Senatskanzlei

Empfang im Rathaus Scholz: „Unsere Freundschaft hält Europa zusammen.“

Senatsempfang: Olaf Scholz würdigte heute den deutsch-französischen Austausch in der Hansestadt

Vom 23. bis zum 26. November 2017 findet der Jahreskongress „Deutschland und Frankreich – Fruchtbare Gegensätze“ der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG) und der Fédération des Associations Franco-Allemandes pour l’Europe (FAFA) in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg statt. Hamburgs Erster Bürgermeister, der zugleich Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für die kulturellen Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit ist, hat die Schirmherrschaft übernommen. Zugleich feiert die Deutsch-Französische Gesellschaft Cluny e. V. Hamburg ihren 70. Jahrestag.

Scholz: „Unsere Freundschaft hält Europa zusammen.“

Hamburgs Erster Bürgermeister und Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für die kulturellen Angelegenheiten Olaf Scholz: „Auch heute brauchen wir, braucht Europa, die Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland. Unsere Freundschaft hält Europa zusammen. Wir kennen die Höhen und Tiefen. Wenn die Europäische Union an ihren Rändern auszufransen beginnt, dann ist es an uns, zu versichern: Wir werden gemeinsam weiterhin intensiv an diesem großartigen Einigungsprojekt arbeiten. Das Engagement der Deutsch-Französischen Gesellschaften ist ein enorm wichtiger Beitrag. Die Deutsch-Französische Gesellschaft „Cluny“ ist in unserer Stadt ein wertvoller Baustein zu diesem Werk, seit siebzig Jahren.“

Generalkonsul Frankreichs in Hamburg, Laurent Toulouse: „Dieser Kongress wird ein wichtiger Moment in den deutsch-französischen Beziehungen sein. Er wird während mehr als drei Tagen hunderte Personen in Hamburg zusammenbringen, die sich ehrenamtlich in deutsch-französischen Projekten engagieren. Man kennt das offizielle Gesicht der Beziehungen zwischen Paris und Berlin, verkörpert vom Präsidenten und der Kanzlerin, aber man kennt weniger die Arbeit, die von den deutsch-französischen Gesellschaften sowohl in Deutschland als auch in Frankreich geleistet wird.

Deren vielseitiger Ansatz – mit Austauschen und Kulturbegegnungen, Reisen, Lesekreisen, Schüleraus-tausch, Begegnungen von Familien, etc. – ist in der Geschichte verankert. Die ersten deutsch-französischen Gesellschaften sind lange vor dem Elysée-Vertrag von 1963 geboren worden. Ihre Aktivitäten geben den deutsch-französischen Beziehungen eine einzigartige menschliche, zivile und demokratische Qualität. In einer Zeit, wo Frankreich dazu aufruft, das europäische Projekt neu aufzustellen, wissen wir, dass die deutsch-französischen Gesellschaften wertvolle und der Zukunft zugewandte Partner sind.“

Präsidentin der VDFG, Dr. Margarete Mehdorn: „Die Geschichte Deutschlands und Frankreichs seit dem Zweiten Weltkrieg ist eine Geschichte der fruchtbaren Gegensätze, eine Geschichte die zeigt: Gegensätze zu erkennen und sie anzunehmen ist der erste Schritt ist für Annäherung und Versöhnung, Verstehen und Verständigung und schließlich Toleranz, Freundschaft und wertschätzende Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Frankreich und Deutschland haben historisch und kulturhistorisch bedingt in vielen Dingen ganz unterschiedliche Ansätze. Aber eben wegen dieser Gegensätze bieten deutsch-französische Kompromisse die Chance, eine Akzeptanz in der gesamten EU zu finden.“

Thematisch behandelt der Kongress die Chancen einer Verbesserung des gegenseitigen Verstehens der beiden Länder sowie die sprach- und bildungspolitische Erneuerung. Deutsche und Franzosen suchen in den vier Tagen gemeinsam nach neuen Ideen für die deutsch-französische Partnerschaft.

Weitere Informationen:
http://www.vdfg.de/kongress-2017-willkommen-in-hamburg/
http://cluny.de/veranstaltungen/kongress-2017/