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Lust am Wandern So planen Sie eine Wanderreise

Wer behauptet, wandern liege im Trend, der irrt sich. Denn es war nie aus der Mode gekommen. Seit dem Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert suchen Menschen zu Fuß die unmittelbare Nähe zur Natur. Diese Lust am Wandern ist bis heute ungebrochen. Während die Romantiker, die Ende des 18. Jahrhunderts das Wandern salonfähig machten, aufs Geratewohl loszogen, gehen heutige Wanderer ihre Leidenschaft durchdachter an. Und dafür ist eine gute Planung unerlässlich. Mit diesen Tipps gelingt jede Wanderreise.

Tipps für eine Wanderreise

Herausforderung Wetter

Die größte Herausforderung für den Wanderer ist das Wetter. Gegen einen Platzregen schützt die passende Ausrüstung, darunter ein Regenschutz für den Rucksack. Permanenter Regen allerdings macht die Tour nicht nur zu einem nassen Albtraum, sondern kann auch zu gefährlichen Situationen führen. Bei Dauerunwetter hilft nur der Abbruch der Wanderreise. Um ein solches Fiasko zu verhindern, sollte die Wahl auf die passende Reisezeit fallen. Das ist nicht nur für unsere verregneten Gefilde relevant, sondern auch wenn die Wanderreise an ein Fernziel führt. Wer in den peruanischen Anden trekken möchte, plant dies nicht in der Regenzeit von Dezember bis März. Andersherum können die Sommer mancherorts so heiß sein, dass intensive Bewegung zu einer Qual wird.

Die perfekte Wanderroute: Wo soll es hingehen?

Für ihre Wanderreise brauchen Aktivurlauber nicht in die Ferne zu schweifen. Deutschland verfügt über ein so dichtes Netz an Wanderrouten, dass man ein ganzes Leben damit verbringen könnte, auch nur einen Teil davon abzulaufen. Allein Bayerisch-Schwaben hat die Schwäbische Alb, den Nördlinger Ries und das Allgäu zu bieten. Auf der Schwäbischen Alb beispielsweise führen Wandertouren an Überbleibseln von Vulkanausbrüchen vorbei. Die Felsen, die daraus entstanden sind, bilden sehenswerte Formationen. Schlösser oder Burgen laden zu Besichtigungen ein. Weil die Region sich wachsender Beliebtheit erfreut, laufen bereits Planungen für eine Gästekarte für die Schwäbische Alb.

Wer doch lieber im Ausland seine Stiefel schnüren will, ist mit den Zielen Island, Norwegen, Azoren oder Irland gut beraten. Jedes dieser Länder bietet Wanderrouten für unterschiedliche Vorlieben und Ansprüche. Wer Kälte und Schroffheit erkunden möchte, wagt sich ans Abenteuer Island. Wem sattes Grün und smaragdblaues Meer gefällt, fliegt auf die portugiesischen Azoren.

Auf eigene Faust versus organisierte Wanderreise

Im Ausland ist es manchmal schwer, an Informationen für die Wanderreise zu kommen. Besonders wer auf eigene Faust losziehen möchte, sollte die betreffende Sprache zumindest in den Grundzügen beherrschen. Das kann in Notfallsituationen hilfreich sein. Ganz sicher ist man mit geführten Touren: Wer mit einem Trekkingguide wandert, hat stets einen ortskundigen Führer an der Seite. Besonders komfortabel wird es, wenn Planung und Routenführung der Aktivreisen komplett organisiert sind. So müssen Wanderer keine Angst vorm Verlaufen haben. Mehr noch: Sie können sich ganz auf das Naturerlebnis einlassen, ohne sich um Unterkünfte zu sorgen müssen. Bei TUI Wolters zum Beispiel findet sich eine große Auswahl solcher Rundum-Pakete für Wanderreisen ins Ausland.

Ein Zelt ist beim Wandern kein obligatorischer Teil der Ausrüstung. Manch Abenteuerlustige möchten zwar nicht auf ihre eigene temporäre Behausung verzichten – schließlich bietet ein Zelt größtmögliche Flexibilität. Auf der sicheren Seite – auch vor plötzlichen Unwettern – ist man aber in einer Berghütte, einer Pension oder einem Hotel. Wanderrouten können hier am Morgen beginnen und am Abend wieder enden.

Von leicht bis schwer: Was bedeuten die Schwierigkeitsgrade?

Es gibt Strecken für erfahrene und weniger geübte Wanderer. Leichte Routen weisen meist ebene Wege auf und lassen sich auch mit Turnschuhen gut meistern. An Bergwanderungen mit dem Prädikat „schwer“ sollten sich nur erfahrene Wanderer mit ausgeprägtem Orientierungssinn und guter Kondition wagen. Nicht selten ist vor Antritt der Wanderreise ein gezieltes Training nötig. Denn wer schon bei geringen Steigungen aus der Puste kommt, dem nützen auch die besten Schuhe nichts.