Reeperbahn Festival 2016 Hotspot für Newcomer

Das Reeperbahn Festival ist einzigartig in ganz Europa. Viele nationale und internationale Newcomer präsentierten sich dem begeisterten Publikum in tollen Locations und halb St. Pauli stand wieder Kopf.

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Reeperbahn Festival 2016

Reeperbahn Festival 2016

Termin
Mi, 21. bis Sa, 24. September 2016
Orte
Diverse Clubs und Locations rund um die Reeperbahn (St. Pauli).

Talents, Trends and Trade

Ob Musikliebhaber, Kunstbegeisterte oder Professionals - Deutschlands größtes Clubfestival präsentierte vom 21. bis zum 24. September 2016 über 600 Programmpunkte unterschiedlichster Sparten.

Zahlen der vier tollen Tage

MIt 38.000 Besuchern in vier Tage, davon 4.400 Fachbesucher aus 40 Nationen, konnte das Reeperbahn Festival 2016 wieder mit Superlativen aufwarten. Über 450 Künstler, viele Fach-Panels und Ausstellungen zogen viele Menschen nach Hamburg.

Unsere Hightlights im Schnelldurchlauf

Bei insgesamt 450 Künstlern ist nicht nur die Vorauswahl schwer sondern auch das tatsächlich Umsetzen dieser Planung. Zu oft bleibt man irgendwo hängen, trifft bekannte und neue Gesichter und ist manchmal auch nicht so aufnahmebereit. Daher kann eine Auswahl nur sehr subjektiv sein. Bekannte Acts wie Joy Denalane, Craig David oder Boy haben wir uns zugunsten unbekannterer Musiker geschenkt.

Am Mittwoch begeistere die niederländische Punk(?) band Rats on Raft durch ihren aggressiven Sound, der die Klischees der schnellen Gitarren vermied und schrille Riffs und Anleihen an Drone Music  kombinierte. Der ernste Sänger und die hyperaktive zweite Gitarrist unterstrichen die kompromisslose Attitüde. 

Der zweite Tag gehörte alten Männern und ihren Büchern: Thomas Meinecke las aus seinem neuen Buch "Selbst" und Hamburg-Legende Alfred Hilsberg lieferte sich einen Schlagabtausch mit Christof Meueler, dem Autor des Buchprojektes "Das ZickZack-Prinzip" über Hilsbergs Lebenswerk, aus dem er ausgeschlossen wurde. 

Am Freitag wurde in der Bullerei die Kombination: coole Sounds und heißes Essen angereicht: Abwechselnd boten die Soul-Band Rhonda und die Zauberer der Kitchen Guerilla musikalische und lukullische Leckerbissen. Später begeistere Alma aus Finnland im Moondoo mit einem Mix aus - grob ausgedrückt - früher Adele und Disclosure. Ihr "Karma" setzt sich im Ohr fest und der deutsche DJ Felix Jaehn will sich künftig mithilfe eine Koproduktion mit der Stimme schmücken. Später ging es zum "HH Shuffle" ins Ue&G, wo 100 Hamburger DJs jeweils vier Minuten Musik auflegten. Ein kleiner Abstecher in den Mojo-Club zu den amtlichen Turntabilisten Den Sorte Skole war dann das Finale.  

Am Sonnabend ging es zunächst zum BBQ im Molotow, das zunächst eher unterhaltsam war, bevor Warhaus ein musikalisches Highlight setzten; hübsch, sperrig und nicht zu lieb bot ihr zugleich an Post-Punk und Serge Gainsbourg erinnernder Sound mehr als das oft verwechselbare Programm auf anderen Bühnen. Nachdem Wahl-Hamburger und ehemaliger Punk-Label-Gründer Hollow Skai aus seinen "Memoiren eines Rock-Star Mörders" vorlas, ging es dann zur großen Gala des Anchor Awards (siehe Artikel) und zur anschließenden After Show-Party. 


Partnerschaft, Preis und Premiere

Das diesjährige Partnerland Niederlande ist mit zehn Bands und einigen Panels, Workshops und anderen Aktivitäten beim Festival vertreten.

In diesem Jahr feiert der ANCHOR AWARD Premiere. Zum ersten Mal vergabe eine prominent besetzte, unabhängige Jury (u.a. mit Bowie Produzent Tony Visconti) Preise für die Live Auftritte von acht meist noch unbekannten Bands aus aller Welt.


Eine Weltpremiere präsentierte Matthias Arfmann (u.a. Produzent der "Bambule"-LP) mit der Live Welturaufführung von „Ballet Jeunesse“. Sieben Jahre lang hat Matthias mit seinem Produzententeam an einer Neubearbeitung weltbekannter Ballettmusik-Klassiker gearbeitet.

Mehr als Musik

Fotografin Katja Ruge zeigt mit der Fotoausstellung, „Ladyflash - Women in Music" selbstbewusste Protagonistinnen aus 25 Jahren Musikgeschehen. Bei der allerersten Kooperation mit dem Unerhört! Musikfilmfestival wurden spannende Filme gezeigt wie "Yallah Underground" über die Rolle von Musik im arabischen Frühling, "Mali Blues" über die verbindende Kraft von Musik in einem vom IS zerrütteten Land, Dokumentationen über weibliche Rapperinnen in Teheran oder Deutsche Pop Zustände - eine Geschichte rechter Musik. Dazu gab es ein Literaturprogramm, geführte Spaziergänge durch die Galerien in der Neustadt, die Flatstock Europe Poster Convention und und und...

Zum Geschäftlichen

Parallel zum musikalischen Festival präsentierte sich eine Business-Plattform für Unternehmen und Organisatoren der Musik- und Kreativwirtschaft. Rund 4.400 Professionals aus 35 Nationen kommen beim Reeperbahn Festival, einem der drei wichtigsten Branchentreffen der internationalen Musik- und Kreativwirtschaft, zusammen. Neben Konferenzen, Showcases, Meetings und Präsentationen fanden auch Partys statt.

Bei den diesjährigen Reeperbahn Konferenzen ging es u.a. um die Themen:

  • Die Zukunft der Open Air Festivals - ist das bisherige Erfolgsmodell durch Wettereinflüsse in seiner Existenz bedroht, welche Alternativen gibt es?
  • Smart Cities - technologische Innovationen im urbanen Lebensraum (Pokemon Go und Co.)
  • Das Festival der Zukunft - Welche neuen, drahtlosen Technologien erwarten uns demnächst bei Konzerten und Festivals? Was ist RFID, NFC, BLE und iBeacons? Und sind sie mehr als nur Gimmicks?

Weitere Infos: Reeperbahnfestival


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Hotspot für Newcomer
Das Reeperbahn Festival ist einzigartig in ganz Europa. Viele nationale und internationale Newcomer präsentierten sich dem begeisterten Publikum in tollen Locations und halb St. Pauli stand wieder Kopf.
http://www.hamburg.de/reeperbahnfestival/
20160926 17:23:35
http://www.hamburg.de/image/6472560/1x1/150/150/38dc57c0b9fefd592ac12463dc74ffc4/IL/reeperbahn-festival-logo.jpg