Soziale Wohnraumversorgung wird gestärkt
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat mit SAGA GWG vereinbart, dass diese jährlich mindestens 3.000 berechtigte Haushalte mit Sozialwohnungen versorgt, davon mindestens 1.700 mit Dringlichkeitsschein. Die Vereinbarung gilt bis 2019. Dr. Stephan Hugo Winters, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir die soziale Wohnraumversorgung und setzen dem Auslaufen der Sozialbindungen bei Teilen des Sozialwohnungsbestandes etwas entgegen.“
Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender SAGA GWG: „Mit der getroffenen Vereinbarung zur öffentlich geförderten Wohnraumversorgung unterstreichen wir unsere langfristig mit der Stadt Hamburg abgestimmte Zielsetzung, die Stadtqualität, den Klimaschutz und den sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren der Freien und Hansestadt zu stärken. In Verbindung mit einer sozial verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Mietenentwicklung sehen wir darin einen wichtigen Beitrag zu einer integrierten Stadtentwicklung."
Hamburg hat derzeit etwa 100.000 Sozialwohnungen. Die Anzahl geht in den nächsten Jahren durch das Auslaufen der Sozialbindungen zurück. Insbesondere für Wohnungsuchende mit Dringlichkeitsschein kann es bedeuten, dass sie nicht sofort eine freie Wohnung bekommen können. Vor diesem Hintergrund haben die BSU und SAGA GWG einen Rahmen definiert, unter dem eine verlässliche Versorgungsperspektive insbesondere für diese Gruppe von Wohnungsuchenden geboten werden kann. Diese Vereinbarung kann als Vorbild dienen: Auch mit anderen Wohnungsunternehmen, insbesondere aus dem Genossenschaftsbereich, wollen wir Gespräche in diese Richtung führen.
Im Gegenzug zur Versorgungsverpflichtung erhält SAGA GWG das Recht, Sozialwohnungen frei zu belegen. Für die Stadtteile Altona-Altstadt, Neustadt, Ottensen, Schanzenviertel, St. Georg und St. Pauli gilt dabei die Sonderregel, dass bei Belegung einer Sozialwohnung mit einem eigentlich nicht berechtigten Haushalt die entsprechende Austauschwohnung im gleichen Stadtteil liegen muss. Damit wird Verdrängungsgefahren in Szenestadtteilen vorgebeugt.

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