Entwicklungsschwerpunkte Räumliches Leitbild
Wo liegen die Entwicklungsschwerpunkte in der Stadt?
Für das nachhaltige Wachstum innerhalb der Stadt steht der „Sprung über die Elbe“, das zentrale Projekt des Leitbildes. Die Stadtentwicklung bündelt ihre Aktivitäten künftig in der geografischen Mitte der Stadt, um den „Brückenschlag“ zwischen der Hamburger City und dem südlich der Elbe gelegenen Bezirk Harburg zu gestalten. Der Trittstein im Norden, das neue Stadtquartier HafenCity, ist bereits in Bau. In Wilhelmsburg, auf Europas größter Flussinsel,werden zahlreiche neue Bauprojekte vorbereitet, bestehende Quartiere erneuert sowie innovative Planungsansätze erprobt, die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) sowie der Internationalen Gartenschau (IGS) 2013 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.
Flächenreserven für neue Quartiere zum Wohnen und Arbeiten sieht die BSU in einer „Urbanisierungszone“ zwischen den bereits dicht bebauten Quartieren der Inneren und der lockeren Siedlungsstruktur der Äußeren Stadt. Hier liegt der Zweite Grüne Ring mit seinen großen Parkanlagen (u. a. Altonaer Volkspark, Niendorfer Gehege, Ohlsdorfer Friedhof, Öjendorfer Park), der herausragende Lagequalitäten bietet. In dieser Übergangszone eröffnen ehemalige Bahnflächen, Kasernen und Krankenhausflächen, aber auch suboptimal genutzte kleinere Grundstücke Chancen für neue Stadtqualitäten und Verbindungen.
Hier sollen keine Monostrukturen entstehen, sondern eine vielfältige Mischung von Nutzungen und Bautypologien mit Gewinn für das jeweils nähere Umfeld sowie für die Gesamtstadt. In den bestehenden Zentren in diesem Stadtraum bietet sich vielfach die Chance, neue Nutzungen zu integrieren und sie als attraktive Standortfaktoren auszubauen.
In ausgewählten Stadträumen werden bis 2020 verschiedene Maßnahmen der Stadtentwicklung räumlich gebündelt, bzw. können sich hier neue Entwicklungschancen von gesamtstädtischer Bedeutung eröffnen. Zu diesen im zentralen Leitplan dargestellten Handlungsschwerpunkten gehören:
- Altona/Eimsbüttel. Frei werdende Bahnflächen im Zentrum Altonas sollen als Wohn- und Arbeitsstandorte entwickelt, zentrale Sporteinrichtungen im Volkspark Altona gebündelt und der Gewerbeflächenbestand gesichert werden.
- Stadtpark/Barmbek-Nord. Erheblicher Zuwachs an familienfreundlichen Wohnungen auf Konversionsflächen von Krankenhaus und Bahn in direkter Nachbarschaft des Stadtparks und Umbau von Bahnhof und Zentrum sind hier die Themen.
- Wandsbek. Auf der Fläche der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Jenfeld entsteht u. a. ein neues Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten mit einer hochwertigen Parkanlage.
- Neugraben/Fischbek. Auf dem Areal der ehemaligen Röttiger-Kaserne entstehen u. a. ein familienfreundlicher Wohnstandort sowie eine gewerbliche Nutzung. Weitere Themen sind ein neuer gewerblicher Standort nördlich der B 73, ein neuer Haltepunkt und die Aufwertung des Zentrums.
- Bergedorf. Auch hier geht es um die Aufwertung des Zentrums mit dem Neubau des ZOB und die Entwicklung von neuen Wohn- und Arbeitsstätten. Am Schnellbahnhaltepunkt Allermöhe in Oberbillwerder kann ein neues Wohnquartier entstehen. Neue Gewerbeflächen für die Logistikbranche sind südlich Brookdeich zu entwickeln.

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