4. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur 2003
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WACHSENDE STADT -
QUALITÄT DER SOZIOKULTUR IN DER STADTTEILENTWICKLUNG
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Der 4. RATSCHLAG STADTTEILKULTUR bietet unter dem Motto »Wachsende Stadt« den Rahmen, die Vielfalt und Praxis der Hamburger Stadtteil- und Soziokultur kennen zu lernen. Beim Wachstum der Städte ist Urbanität mit Lebensqualität und Identifikation untrennbar verbunden. Wie kaum eine andere Kultursparte befördert die Stadtteil- und Soziokultur die Entwicklung vielfältiger Milieus, die selbst in benachteiligten Stadtteilen die Basis für ein konstruktives und ressourcenbildendes Miteinander darstellen.
Der 4. RATSCHLAG STADTTEILKULTUR beleuchtet mit Fachleuten aus Theorie und Praxis die Rahmenbedingungen der Stadtteilentwicklung, ihre Steuerbarkeit und ihre Qualitätsmerkmale. Programmatisch werden die Milieumerkmale von gewachsenen Altstadtquartieren gegenüber geplanten Wohnsiedlungen in Stadt(teil)entwicklungsprozessen analysiert und auf den spezifischen Bedarf im Stadtteil hin reflektiert.
Ein besonderes Augenmerk wird auf Möglichkeiten der Einflussnahme soziokultureller Gestaltungsstrategien für Stadt(teil)entwicklungsprozesse gelegt. Der Frage, wie Bürgerbeteiligungsverfahren Synergien für den Stadtteil schaffen können, wird auf Hamburg- und auf Europaebene nachgegangen.
Werner Frömming
(Kulturbehörde Hamburg - Referat Stadtteil- und Soziokultur)
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PROGRAMM
FREITAG, 7. NOVEMBER 2003
17.30 Uhr EINLASS
18.00 Uhr AUFTAKT mit Abendimbiss
18.30 Uhr BEGRÜSSUNG Gerhard Fuchs (Bezirksamtsleiter in Wandsbek),Dr. Dana Horáková (Präses der Kulturbehörde)
19.00 Uhr PODIUMSRUNDE
Einstieg in den Themenkomplex »Wachsende Stadt«
Moderation: Dr. Sibylle Hoffmann, freie Journalistin, Hamburg
Metropole Hamburg - das Leitbild der wachsenden Stadt
Referent: Prof. Dr. Jörn Walter, Oberbaudirektor, Behörde für Bau und Verkehr, Hamburg
Orte der Kulturen
Referent: Prof. Dr. Detlev Ipsen, Stadt- und Regionalsoziologe, Universität Kassel
21.30 Uhr AUSKLANG
Live-Musik mit der Möglichkeit zu Gesprächen
SAMSTAG, 8. NOVEMBER 2003
10.00 Uhr AUFTAKT
10.30 Uhr ARBEITSGRUPPEN
Stadtteilkultur in der wachsenden Stadt
Referent/innen: Dipl.-Ing. Roswitha Düsterhöft, Hamburg
Prof. Dr. Dittmar Machule, TU-Harburg, Hamburg
Anwesend: Prof. Dr. Detlev Ipsen, Universität Kassel
Moderation: Gordon Uhlmann, Landesverband Soziokultur Hamburg
ENTRUST - transnationale Netzwerke
Referenten: Kurt Reinken und Stefan Kreutz, STEG, Hamburg
Moderation: Magret Markert, Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, Hamburg
Die Stadt als Bühne
Referentinnen: Monika Bleß, Lenzsiedlung e.V., Hamburg
Kirsten Sehgal, Lawaetz-Stiftung, Hamburg
Mechthild Eickhoff, BJKE, Unna
Moderation: Stephan v. Löwis of Menar, KinderKinder e.V., Hamburg
Offenes Werkstattgespräch: »Qualitätssicherung in der Stadtteilkultur«
Wie kann Kulturpolitik qualitatives Wachstum in der Stadt befördern?
Referent/innen: Dorothea Kolland, Kulturamtsleiterin Neu-Kölln, Berlin
Olaf Böttger, Kulturausschuss Wandsbek
Moderation: Christiane Redlefsen, Redlefsen-Projektberatung, Hamburg
13.30 Uhr SCHLUSSAKKORD
Veranstalter: Landesrat für Stadtteilkultur der Kulturbehörde Hamburg
Der Eintritt ist frei
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DIE ARBEITSGRUPPEN
STADTTEILKULTUR IN DER WACHSENDEN STADT
Diese Arbeitsgruppe beleuchtet schwerpunktmäßig Planungsprozesse und Ressourcen, wobei die Steuerbarkeit und Qualitätsmerkmale von Quartiersentwicklung besonders untersucht werden sollen.
Am Beispiel der städtebaulichen Rahmenplanung »Bramfelder Marktplatz« und dem MIT-Beteiligungsprozess in Hamburg-Wilhelmsburg werden praxisbezogen Quartiersentwicklungen mit unterschiedlichen Planungsprozessen vorgestellt und im Hinblick auf den qualitativen Einfluss von Stadtteil- und Soziokultur auf denselben diskutiert.
Dipl.-Ing. Roswitha Düsterhöft
Architektin und Stadtplanerin, Hamburg
Projekt Zukunft Bramfeld - Städtebauliche Rahmenplanung für den Ortskern
Moderation: Gordon Uhlmann
Landesverband Soziokultur Hamburg
Prof. Dr. Dittmar Machule
Städtebau-Stadtbaugeschichte, TU-Harburg, Hamburg
Neun Jahre MITwirken und MITwachsen in Hamburg-Wilhelmsburg
Anwesend: Prof. Dr. Detlev Ipsen
Stadt- und Regionalsoziologe, Universität Köln
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ENTRUST - TRANSNATIONALE NETZWERKE
Das transnationale europäische Forschungsnetzwerk ENTRUST (Empowering Neighbourhoods through Recourse on Urban Synergies with Trades) analysiert seit Anfang 2002 Partnerschaftsmodelle in der Stadtteilentwicklung, die eine soziale Integration in Stadtquartieren mit der Förderung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit verbinden. Ziel des Projekts ist es, Akteure aus den Bereichen der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Stadtteilentwicklungsprogramme und -strategien (Quartiersentwicklung, Öffentliche Verwaltung und Wissenschaft) aus den acht beteiligten Städten (Berlin, Dublin, Glasgow, Hamburg, Kopenhagen, La Valletta, Lissabon und Vilnius) in einem Netzwerk zu bündeln. Zentraler Untersuchungsgegenstand sind privat-öffentliche Kooperationen und Partnerschaften in benachteiligten Quartieren. Aus der gut zweijährigen Zusammenarbeit über die Staatsgrenzen hinweg soll eine Methodologie zum Aufbau und zur Pflege nachhaltiger Kooperationsformen entstehen. Der transnationale Austausch von lokalen »best-practise«-Projekten sowie innovativen Instrumenten und Strategien soll die beteiligten Projektpartner/innen befähigen, neue Modelle und Strategien in ihren Städten zu entwickeln und anzuwenden, bzw. eigene innovative Erfahrungen an die internationalen Projektpartner/innen weiterzugeben. Die bisherige Projekterfahrung zeigt anhand vielfältiger Beispiele, dass Kunst und Kultur im Rahmen der Stadtteilentwicklung eine wichtige Rolle übernehmen können.
Stefan Kreutz und Kurt Reinken
Dipl.-Ing. Stadtplanung, STEG Hamburg
Die Rolle von Kunst und Kultur in der Stadtteilentwicklung im europäischen Vergleich
Moderation: Margret Markert
Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, Hamburg
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DIE STADT ALS BÜHNE
Einen Einblick in die Vielfalt der Angebots- und Aktionsformen der stadt(teil)gestaltenden (Sozio-)Kulturpraxis bietet diese Arbeitsgruppe. Anhand von Projektpräsentationen werden unterschiedliche Methoden und Interventionsformen beleuchtet und reflektiert: Das Hamburger Fotoprojektions-Projekt in der Lenzsiedlung gibt einen Einblick in eine gelungene Partizipationspraxis. Beim Modellprojekt »Bitte wenden!« bieten Jugendkunstschulen mobile, künstlerische Partizipationsprojekte in so genannten »Brennpunkten« (Altstadtquartiere und Neubausiedlungen) an. Dabei kooperierten sie mit sozialen Einrichtungen oder dem Stadtteilmanagement des Quartiers selbst. An die Projektvorstellungen schließt sich die Reflexion über die Rolle der Stadtteil- und Soziokultur im städtischen Raum an.
Monika Bleß, Lenzsiedlung e.V.
Kirsten Sehgal, Lawaetz-Stiftung, Hamburg
Open Air Bilder-Kino: Partizipation im städtischen Raum
Moderation: Stephan v. Löwis of Menar
KinderKinder e.V., Hamburg
Mechthild Eickhoff
Dipl.-Kulturpädagogin, BJKE, Unna
Friedenswächter und Monsterdisko - Künstlerische Spuren von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil
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OFFENES WERKSTATTGESPRÄCH:
»QUALITÄTSSICHERUNG IN DER STADTTEILKULTUR«
Wie kann Kulturpolitik qualitatives Wachstum in der Stadt befördern?
Das Werkstattgespräch befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Aufgabenfeld kommunaler Kulturpolitik im Hinblick auf eine Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil im kulturellen Sinn. Welche Maßnahmen dienen der Qualitätssicherung im Bereich der Stadtteil- und Soziokultur? Welche politischen Impulse könnten ein qualitatives Wachstum des Stadtteils begünstigen? Welche »weißen Flecken« in der Kulturlandschaft fordern zum Handeln auf? Lassen sich auf Basis von Kennzahlen positive Entwicklungsprozesse belegen bzw. herbeiführen? Was könnten Bestandteile einer gelungenen Kulturentwicklungsplanung (KEP) sein? Wie könnte die Kulturpolitik verstärkt die Rolle als Moderator - auch jenseits der kommunalen Kulturverwaltung - einnehmen (Beiräte, Fördervereine, Vernetzung etc.)?
Dr. Dorothea Kolland
Leiterin des Kulturamts Berlin-Neukölln
Stadtteilkulturarbeit als Werkstatt für Stadtentwicklung
Moderation: Christiane Redlefsen
Redlefsen-Projektberatung, Hamburg
Olaf Böttger
Kulturausschuss Wandsbek, Hamburg
Kommunale Kulturpolitik und erweiterte Kennzahlenabfrage
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Lassen Sie sich bitte für die Arbeitsgruppe Ihrer Wahl vormerken. Nur so können Sie sicher sein, dass wir Ihnen dort einen Platz bereit halten.
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Ihre Anmeldung erbitten wir möglichst bis zum 13. Oktober 2003 an die
Kulturbehörde Hamburg - K24
Referat Stadtteil- und Soziokultur
Werner Frömming
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 428 24-221
Telefax: 040 - 427 924-221
E-Mail: werner.froemming@kb.hamburg.de
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Organisation und Kontakt:
Yvonne Fietz
Orchideenring 5c
22607 Hamburg
Telefon: 040 - 89 62 79
Telefax: 040 - 89 62 79
E-Mail: yvonne.fietz@hamburg.de

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