RECHTSEXTREMISMUS
Neonazis verteidigen Islam gegen „Bürgerbewegung Pro Köln“
(Publikation Internet)
Diese Position aufgreifend hat sich nun auch das Aktionsbüro geäußert. Der „Anti-Islamisierungskongress“ sei Ausdruck des von den USA geschürten Anti-Islamismus. Die populistische Agitation von „Pro Köln“ gegen den Islam helfe lediglich pro-israelischen Kreisen. Das Aktionsbüro betont, den „Islam global gesehen als Verbündeten gegen die mammonistische Vormachtstellung der amerikanischen Ostküste“ zu betrachten. Es übernimmt damit die von Verschwörungstheorien gegen das „Weltjudentum“ geprägte Auffassung des historischen Nationalsozialismus.
„Pro Köln“ wird ferner vorgeworfen, sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu bekennen und nur vordergründig national eingestellt zu sein. Das Aktionsbüro reklamiert dagegen für sich, als wahre „Nationale Opposition“ das „System“ politisch zu bekämpfen.
(Publikation Internet)
Mit seinen Internetseiten verdeutlicht das Aktionsbüro Norddeutschland die antisemitische und antidemokratische Grundhaltung der neonazistischen Szene. Durch die von Verschwörungstheorien und Selbstüberschätzung geprägte Suche nach globalen Verbündeten gegen die „westlich-plutokratische Oneworldpolitik“ zeigt sich darüber hinaus, dass ein Großteil der neonazistischen Szene nicht zu dauerhaften Kompromissen mit parlamentsorientierten Rechtsextremisten fähig ist.
Offensichtlich bemüht sich insbesondere Tobias THIESSEN mit dem Aktionsbüro Norddeutschland derzeit nach Kräften, die „Volksfront“ mit nationalsozialistischer Dogmatik zu spalten. Auch innerhalb der neonazistischen Szene ist aber strittig, ob es Tobias THIESSEN und anderen gelingen kann, ihrer Basis den Kampf gegen „Überfremdung“ bei gleichzeitiger Anbiederung an den Islam zu vermitteln.
Stand: 02. Oktober 2008

Mister Wong
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