: Warum müssen wir Verträge unterschreiben?

Die Einreichung von Skizzen für Forschungsverbünde umfasste die erste Phase im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder. Die Entscheidung über Vollanträge der Exzellenzcluster erfolgt im September 2018. Dann werden ca. 45 bis 50 Exzellenzcluster in Deutschland jährlich mit rund 385 Mio. gefördert, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Sitzland bereitgestellt werden. Die zweite Förderlinie des Wettbewerbs widmet sich den „Exzellenzuniversitäten“, also der Auszeichnung gesamter Hochschulen. Bewerbungsvoraussetzung für die Auszeichnung „Exzellenzuniversität“ ist die Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Universitäten mit mindestens zwei (bei Verbünden mit mindestens drei) Exzellenzclustern können bis zum 10. Dezember 2018 Anträge für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten einreichen; über sie wird nach erfolgten Begutachtungen im Juli 2019 entschieden.

In der zurückliegenden Exzellenzinitiative förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft bereits zwei Exzellenzcluster an der Universität Hamburg: das Klima-Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP) und das „Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI), in dem es um die Beobachtung von Atombewegungen in Echtzeit geht. Beide wurden erneut zur Vollantragstellung aufgefordert.

Die Exzellenzstrategie

Mit der „Exzellenzstrategie“ soll der Wissen­schafts­standort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden. Damit soll die im Rahmen der 2005 initiierten Exzellenz­initiative erfolgreich begonnene Weiterentwicklung der deutschen Universitäten durch die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem fortgeführt werden.