CSCL Indian Ocean Containerriese auf Umwegen

Die CSCL Indian Ocean gehört mit einer Gesamtkapazität von über 18.000 Containern zu den größten Containerschiffen der Welt. Im Februar 2016 hing das Schiff der chinesischen Reederei China Shipping Container Lines (CSCL) nach einem Ruderschaden bei Stade fast eine Woche lang auf dem Grund der Elbe fest.

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Containerschiff CSCL Indian Ocean

Havarie im Februar 2016

Die aktuelle Position (weltweit!) der CSCL Indian Ocean auf unserem Schiffsradar

Ein Ruderschaden war die Ursache für die Havarie der CSCL Indian Ocean. Statt dem Knick der Fahrrinne der Elbe bei Stade zu folgen, fuhr das Containerschiff am 3. Februar 2016 geradeaus in flacheres Gewässer, wo es sich im Elbschlick festfuhr – knapp 25 Kilometer vom Zielort, dem Eurogate Terminal im Hamburger Hafen, entfernt. Zahlreiche Versuche, das Schiff freizubekommen, waren aufgrund eines zu niedrigen Wasserstands zum Scheitern verurteilt. Die erfahrenen Elblotsen, die sich zum Unfallzeitpunkt an Bord der CSCL Indian Ocean befanden, sorgten durch ihr umsichtiges Verhalten wohl dafür, dass die Havarie so glimpflich verlief.

Das Schiff lag bei Tonne 116 am Nordrand der Elb-Fahrrinne. Mit der Navigation an diese Stelle wurde verhindert, dass der Containerriese auf den nahegelegenen Lühe-Fähranleger oder das steinige Südufer der Elbe treffen konnte. Somit blieb das Schiff nach dem Auflaufen auf dem Elbgrund unbeschädigt. Auch der übrige Schiffsverkehr auf der Elbe war durch die Lage der CSCL Indian Ocean nicht beeinträchtigt. Teuer war die Havarie aber vor allem für die Reederei. Die Betriebskosten für ein Schiff solcher Größenordnung belaufen sich auf circa 40.000 bis 55.000 Euro pro Tag. 

Um die Bergung am 9. Februar 2016 möglich und die CSCL Indian Ocean leichter zu machen, wurden tausende Tonnen Treibstoff und Ballastwasser aus dem Schiff gepumpt. Zudem kam ein Spülbagger zum Einsatz, der Schlick unter dem Schiff wegspülte. Dennoch war eine Bergung des 150.000 Tonnen schweren Containerfrachters erst bei einer besonders hohen Flut am Dienstagmorgen gegen 3 Uhr möglich. Havariekommando, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bergungsunternehmen, Eigner und Elblotsen konnten das Schiff mit Schlepperhilfe wieder in die Fahrrinne führen. Insgesamt waren zwölf Schlepper an dem Einsatz beteiligt, Schäden für Personen oder Umwelt sind nicht entstanden. Nach einem dreitägigen Aufenthalt am Eurogate Terminal, bei dem nahezu keine Schäden an dem Containerriesen festgestellt wurden, verließ die CSCL Indian Ocean den Hamburger Hafen in der Nacht zum 12. Februar 2016.

Eines der größten Containerschiffe der Welt

Die CSCL Indian Ocean ist ein Gigant der Meere: Knapp 400 Meter lang, fast 60 Meter breit und mit einer Vermessung von 187.541 BRZ kann das Schiff bis zu 18.980 Container aufnehmen. Gebaut wurde die Indian Ocean erst 2014 und pendelt seit Anfang 2015 im Liniendienst unter chinesischer Flagge für die Reederei China Shipping Container Lines (CSCL) zwischen Europa und Asien. Mit seinen Ausmaßen und seiner Transportkapazität gehört die CSCL Indian Ocean zu den größten Containerschiffen der Welt.

Technische Daten der CSCL Indian Ocean

  • Schiffstyp: Containerschiff
  • Baujahr: 2014
  • Tragfähigkeit: Tragfähigkeit 184.320 tdw
  • Container: max. 18.980 TEU
  • Länge: 399,67 Meter 
  • Breite: 58,6 Meter
  • Tiefgang: max. 16 Meter
  • Vermessung: 187.541 BRZ
  • Geschwindigkeit: max. 25,1 Knoten
  • Besatzung: 31

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