7. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur 2006
7. RATSCHLAG STADTTEILKULTUR:
Stadtteilkultur in der Kulturmetropole
Qualität entwickeln – Zukunft gestalten
Kulturentwicklung für lebendige Stadtteilkulturen
Hamburg profiliert sich als »Kulturmetropole«, Leuchtturmprojekte wie die Elbphilharmonie sollen für internationale Attraktivität sorgen – aber wie sieht es mit der Attraktivität der Stadtteile aus? Was bieten sie kulturell? Wer fördert den kreativen Nachwuchs und ermöglicht den Menschen vor Ort, zusammen mit anderen eine gemeinsame kulturelle Heimat zu gestalten? Wer sorgt für Bildung und Kultur in den Stadtteilen? Wer kümmert sich um den Aufbau und die Pflege des sozialen und kulturellen Kapitals in den Regionen? Fachleute aus Theorie und Praxis beleuchten die Rolle und Funktion von Kulturzentren in den Stadtteilen und entwerfen Entwicklungsperspektiven für die Zukunft.
Freitag, 3. November 2006
17.30 bis 21.30 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Trostbrücke 4 – 6
Grußworte
Dr. Reinhart Schönsee, Patriotische Gesellschaft von 1765
Prof. Dr. Karin von Welck, Kultursenatorin Hansestadt Hamburg
Markus Schreiber, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte
Trailer
»Stadtteilkultur heute«
Einführung und Moderation
Kirsten Wagner, stellvertr. GF Hamburgische Kulturstiftung
Fachimpuls
Prof. Peter Vermeulen, Beigeordneter für Schule, Jugend und Kultur in der Stadtverwaltung Mühlheim an der Ruhr: Kulturentwicklung im Spannungsfeld zwischen Kulturpolitik und unternehmerischer Verantwortung
Podiumsgäste
Prof. Dr. Karin von Welck, Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg
Prof. Peter Vermeulen, Beigeordneter für Schule, Jugend und Kultur, Mühlheim
Dr. Ing. Werner Marnette, Vorstandsvors. Norddeutsche Affinerie AG (angefragt)
Samstag, 4. November 2006
10.00 bis 14.00 Uhr im Kulturpalast im Wasserwerk, Öjendorfer Weg 30a
Strategien kommunaler Kulturpolitik und -verwaltung
Kulturverwaltung und -politik sind im Wandel: Noch vor ein paar Jahren galt die »Kulturentwicklungsplanung« (KEP) als Königsweg erfolgreicher Kulturpolitik. Mittlerweile halten moderne Management- und Marketingstrategien Einzug in Politik und Verwaltung, weisen beiden Bereichen neue Rollen zu. Sie erfordern die Entwicklung neuer Leitbilder, Umsetzungsstrategien und Maßnahmen zum Qualitätsmanagement.
Reinhart Richter skizziert das Wesen einer strategischen kommunalen Kulturpolitik und zeigt Ansatzpunkte für eine innovative Stadt(teil)entwicklung durch Kultur.
Fachleuten aus Theorie und Praxis beraten im Anschluss über die Frage, auf welche Weise Politik und Verwaltung in Hamburgs Bezirken – in enger Abstimmung mit den Fachbehörden der Stadt – zeitgemäße Profile für ihre Kulturentwicklung erarbeiten können. Als Diskussionsgrundlage dient u. a. die 1998 in Kraft getretene Hamburger »Globalrichtlinie Stadtteilkultur«, die den Rahmen für Vereinbarungen (im Zuwendungsverfahren) für die quantitativen und qualitativen Leistungen regionaler Kulturzentren absteckt.
Reinhart Richter, Richter Beratung, Osnabrück: »Strategische Kulturpolitik als Elemente innovativer Stadt(teil)entwicklung«
Werner Frömming, Referent für Stadtteilkultur der Kulturbehörde Hamburg: »Globale Steuerung – lokales Handeln«
Moderation: Klaus Kolb, Kulturhaus Eppendorf
Innovative Entwicklungspartnerschaftsmodelle
Immer mehr Wirtschaftsunternehmen machen Ernst mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Sie engagieren sich als Sponsoren oder Spender, gründen Stiftungen und unterstützen auf vielfältige Weise gemeinnützige Organisationen. Regionale Entwicklungspartnerschaften bergen ein großes Potenzial für Stadtentwicklungsprozesse, denn sie bündeln die Kräfte lokaler Akteure und erschließen die Stärken unterschiedlichster Partner für gemeinsame Zielsetzungen. Stadtteilkulturzentren kommt dabei als Impulsgeber, Projektentwickler und Netzwerker eine zentrale Vermittlerrolle zu. Prof. Manuela Rousseau stellt vor, wo, wie und mit welchen Zielen das Hamburger Unternehmen Beiersdorf AG seine gesellschaftliche Verantwortung wahr nimmt. Die Wirtschaftsjuniorin Dr. Gesa Birnkraut zeigt Grundlagen und Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und Wirtschaftsunternehmen auf.
Prof. Manuela Rousseau, Beiersdorf AG, Hamburg: Aspekte der gesellschaftlichen Verantwortung eines Unternehmens
Dr. Gesa Birnkraut, BIRNKRAUT | PARTNER, Hamburg: Partnerschaften zwischen Kulturinstitutionen und Wirtschaftsunternehmen
Moderation: Joachim Sucker, Unternehmen Partner Jugend, Hamburg
Stadtentwicklung durch Kulturmarketing und Kulturmarken
Wie ist das Leitbild der »Wachsenden Stadt« in Einklang zu bringen mit der Entwicklung kultureller Stadtteilidentitäten und erfolgreichem Kulturmarketing in den Stadtteilen? In dieser Arbeitsgruppe wird die Bedeutung der Kultur vor allem in benachteiligten Stadtteilen für gelingende Stadt(teil)entwicklungsprozesse zur Verbesserung der Lebensqualität und des Stadtteilimages beleuchtet, wobei eine damit einhergehende Aufwertung der Gewerbestandortqualität als Basis für Kulturwirtschaftsentwicklungen in den Stadtteilen aufgezeigt wird. Stadtteil-Events wie altonale, BilleVue und Viva Horn zeigen, wie ein erfolgreicher und zugleich nachhaltiger Transfer des kulturellen Potenzials eines Stadtteils in die Entwicklung strategischer Kulturmarken gelingen kann, welche die Visionen der Stadtentwicklung in Bilder und Worte fasst.
Ulrike Damm, + Jochen Boberg, Damm und Lindlar, Berlin
Das Besondere am Kulturbranding – Kultur ist kein Waschmittel
Dörte Inselmann, Kulturpalast im Wasserwerk, Hamburg
Impulse in der Stadtentwicklung durch Identität stiftende Kulturmarken & Kampagnen
Neue Formen der Geschichtsarbeit im Stadtteil
Globalisierung und Migration erfordern neue Konzepte für die Geschichts- und Museumsarbeit im Stadtteil. Das Museum Neukölln in Berlin stellt sich diesen Herausforderungen seit vielen Jahren. Sein Leiter, Udo Gößwald, stellt verschiedene integrative Ansätze vor und fasst die Erfahrungen des Museums Neukölln thesenartig zusammen.
Geschichtswerkstätten und unterschiedlichste Kulturprojekte, die sich künstlerisch mit der Geschichte eines Stadtteils auseinander setzen, werden immer beliebter. Wie sich Projekte einer Geschichtswerkstatt mit Partnern aus der Wirtschaft verknüpfen lassen, stellt Margret Markert am Beispiel des Projekts »Erinnerungsschleuse«, einem Geschichtspfad mit unterschiedlichen künstlerischen und medialen Elementen, vor.
Udo Gößwald, Museum Neukölln, Berlin: Geschichte für alle?
Margret Markert, Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, Hamburg: Erinnerungsschleuse – Geschichtspfad am Veringkanal
Moderation: Brigitte Abramowski, Stadtteilarchiv Ottensen, Hamburg
ANMELDUNG:
Kulturbehörde Hamburg
Referat Stadtteilkultur – K24
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
E-Mail: werner.froemming@kb.hamburg.de
Telefon: 040 – 428 24-221
Telefax: 040 – 428 24-256

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