Behörde für Kultur und Medien

Intendant Thalia Theater Aufsichtsrat verlängert Vertrag mit Joachim Lux bis 2024

Joachim Lux plant als Intendant des Thalia Theaters neue künstlerische Projekte unter dem Titel „Plattform Europa – Thalia international“

  

Aufsichtsrat verlängert Vertrag mit Joachim Lux bis 2024

Der Aufsichtsrat des Thalia Theaters hat heute einstimmig die Verlängerung des noch bis 2019 laufenden Vertrages von Joachim Lux als Intendant des Thalia Theaters bis 2024 beschlossen. Lux ist seit 2009 Intendant des Thalia Theaters. Direkt im Anschluss an die Sitzung hat Joachim Lux seinen Vertrag gemeinsam mit Senator Dr. Carsten Brosda unterzeichnet. Das Thalia Theater plant neue künstlerische Projekte unter dem Titel „Plattform Europa – Thalia international“.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien sagt zur Entscheidung des Aufsichtsrats: „Ich freue mich sehr, dass Joachim Lux als Intendant seine erfolgreiche Arbeit am Thalia Theater fortsetzen und das Profil des Hauses als deutlich wahrnehmbare Stimme in der Stadtgesellschaft und weit darüber hinaus weiter schärfen wird. Er hat das Thalia Theater als Stadttheater und Diskursort programmatisch gefestigt und mit anderen kulturellen Partnern, zuletzt gemeinsam mit Kampnagel im Rahmen des Theaterfestivals ‚Theater der Welt‘, die Bühne neuen und vor allem internationalen Perspektiven weiter geöffnet. Mit dem neuen Projekt ‚Plattform Europa – Thalia international‘ wird Joachim Lux diese Perspektive konzeptionell, wie künstlerisch vertiefen und dem heute so dringend nötigen kulturellen Austausch im Thalia Theater einen Ort geben. Es ist wichtig, dass wir diese internationale Perspektive des Theaters dauerhaft stärker in unserer Stadt verankern. Wir haben daher im Rahmen der Vertragsverlängerung mit Joachim Lux nicht nur vereinbart, die Grundfinanzierung der Lessingtage zu sichern, sondern auch den neuen Programmschwerpunkt ‚Plattform Europa – Thalia international‘ gesondert zu fördern. Mit Joachim Lux und seinem hervorragendem Ensemble kann sich Hamburg auf weitere kulturelle Höhepunkte aus dem Thalia Theater freuen.“

Joachim Lux erklärte nach der Sitzung des Aufsichtsrats: „Das Thalia steht derzeit für ein starkes Ensembletheater und für die Entwicklung einer neuen, jungen Regiegeneration, die hier ungewöhnlich zahlreich vertreten ist. Ich freue mich sehr darauf, hieran anzuknüpfen und beim Aufbruch in die Zukunft zugleich neue Wege zu gehen: Angesichts der Dynamik in unseren Gesellschaften braucht es neue Impulse, Veränderungen und Reformen – auch und gerade in der Kulturarbeit. 

In diesem Sinne sehe ich insbesondere zwei große Herausforderungen: Ich möchte das Thalia als Stadttheater mit seinen zentralen Säulen Ensemble, Literatur und Repertoire als Modell für die Zukunft weiterentwickeln. Anstatt dieses Modell fahrlässig zur Disposition zu stellen, geht es darum, im Dialog mit den Künstlern neue Spielräume zu erkämpfen. 

Plattform Europa - Thalia International

Außerdem wird das Thalia in den kommenden Jahren das Sonderprojekt ‚Plattform Europa -Thalia International‘ entwickeln. Wir dürfen nicht aufhören, den europäischen Traum zu träumen, über die republikanischen Werte Europas nachzudenken und in unseren Stadtgesellschaften Raum für die Begegnung mit anderen Europäern und Anrainern Europas zu schaffen. Denn der neue Protektionismus ist zuallererst ein kultureller. Das Thalia lädt als Stadttheater richtungsweisende Schauspielaufführungen und Themen aus dem europäischen Raum nach Hamburg ein und wird im Laufe der kommenden Jahre selbst europäischer. 

Hamburg hat im Konzert der europäischen Städte eine wichtige Rolle und ist mit seiner liberalen republikanischen Stadtgesellschaft hierfür der ideale Ort. Am 9. November 2018 – genau hundert Jahre nach der Ausrufung der ersten deutschen Republik – feiert das Thalia seinen 175. Geburtstag. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, um über die Zukunft des Theaters und die Rolle der Kultur in Europa öffentlich nachzudenken. Das soll der Startschuss für die Entwicklung des Thalia in den kommenden Jahren sein. 

Ich danke den politisch Verantwortlichen – und hier insbesondere dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und dem Kultursenator Carsten Brosda, dass sie diesen Weg mitgehen und entsprechende Handlungsspielräume ermöglichen.“