Radtour von Hamburg in die Harburger Berge Der Berg ruft

Wer in Hamburg startet, durch den Alten Elbtunnel radelt, das weitläufige Hafengebiet durchfährt und das Naherholungsziel Harburger Berge zum Ziel macht, den erwartet ein spannender Ausflug. Ein Erlebnisbericht mit Route, Bildergalerie und Eindrücken.

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Radtour Hamburg Harburger Berge

In der Hamburger Innenstadt startend steuere ich den Alten Elbtunnel an. 24 Meter unter der Erde durchfahre ich eine der zwei gefliesten Röhren – und gehe zum Glück nicht baden. Wohlbehalten komme ich im Stadtteil Steinwerder an.

Anschließend radele ich vorbei am Werftgelände der Schiffsbauer von Blohm + Voss. Da etliche Kanäle umfahren werden müssen, kann schon die Frage aufgeworfen werden, ob als Fortbewegungsmittel nicht ein Tretboot für diese Tour geeigneter wäre.

Doch alleine der Blick auf das Stadtzentrum rechtfertigt den Ausflug entlang der großen Industrieanlagen. Michel, Fernsehturm oder die HafenCity sind zu erkennen – und lassen einen die Innenstadt bereits weit weg erscheinen.

Die Orientierung im Hafen fällt zuweilen aufgrund der kurvigen Streckenführung nicht leicht. Die Mitnahme einer Karte ist empfehlenswert, da nach dem Überqueren der gefühlt sieben Brücken in sämtliche Himmelsrichtungen der Sonnenstand alleine den Weg gen Tageszeil nur schwerlich weist.

In Richtung Süden

Entlang der Deiche geht die Reise weiter Richtung Wilhelmsburg, dem größten Stadtteil der Hansestadt. Der sehenswerte Wasserturm dient als Orientierungspunkt.

Über Wilhelmsburg radele ich nach Moorburg und überfahre die Kattwykbrücke, Fahrgenuss auf 290 Metern, mit Blick auf das weitläufige Hafengebiet.

Die Tagesroute ist rund 40 Kilometer lang

Karte

Mit dem Überqueren der Süderelbe ist ein großes Teilstück bereits zurückgelegt. Kurz darauf zeichnen sich die Harburger Berge ab – das "flache" Land wird verlassen.

Der Höhenzug besteht aus Wäldern, kleinen Dünen und Parkanlagen, Reitwegen und bietet – abgesehen vom Elbufer – die einzigen nennenswerten Anstiege im Hamburger Stadtgebiet. Viele sportlich ambitionierte Radfahrer sind unterwegs. Und der Kontrast zum zuvor durchfahrenen Hafengebiet könnte größer nicht sein.

Ein freudiges Auf und Ab

Die Tour durch das weitläufige Waldgebiet, das größtenteils im Nachbarland Niedersachsen liegt, kann individuell gestaltet werden: Der eine meidet keinen Anstieg, der andere lässt es eher ruig angehen und umfährt die Erhebungen – denn der höchste Punkt beträgt immerhin 155 Meter. Und überragt damit die künftige Elbphilharmonie um 45 Meter. Die Harburger Berge also geben den Ton an.

Der Weg zurück in das Hamburger Stadtzentrum führt über die S-Bahn-Station Neuwiedenthal. Es bleibt die Erkenntnis: Diese Umlandroute versetzt ganz gewiss keine Berge, aber lässt den Großstädter für einige Stunden aufatmen.

Über den Autor: Der passionierte Hobby-Radler Andres Lehmann schreibt auf seiner Website über launige Hamburg-Erlebnisse und präsentiert Bilder, Videos und Musik.

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Der Berg ruft
Wer in Hamburg startet, durch den Alten Elbtunnel radelt, das weitläufige Hafengebiet durchfährt und das Naherholungsziel Harburger Berge zum Ziel macht, den erwartet ein spannender Ausflug. Ein Erlebnisbericht mit Route, Bildergalerie und Eindrücken.
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20130423 13:38:37
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