Reitbrook – der ländliche Stadtteil mit Wiesen, Wäldern und einer beschaulichen Mühle
Reitbrook ist ein Stadtteil im Bezirk Bergedorf im Südosten von Hamburg. Mit knapp 500 Einwohnern zählt Reitbrook zu den kleineren Stadtteilen der Hansestadt, seine Grundfläche erstreckt sich über 6,9 Quadratkilometer.
Seinen Namen „Reetbruch“ verdankt der Stadtteil vermutlich seiner Lage im feuchten Marschgebiet zwischen Gose-Elbe und Dove-Elbe, wo Schilf und Reet für die Dächer der Landhäuser geschnitten wurden. Ursprüngliche urkundliche Erwähnungen aus dem 12. Jahrhundert lauten auch „Raieth“ und „Raghet“. Bereits 1212 bauten die Bewohner gemeinsam mit den Einwohnern von Neuengamme einen Ringdeich zum Schutz vor Überflutungen.
Statt der Ansiedlung um eine zentral gelegene Kirche liegen die Gebäude weit verteilt, mehrheitlich entlang der Straßen Vorderdeich und Hinterdeich. 1605 erbaute Landvogt Odemann ein Fährhaus, von dem aus Boote die Dove-Elbe überquerten. Das Strohdach-Fachwerkhaus ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Wirtschaftliche Basis von Reitbrook ist die Landwirtschaft. Unter der Erde befinden sich allerdings auch Öl- und Gasvorkommen, die teilweise noch genutzt werden.
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