Behörde für Kultur und Medien

Gewerbe und Opernwerkstätten „Nächster Halt: Neuer Huckepackbahnhof“

Neuer Impulsgeber für intelligentes Stadtwachstum in Hamburg zeigt Gesicht 


„Nächster Halt: Neuer Huckepackbahnhof“

Die Entwicklung des Neuen Huckepackbahnhofs und des Billebogens im innenstadtnahen Stadtteil Rothenburgsort stärkt die vielfältige Entwicklung Hamburgs im Zusammenspiel mit der benachbarten HafenCity, mit Hamburgs zweitgrößtem Industriestandort Billbrook im Osten und mit der künftigen Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook auf der südlichen Elbseite. Mit der Fertigstellung der wesentlichen Straßeninfrastruktur und dem baulichen Fortschritt der Werkstätten und -fundi für die Hamburgische Staatsoper erhält der Neue Huckepackbahnhof bereits ein Gesicht. 
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Der Billebogen mit seinen hoch verdichteten Gewerbeclustern und Serviceangeboten ist für Unternehmen wie Besucher gleichermaßen interessant. Er verfügt außerdem über attraktive Freiräume und gute Verbindungen in benachbarte Quartiere. Die Opernwerkstätten und Opernfundi am Neuen Huckepackbahnhof bilden den Auftakt zu unserem Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Wir schaffen hier die Grundlage für ein neues städtisches Quartier, einen neuen innovativen Produktionsstandort im Herzen der Stadt.“

Standort für moderne Produktion, Forschung und Entwicklung 

Auf dem Neuen Huckepackbahnhof werden 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätze geschaffen, die für die Nachbarschaft neue Impulse setzen und mit denen auch für die in der Umgebung Wohnenden neue Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten entstehen. Seit Sommer 2017 wurde mit dem Straßennetz auch die innovative Konzeption des Standorts für Urbane Produktion, Dienstleistungen und mehr sichtbar: Das Gelände wurde für einen neuen Typus Gewerbebauten aufgehöht, sodass zur Straßenseite eine repräsentative Adresse, zur Rückseite unterdessen eine tiefer liegende Logistikebene entsteht. Die künftigen Gebäude ermöglichen flexible Geschosse mit Raumhöhen von 4,80 bis 8 Meter, die als Produktionshallen und andere Fertigungseinheiten nachhaltig genutzt werden können und vertikal übereinander liegen, statt in die Fläche zu gehen. Auch Raum für Hotel, Gastronomie, Kultur und soziale Infrastruktur entsteht. Der Neue Huckepackbahnhof bietet so einen zentralen Chancenraum im Herzen Hamburgs für moderne Produktion, Forschung und Entwicklung.

Neue Verkehrslösungen 

Ein multiples Erschließungskonzept mit attraktiven Wegen integriert den Neuen Huckepackbahnhof künftig intensiv mit der Umgebung und stärkt dabei ÖPNV-, Rad- und Fußgängerverbindungen. Bis Ende November 2017 erarbeitet die Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, eine Tochter der HafenCity Hamburg GmbH, zusammen mit dem Bezirk Hamburg-Mitte den Funktionsplan, der 2018 in einen Bebauungsplan mündet. 

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Billebogen Entwicklungsgesell-schaft mbH & Co. KG: „Die Entwicklung des Neuen Huckepackbahnhofs ist ein wichtiges Signal, Stadtentwicklung noch stärker integriert zu denken, auch wenn aufgrund der Lärmbelastungen an dieser Stelle Wohnen nicht im Mittelpunkt stehen kann.“

Werkstätten sowie Kulissen-, Kostüm- und Maskenfundus für die Hamburgische Staatsoper 

Für die Hamburgische Staatsoper entstehen auf dem Neuen Huckepackbahnhof neue Gebäude für die Dekorationswerkstätten und Masken-, Kostüm- und Kulissenfundi, die erstmals an einem Ort zusammengeführt werden. Die Entscheidung für den Umzug resultierte wesentlich aus dem Vorhaben des Senats, auf dem durch den Umzug in Barmbek frei werdenden Areal 675 Wohnungen zu bauen. 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit den neuen Werkstätten und -fundi für die Hamburgische Staatsoper schaffen wir die Voraussetzungen für einen modernen, zukunftsfähigen Theaterbetrieb. Die Arbeitsbedingungen und -abläufe werden sich erheblich verbessern. Durch die Entscheidung für den Standort am Neuen Huckepackbahnhof hat der Senat außerdem einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Billebogens gesetzt. Hier greifen Kultur und Stadtentwicklung optimal ineinander."
Dr. Ralf Klöter, Geschäftsführender Direktor der Hamburgischen Staatsoper: „Mit dem Umzug der Opernwerkstätten und -fundi an den Neuen Huckepackbahnhof entstehen für den Opern- und Ballettbetrieb der Hamburgischen Staatsoper Werkstätten und Fundi auf dem neuesten technischen Stand, die ein optimales Arbeiten ermöglichen. Mit der Schaffung eines zentralen Aufbauraums entsprechen die einzelnen Werkstätten in Größe und Ausstattung den zeitgemäßen Anforderungen sowie den aktuellen Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und ermöglichen künftig effiziente Arbeitsbedingungen. Der neue Kulissenfundus mit dem Hochregallagersystem mit Kulissenwagen sichert zudem eine schonende Lagerung der Bühnendekorationen.“

Effiziente Arbeits- und Produktionsorte

Der von dem Hamburger Architekturbüro DFZ-Architekten erstellte Entwurf gliedert den Neubau in drei Gebäudeteile. Auf insgesamt rund 19.700 Quadratmetern umfasst der Gebäudekomplex außerdem Gewerke wie die Schlosserei, die Tischlerei oder die Theatermalerei. Mit dem Neubau der Opernwerkstätten und -fundi wurde die städtische Sprinkenhof beauftragt. Das Projekt wird in Höhe von 68,4 Millionen Euro auf Grundlage der neuen Immobilienstrategie des Hamburger Senats im Mieter-Vermieter-Modell umgesetzt. Nachdem im November 2016 mit dem Rohbau begonnen wurde, wird der Kulissenfundus der erste Gebäudeteil sein, der im Dezember 2017 fertiggestellt wird. Die Arbeiten an den Dekorationswerkstätten, dem Kostüm- und dem Maskenfundus sollen voraussichtlich im Sommer 2018 beendet werden.

Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit der Realisierung der Opernwerkstätten und –fundi für die Hamburgische Staatsoper einen zukunftsfähigen Neubau zu errichten, der den Anforderungen einer kulturell ambitionierten Spielstätte gerecht wird. Dieses im Wege des Mieter-Vermieter-Modells realisierte Bauvorhaben sichert die von der Freien und Hansestadt Hamburg angestrebte langfristig effiziente und werthaltige Gebäudenutzung.“ 

Pressekontakt
Henrike Thomsen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HafenCity & Billebogen 
HafenCity Hamburg GmbH 
Tel. (040) 37 47 26-20;  E-Mail: thomsen@hafencity.com 

Lars Vieten, Unternehmenskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Sprinkenhof GmbH 
Tel. (040) 33954-325;  E-Mail: lars.vieten@sprinkenhof.de 

Enno Isermann | Pressestelle der Behörde für Kultur und Medien
Telefon: 040/ 428 24 - 207
E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bkm