Kulturbehörde

Kunst im öffentlichen Raum

Hamburg benennt unabhängige Stadtkuratorin für Kunst im öffentlichen Raum

Sophie Goltz wird in den kommenden zweieinhalb Jahren ein Konzept für Kunst im öffentlichen Raum erarbeiten

29. Mai 2013

Hamburg geht neue Wege im Rahmen des seit 1981 vom Senat eingesetzten Programms „Kunst im öffentlichen Raum“. Gemeinsam mit der Kunstkommission der Kulturbehörde wurde im vergangenen Jahr das Projekt für einen Stadtkurator für Kunst im öffentlichen Raum entwickelt. Aufgabe und Ziel des Kurators ist es, innerhalb dieses bundesweit bislang einmaligen Experiments ein innovatives Konzept für die Kunst im öffentlichen Raum in Hamburg zu erarbeiten, Projekte zu realisieren, eine neue Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen und möglicherweise Perspektiven für eine zukünftige modifizierte Gestaltung und Umsetzung des Programms zu entwickeln. Hierfür wird der Stadtkurator zweieinhalb Jahre in Hamburg vor Ort sein und soll ausdrücklich die überregionalen und Hamburger Künstlerinnen und Künstler und die kunstrelevanten Adressaten der Stadt einbinden.

Auf eine überregionale Ausschreibung gingen insgesamt 31 Bewerbungen in der Kulturbehörde ein. Aus diesen Bewerbungen wurden sieben Bewerberinnen und Bewerber zur Teilnahme am Endauswahlverfahren eingeladen und gebeten, ein ausgearbeitetes Konzept einzureichen. Fünf Bewerberinnen und Bewerber haben sich – um dem Auswahlverfahren eine größere Transparenz zu geben – vor einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Vorstellung der hochkarätigen Konzepte in der Patriotischen Gesellschaft war mit rund 100 Teilnehmern ausgesprochen gut besucht. Aus diesen profilierten Kandidatinnen und Kandidaten wurde jetzt die Berliner Kuratorin Sophie Goltz ausgewählt. Die Jury überzeugte das ungewöhnliche kuratorische Konzept, das der Kunst im öffentlichen Raum neue Perspektiven eröffnet.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Mit dem 1981 ins Leben gerufenen Programm ‚Kunst im öffentlichen Raum’ hat Hamburg für öffentliche Kunst einen innovativen und experimentellen Anspruch formuliert. An diese Tradition wollen wir mit dem Konzept des Stadtkurators anknüpfen. Es soll den aktuellen Stand der Debatte um Kunst im urbanen Kontext reflektieren und weitertreiben, und neue Formate der Ausstellung und der Kunstproduktion ermöglichen. Wir erhoffen uns von der Arbeit der Stadtkuratorin auch Impulse für die Kulturszene Hamburgs. Ich wünsche Sophie Goltz viel Erfolg bei der Arbeit in Hamburg und hoffe, dass sie die notwendige Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern und gerne auch von Sponsoren erfährt.“

Sophie Goltz, 1975 in Dresden geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2008 arbeitet sie am Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.), wo sie eigene Ausstellungen und Programme konzipiert und realisiert. Ihre kuratorischen Projekte sind von einem politischen Anspruch an künstlerische Produktion geleitet.

Sophie Goltz: „Ich freue mich über die Wahl zur Stadtkuratorin und bedanke mich herzlich bei der Jury. Zuletzt in einer öffentlichen Institution arbeitend, sehe ich es als große Herausforderung im urbanen öffentlichen Raum neue Impulse einer zeitgenössischen Kunst zu setzten. Die Stadt Hamburg als erinnerungspolitischer Raum wird eine wichtige Rolle spielen.“

Sophie Goltz wird ab Juli für zweieinhalb Jahre in Hamburg vor Ort sein. Für die Realisierung der Projekte stehen in diesem Zeitraum 200.000 Euro zur Verfügung. Für weitere finanzielle Unterstützung sollen zudem auch Sponsoren gefunden werden.

Unten im Download finden Sie ein hochauflösendes Foto von Sophie Goltz zum Herunterladen (Foto: Charlotte Duale).

29. Mai 2013

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