Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Prostituiertenschutzgesetz Gesundheitliche Beratung für Prostituierte

Zum 1. Juli 2017 ist das "Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen" – auch Prostituiertenschutzgesetz genannt – (ProstSchG) in Kraft getreten. ​​​​​​​Diese Seite informiert über die gesundheitliche Beratung in Hamburg.

Gesundheitliche Beratung für Prostituierte in Hamburg nach § 10 des Prostituertenschutzgesetzes

Wie bekomme ich einen Termin zur gesundheitlichen Beratung?

Die telefonische Terminvereinbarung ist möglich ab dem 1. September 2017.
Die Telefonnummer für Termine ist:

040-42837-4120

Sie erreichen uns in den Öffnungszeiten (siehe unten). Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung auch an, in welcher Sprache Sie beraten werden möchten. Wir beraten auf Deutsch und Englisch und nutzen für weitere Sprachen Dolmetscher.

Öffnungszeiten der Beratung

(geöffnet ab 2. Oktober 2017, Beratung nur mit Termin)

Montag

13-16 Uhr
Dienstag
9-12 Uhr
13-16 Uhr
Mittwoch
9-12 Uhr
13-16 Uhr
Donnerstag
9-12 Uhr
13-16 Uhr
Freitag
9-12 Uhr

Fremdsprachige Sprechzeiten

Bulgarisch
Dienstag9-12 Uhr
Spanisch
Mittwoch13-16 Uhr
Rumänisch
Montag13-16 Uhr

Weitere Sprachen folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Darüber informieren wir Sie auf dieser Seite.

Wo findet die gesundheitliche Beratung statt?

Vom 1. Oktober 2017 bis Anfang 2018 finden Sie die Beratungsstelle unter folgender Adresse:

Kurt-Schumacher-Allee 4
7. Etage
20097 Hamburg

Im Frühjahr 2018 ändert sich der Standort der Beratungsstelle. Wir informieren Sie auf dieser Seite bei neuen Informationen zum Standort.

Warum muss ich als Sexarbeiter*in zu einer gesundheitlichen Beratung gehen?

Wer in Hamburg als Sexarbeiter*in arbeiten möchte, muss sich seit dem 01.07.2017 anmelden. Für die Anmeldung müssen verschiedene Unterlagen vorgelegt werden, unter anderem die Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung. Ohne Nachweis der gesundheitlichen Beratung ist keine Anmeldung möglich. Außerdem dürfen zwischen der gesundheitlichen Beratung und der ersten Anmeldung nicht mehr als drei Monate liegen.

Worum geht es in der gesundheitlichen Beratung?

Die Beratung bietet Informationen zu den Themen:

  • Verhütung von Infektionskrankheiten und anderen Krankheiten
  • Schwangerschaft und Schwangerschaftsverhütung
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Unterstützung, wenn Sie in Not sind
  • Unterstützung in besonderen Lebenslagen

Die Berater*innen unterliegen der Schweigepflicht und behandeln die Informationen vertraulich. Sollte eine Dolmetscherin bei der Beratung anwesend sein, unterliegt sie ebenfalls der Schweigepflicht. Es findet keine Untersuchung statt.

Was muss zur gesundheitlichen Beratung mitgebracht werden?

Mitzubringen ist ein Personalausweis / Pass oder eine gültige Anmeldebescheinigung bzw. Alias-Anmeldebescheinigung.

Wie bekomme ich die Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung?

Nach der individuellen gesundheitlichen Beratung erhalten Sie eine Bescheinigung, mit der Sie sich anmelden können. Diese Bescheinigung enthält Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum. Sie kann auf Wunsch auch gültig auf ein Alias (Fantasienamen) ausgestellt werden.

Wenn Sie als Sexarbeiter*in arbeiten, müssen Sie immer ihren Personalausweis, die Anmeldebestätigung sowie die aktuelle Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung bei sich tragen.

Wie oft muss die gesundheitliche Beratung durchgeführt werden?

  • Für Personen unter 21 Jahren findet eine Beratung alle sechs Monate statt.
  • Für Personen über 21 Jahre findet die Beratung alle 12 Monate (jährlich) statt.

Wer ist für die gesundheitliche Beratung zuständig?

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz stellt für die gesundheitliche Beratung eine neue Beratungsstelle zur Verfügung: Gesundheitliche Beratung für Sexarbeiter*innen in Hamburg nach §10 Prostituiertenschutzgesetz, kurz: GESAH14. Beraten werden Sie durch Sozialpädagoginnen, die bei besonderen Fragen durch eine Ärztin unterstützt werden können. 

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