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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Quo Vadis, RBK ?

Hans­ Joachim Reck, Schulleiter Gymnasium Finkenwerder

Hans-Joachim Reck Hans-Joachim Reck

(©Hamburg macht Schule)

Die Idee ist nicht neu: Vernetzung aller direkt und indirekt mit Bildung und Erziehung beauftragten Institutionen zur Schaffung einer regionalen Bildungslandschaft. Bereits die Quartiersschule (2006) und danach das Konzept BBB (Bilden, Beraten, Betreuen; 2008) hatten dieses Ziel. Nun also die Regionalen Bildungskonferenzen mit dem Auftrag »ein an den Bedürfnissen der Familien ausgerichtetes Bildungs-, Beratungs- und Erziehungsangebot in der Region durch Vernetzung der agierenden diversen Institutionen sicherzustellen.«

Beispiel Finkenwerder: Hier besteht bereits seit längerem ein bildungspolitisches Netzwerk von weit über 20 Einrichtungen der im Konzept RBK genannten Art, das sich unter der Regie des Jugendamtes Hamburg-Mitte vierteljährlich trifft, um Handlungsbedarfe vor Ort festzustellen, gezielt engere Kooperationen zu vereinbaren, Handlungsabläufe zu verkürzen und damit die vorhandenen Ressourcen effizienter zu nutzen. Der Gewinn entsteht im meist bilateralen Miteinander, das v.a. durch die persönliche Nähe der Beteiligten die jeweiligen Bedürfnisse erkennen und zu fruchtbarer, von gegenseitigem Respekt getragener Zusammenarbeit reifen lässt.

Die Erfahrungen mit Konzeptentwürfen und Empfehlungen an nächst höhere politische Ebenen sind dagegen immer wieder zwiespältig. So ist das Quartiersschulenkonzept der vier Finkenwerder Schulen seinerzeit immerhin mit nicht unerheblichen Zusagen in der baulichen Infrastruktur flankiert worden, die inzwischen großenteils realisiert sind. Dagegen blieben alle mit einer Optimierung des Bildungsangebots erforderlichen personellen Ressourcenforderungen unerfüllt. Noch nicht einmal die zusätzlichen Hausmeisterstunden für abendliche Veranstaltungen sind abgedeckt, von Ressourcen zur Konzeptionierung, Koordination und Evaluation im weitesten Sinne erzieherischer Aufgaben im Netzwerk ganz zu schweigen.

Hier nun bleibt auch das RBK-Konzept frei von Aussagen. Es ist lediglich von effizienter und effektiver Nutzung vorhandener Ressourcen die Rede und von der Einrichtung bezirklicher Geschäftsstellen zur organisatorischen Unterstützung der RBK. Doch zumindest auf lokaler Ebene ist, wie das Beispiel Finkenwerder zeigt, nicht die mangelnde Organisationsfähigkeit das zentrale Problem, sondern das Fehlen von erzieherischen Ressourcen, um die eingangs zitierten Aufgaben anzugehen.

Quo vadis, RBK Finkenwerder? Der Umfang der vor gut einem Jahr abgeschlossenen RSK-Arbeit lässt erahnen, was die RBK bedeuten: Selbst hier, wo bereits ein Netzwerk bildungspolitischer Einrichtungen existiert, ist dauerhaft erhebliche zusätzliche Arbeit mit zweifelhaftem Erfolg zu befürchten. Nota bene: Non magistratui, sed discipulis laboramus.