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Interkulturelles Lernen

 

Hamburg - Tor zur Welt
Hamburg - Tor zur Welt (Bild: BWVI)

 „Ein bisschen Bildung macht die Welt verwandt.“ Das sagte einst der US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain (1835 bis 1910). Tatsächlich rücken die Länder, vor allem die europäischen, über die Bildung immer dichter zusammen. Interkulturalität ist heute ein entscheidender Punkt in der Qualifikation.

Qualifizierungsoffensive Luftfahrt

Vor allem Hamburgs Luftfahrtbranche knüpft das enge Netz der Familienbande weit über die Stadt-und Landesgrenzen hinaus. Sie hat bereits zahlreiche Kooperationen initiiert, zum Beispiel die European Aerospace Cluster Partnership (EACP). Die im Jahr 2009 in Hamburg von 24 europäischen Luftfahrtorganisationen geschlossene Partnerschaft dient als Plattform für den gegenseitigen Austausch und zur Realisierung länderübergreifender Projekte. Zu den Hauptarbeitsfeldern gehört neben der In­ternationalisierung und Finanzierung die Qualifi­zierung. Diese Arbeitsgruppe wird gelenkt von der Leiterin der Hamburger Qualifizierungsoffensive Luftfahrtindustrie.

Internationale und technologieorientierte Weiterbildungsmodule

Bereits seit 2004 finden regelmäßig halbjährige Praktika von BTS-Absolventen (brevet technique scientifque) aus Frankreich in Hamburger Luftfahrtunternehmen statt. Um die kulturelle und sprachliche Eingewöhnung zu erleichtern, wurde die Mobili­tätsagentur bei Arbeit und Leben e. V. eingeschaltet. Mit Erfolg. Viele Praktikanten bleiben in Hamburg. Davon profitieren vor allem die kleinen und mittel­ständischen Unternehmen. Das regte die Internatio­nalisierung in der Ausbildung an. Die Luftfahrtcluster der Regionen Hamburg, Toulouse und Bordeaux beschlossen, einen Austausch der Auszubildenden ins Leben zu rufen. Zunächst galt es jedoch, für Aus­bilder und Schulen in wechselseitigen Workshops ein Vertrauensverhältnis zu schaffen und Inhalte für die Praktika zu definieren, die im Rahmen der je­weiligen nationalen Ausbildung anerkannt werden.  Inzwischen gibt es zahlreiche weitere internationale und technologieorientierte Weiterbildungsmodule, auch an den Universitäten.

Interkulturelle Erfahrungen in der Logistik

Ebenfalls hervorzuheben ist das Projekt „Mobilität fördern“, das vom Europäischen Sozialfonds und der BWA unterstützt wird. Die Qualifzierungsoffensive engagiert sich hier verstärkt im Logistikbereich. Lehrzeit ist Wanderzeit – frei nach diesem Motto werden insbesondere junge Leute in kaufmänni­schen und gewerblichen logistischen Aus- und Wei­terbildungen motiviert, im Ausland interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und Neues zu erlernen.

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