Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Senioren „Hamburger Hausbesuch“ für ältere Menschen setzt auf Sicherheit

Senat schafft Rechtsgrundlage für Pilotprojekt der Gesundheitsbehörde in Eimsbüttel und Harburg

2018 führt Hamburg mit dem „Hamburger Hausbesuch“ in Eimsbüttel und Harburg präventive Besuche für ältere Menschen ab 80 Jahren ein. Es handelt sich dabei um ein aufsuchendes, für die Bürgerinnen und Bürger freiwilliges und kostenloses Informations- und Beratungsangebot. Der Senat hat heute den Gesetzentwurf zur Änderung des Hamburgischen Gesundheitsdienstgesetzes beschlossen, das die rechtliche Grundlage für das Pilotprojekt bildet. Der Entwurf wird nun der Bürgerschaft zugeleitet.

Senat schafft Rechtsgrundlage für Pilotprojekt der Gesundheitsbehörde in Eimsbüttel und Harburg

„Mit dem Hamburger Hausbesuch wollen wir Seniorinnen und Senioren über die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der Stadt informieren, eventuelle Hilfebedarfe erkennen und bei einer drohenden Einsamkeit rechtzeitig handeln können. Dafür hat der Senat heute die rechtliche Grundlage auf den Weg gebracht“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Alle älteren Menschen in den beiden Bezirken Eimsbüttel und Harburg sollen zu ihrem 80. Geburtstag neben den Glückwünschen ein schriftliches Besuchsangebot mit einem Terminvorschlag für einen Hausbesuch von der Stadt erhalten. Jüngere beziehungsweise auch ältere Seniorinnen und Senioren aus Eimsbüttel und Harburg können auf eigene Nachfrage hin das Hausbesuchsangebot ebenfalls in Anspruch nehmen. Das freiwillige Angebot für einen Besuch gilt darüber hinaus auch für Seniorinnen und Senioren, die in stationären Einrichtungen leben.

Beim Hausbesuch informieren Fachkräfte ältere Menschen in einem persönlichen Gespräch je nach Wunsch und Bedarf über bestehende Unterstützungsmöglichkeiten und soziale Angebote, wie zum Beispiel über Treffpunkte oder Besuchs- und Begleitdienste. Auf Wunsch werden Kontakte zu passenden Angeboten hergestellt. Daneben sollen auch die Meinungen der Besuchten zur Gestaltung ihres Wohnumfeldes erfragt werden, um weitere Anregungen für eine generationenfreundliche Quartiersgestaltung zu gewinnen.

Beim Hamburger Hausbesuch wird unter anderem auf die Sicherheit der Besuchten und die Freiwilligkeit des Angebotes wert gelegt. Seniorinnen und Senioren haben die Möglichkeit, das Gespräch jederzeit zu beenden zu können, wenn sich Bedenken einstellen. Personenbezogene Daten werden nur verwendet, um die älteren Bürgerinnen und Bürger benachrichtigen zu können. Der Hamburger Hausbesuch soll durch eine Fachstelle koordiniert und mit qualifizierten Fachkräften (zum Beispiel Pflegekräften, Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, Pädagogen, Gesundheitswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler) durchgeführt werden. Diese werden spezielle Ausweise mit sich tragen, um sich bei einem Besuch an der Haustür ausweisen zu können. Dies soll eventuellen Betrugsversuchen vorbeugen und den älteren Menschen die Sicherheit geben, die erwartete Fachkraft schnell identifizieren zu können.