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Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt Hamburg baut seine internationale Kompetenz in der Luftfahrtforschung aus

Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt eröffnet zwei Institute am ZAL

Mit der Eröffnung zweier Institute des DLR in Hamburg unterstreicht die Hansestadt ihren Exzellenzanspruch in  der Luftfahrtforschung national und international. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, wurden die neuen Forschungsinstitute im ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung auf Finkenwerder aus der Taufe gehoben. Das Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt wird sich vor allem auf die digitale Entwicklung von zukünftigen Flugzeugtypen und die Übertragung in neuartige Produktionsprozesse konzentrieren („Digitales Flugzeug“). Das Institut für Instandhaltung und Modifikation bündelt die Forschung rund um den Flugzeugbetrieb und wird sich auf die Entwicklung von neuen Wartungs- und Datenauswertungsmethoden spezialisieren („Digitaler Zwilling“). Beide Institute werden je 80 Mitarbeiter im ZAL aufbauen, Hamburg bekommt damit den Status eines offiziellen Sitzlands des DLR.  Das Hamburger Luftfahrtforschungszentrum, das zu den modernsten der Welt zählt und für 600 Arbeitsplätze ausgelegt ist, ist damit keine zwei Jahre nach seiner Eröffnung voll vermietet. Mit über 40.000 hochqualifizierten Beschäftigten in über 300 Unternehmen & Institutionen ist Hamburg der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt und die Luftfahrt eine der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Hamburg hat dabei den entscheidenden Vorteil, in allen Feldern entlang des Lebenszyklus eines Flugzeugs – von der Vorentwicklung bis zum Recycling – Know-How von Weltruf am Standort zu vereinen.

Hamburg baut seine internationale Kompetenz in der Luftfahrtforschung aus

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Wir freuen uns über die Entscheidung des DLR, Hamburg zu einem seiner Sitzländer zu machen. Aus der engen Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen Innovationen, die zukunftsweisend für die gesamte Branche sein werden. Das ZAL ist ein Ort für innovative Ideen, aus denen am Ende neue Produkte für die Luftfahrtindustrie entstehen.“

„Wir freuen uns nun auch in Hamburg an einem der weltweit größten Standorte der zivilen Luftfahrt mit zwei neugegründeten DLR-Instituten vertreten zu sein und im ZAL eng mit unseren Industriepartnern in der anwendungsorientierten Forschung zusammenzuarbeiten“, sagt Prof. Pascale Ehrenfreund anlässlich der Eröffnung.

Die neuen Institute werden in den kommenden Jahren mit jährlich zehn Millionen Euro im Rahmen der gemeinsamen Bund-Länder-Finanzierung gefördert, zu der die Stadt Hamburg einen Sitzlandbeitrag von rd. 1,6 Millionen Euro pro Jahr leistet. Darüber hinaus stellt die Stadt in der Aufbauphase bis Ende 2018 weitere zwei Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung.

Für die industrienahe Forschung ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmen aus Industrie und Mittelstand erforderlich. Aus diesem Grund ist das Institut im ZAL beheimatet. Das DLR hat hier die Möglichkeit, gemeinsam mit einer Vielzahl von Industriepartnern aus dem Luftfahrtbereich, darunter sowohl Airbus und Lufthansa Technik als auch Zulieferer und Start-Ups, im selben Gebäude und an gemeinschaftlich genutzten Großversuchsträgern zu forschen.

Eine enge Abstimmung der aufzubauenden Forschungskompetenz für eine bestmögliche Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse bei den Industriepartnern hat bereits begonnen. Über die regionale Vernetzung hinaus wird partnerschaftliche Forschung mit einer Vielzahl deutscher und internationaler Unternehmen angestrebt.

Das ZAL – Hamburgs Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung – ist das technologische Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk der zivilen Luftfahrtindustrie in der Metropolregion Hamburg. In enger Abstimmung mit dem Luftfahrtcluster Hamburg Aviation bündelt das ZAL die Technologiekompetenz der Hansestadt in einer zentralen Einrichtung und schafft so Synergieeffekte. Hierfür vernetzt das ZAL Industrie und Wissenschaft, etabliert eine anwendungsnahe Innovationskultur und stellt seinen Partnern modernste Infrastrukturen für Forschung und Entwicklung zur Verfügung.