Rechtsextremisten uneinig: Auseinandersetzung zwischen NPD und DVU spitzt sich zu
Bruch des Deutschlandpaktes - Logos der NPD und DVU
(Publikationen Internet / Bildmontage LfV)
Endes des „Deutschland-Paktes“
Udo Voigt spricht am 1. Mai auf einer NPD-Kundgebung in Berlin
(Publikation Internet)
In einem Beitrag vom 01.07.09 auf seiner Homepage wies der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Jürgen RIEGER zum Ende des „Deutschland-Paktes“ darauf hin, die Geschäftsgrundlage des Paktes sei gewesen, die Partei mit den besseren Chancen zu den jeweiligen Wahlen antreten zu lassen. Dies sei gegenwärtig in allen Bundesländern die NPD. Lt. RIEGER wurden Anfang des Jahres zunächst Gespräche über eine Fusion beider Parteien geführt, wie es im „Deutschland-Pakt“ vereinbart gewesen sei.
Matthias Faust in Dresden
(Publikation Internet)
Zersplitterte Rechte
Der Versuch der DVU, durch einen Beschluss auf ihrer Bundesvorstandssitzung am 03.07.09 trotz aller Widrigkeiten weiterhin eine gemeinsame Rechte anzustreben, erscheint aussichtslos. Für die NPD ist eine von der DVU favorisierte Zusammenarbeit mit den Republikanern (REP) und der ProPartei unvorstellbar. So klassifizierte RIEGER unlängst MOLAUs Überlegungen, den Deutschlandpakt auf die Pro-Bewegung auszuweiten, als „irrsinnig“; außerdem habe ProKöln einen „Neger im Vorstand“.
Zeitgleich zum Beschluss der DVU am 03.07.09 bezeichnete der bundesweit agierende Neonazi Christian WORCH im Internet das Verhalten der NPD als „Angstbiss“. Er wies darauf hin, dass es der DVU nach dem Führungswechsel Mitte Januar 2009 gelungen sei, eine junge und flexible Mannschaft zu rekrutieren; mit ihr habe die DVU wieder eine Perspektive für die Zukunft. WORCH sieht gewisse Ängste auf Seiten der NPD, da ihr die DVU immer ähnlicher zu werden drohe. Habe sich diese zu Zeiten des ehemaligen Bundesvorsitzenden Dr. FREY in der Regel darauf beschränkt, Protestwähler durch „Materialschlachten“ zu gewinnen, sei sie lt. WORCH durch den Aufbau funktionsfähiger Strukturen nun in der Lage, den bisherigen Vorteil der NPD auszugleichen.
Lethargie der Hamburger DVU
Christian Worch
(Publikation Internet)
FAUST hat die DVU in eine schwierige Situation manövriert. Ohne die erforderlichen finanziellen Möglichkeiten und entsprechende Wahlkampfaktivitäten erreicht sie ihre bisherigen Protestwähler nicht. Hinzu kommt, dass gerade WORCH als klassischer Vertreter des neonazistischen Spektrums und einer der wenigen FAUST-Unterstützer nicht das Wählerpotenzial der DVU anspricht.
WORCHs Positionierung für die DVU ist eine logische Konsequenz seiner „apodiktischen Erklärung“ vom 30.12.08, in der er persönliche Konsequenzen VOIGTs aus der Finanzaffäre der NPD forderte. Im Falle einer Wiederwahl VOIGTs zum Bundesvorsitzenden habe sich die NPD für ihn erledigt - so WORCH. Ihre politische Zukunft sei ihm dann „keinen Pfifferling“ mehr wert.

Mister Wong
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