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Förderung Lateinamerikas EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung mit Sitz in Hamburg auf dem Weg zur Internationalen Organisation

Die Bundesrepublik Deutschland hat gestern das internationale Übereinkommen zur Gründung der EU-LAC-Stiftung als Internationale Organisation ratifiziert. Sowohl Bundestag als auch Bundesrat hatten der Ratifizierung zuvor zugestimmt.

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EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung mit Sitz in Hamburg auf dem Weg zur Internationalen Organisation

Die EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung (EU-LAC-Stiftung) ist seit November 2011 in Hamburg ansässig. Ihre Gründung wurde 2010 auf dem VI. EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid beschlossen. Die Stiftung soll die politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und den Staaten Lateinamerikas sowie der Karibik unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure weiter vertiefen und die strategische Partnerschaft mit Leben füllen. Die Europäische Union ist der größte Investor in Lateinamerika und der zweitgrößte Handelspartner der Region. Mitte der neunziger Jahre wurde zunächst eine bi-regionale Partnerschaft mit Lateinamerika und der Karibikregion geschaffen. Mit der Gründung der EU-LAC-Stiftung wurde diese Partnerschaft auf eine neue Grundlage gestellt.

Hamburg als Sitz der Stiftung hat insbesondere durch seinen Hafen weit zurückreichende Handelsbeziehungen mit vielen Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Damit die EU-LAC-Stiftung ihre Arbeit schnell aufnehmen konnte, wurde sie zunächst als Stiftung deutschen Rechts organisiert. Die Errichtung einer Internationalen Organisation ist aufwändig und erfordert zunächst einen völkerrechtlichen Vertrag und dann eine Ratifizierung dieses Vertrages in allen Mitgliedsstaaten.

Auch wenn die Schwerpunkte der Arbeit der Stiftung internationaler Natur sind, ist sie auch in Hamburg selbst aktiv. So beteiligt sie sich etwa an der „Langen Nacht der Konsulate“, bei der jedes Jahr im Mai die Konsulate und internationalen Einrichtungen am Standort Hamburg ihre Arbeit vorstellen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Alle zwei Jahre findet ein Seminar in Kooperation mit dem GIGA statt. Ebenfalls zweijährig präsentiert die EU-LAC-Stiftung mit dem Festival „Lateinamerika-Herbst“ die Länder Lateinamerikas. Bis zum 21.12.2017 findet das diesjährige Festival unter dem Motto "Migranten und Reisende" statt.  

Die Direktorin der EU-LAC-Stiftung, Paola Amadei, sagt dazu: „Die Vorreiterrolle der Bundesrepublik Deutschland bei der Stärkung der guten Beziehungen zwischen Europa, Lateinamerika und der Karibik spiegelt sich wider in der zügigen und einmütigen Ratifizierung des internationalen Abkommens über die Umwandlung der EU-LAC-Stiftung in eine internationale Organisation. Die kontinuierliche Unterstützung seitens der föderalen und staatlichen Behörden ermöglicht uns, von Hamburg aus die Bindungen zwischen beiden Regionen mit einer Vielzahl an Aktivitäten und Projekten weiter zu fördern. Bei dieser Aufgabe sind wir nicht allein, sondern zählen in Deutschland auf wichtige Kooperationspartner wie etwa das GIGA Institut, das Ibero-Amerikanische Institut, den Lateinamerika Verein und das Institut für Auslandsbeziehungen.“

Der Bevollmächtigte beim Bund, bei der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten, Staatsrat Wolfgang Schmidt, freut sich über die Ratifizierung durch die Bundesrepublik Deutschland: „Hamburg ist und bleibt als weltoffene Hafenstadt mit traditionsreichen Kontakten nach Lateinamerika der ideale Ort für den Sitz der Stiftung. Seit November 2011 arbeitet die EU-Lateinamerika/Karibik Stiftung erfolgreich in Hamburg, zunächst unter deutschem Recht. Jetzt erhält die Stiftung durch die Anerkennung als Internationale Organisation endlich das nötige Rüstzeug um ihr ehrgeiziges Mandat zu erfüllen.“

Mehr Informationen finden Sie auch unter:

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http://www.hamburg.de/eulac/