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Partnerregion Südamerika

Lateinamerika und Nordeuropa – zwei Welten, die auf den ersten Blick wohl kaum weiter voneinanderentfernt sein könnten: Geografisch, klimatisch, kulturell und auch dem Temperament der Bewohnerbeider Kontinente wird Unterschiedliches nachgesagt. Dennoch hat Hamburg immer eine ganz besondere Nähe zu Lateinamerika gepflegt.

Schwerpunktregion Südamerika

(Pressestelle des Senats)

Beziehungen zwischen Hamburg und Südamerika

 

Gewachsene Handelsbeziehungen

Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts begann eine enge Verbindung zwischen Hamburg und der Lateinamerika-Karibik-Region. Zuwanderer aus Spanien und Portugal ließen sich im liberalen Hamburg nieder und führten von hier aus ihre Handelsgeschäfte weiter. 1826 hat Hamburg als erste Stadt die Staaten Lateinamerikas anerkannt und Handelsbeziehungen aufgebaut. Nach dem großen Brand in der Hansestadt 1842, bei dem etwa jeder fünfte Einwohner sein Haus verlor, halfen die lateinamerikanischen Handelspartner beim Wiederaufbau. Spenden sind unter anderem aus Mexiko, Kuba und Brasilien verbürgt. Ende des 19. Jahrhunderts war Hamburg ein wichtiger Auswanderungshafen. Eine direkte Linienverbindung nach Brasilien eröffnete die heute als „Hamburg Süd“ bekannte Reederei 1871.

 

Aktueller Dialog

Hamburg pflegt intensive Verbindungen nach Lateinamerika und in die Karibik, durch die Städtepartnerschaft mit León in Nicaragua. 20 Staaten der Region haben konsularische Vertretungen in der Hansestadt. Diese wiederum hat sechs ehrenamtliche Repräsentanten Hamburgs dort. Dazu kommen zahlreiche lateinamerikanische Handelsvertretungen, soziale Vereinigungen und kulturelle Veranstaltungen sowie regelmäßige Reisen hoher Politiker.

 

Kultur und Wissenschaft

Die kulturellen Bande zeigen sich in Ausstellungen mehrerer Hamburger Museen. Die lateinamerikanische Gemeinde hat eine starke Präsenz in der Hansestadt und organisiert sich in zahlreichen Netzwerken. Das Institut für Lateinamerika-Studien am GIGA (German Institute on Global and Area Studies) ist renommiert für seine Forschung zur Region. Insgesamt leben über 15.000 Menschen mit Spanisch und Portugiesisch als Muttersprache in der Metropolregion Hamburg und bereichern die Stadt auf vielfältige Weise.

 

Hafenwirtschaft

Wirtschaftlich wächst die Bedeutung Lateinamerikas für den Hamburger Hafen. Der Güterumschlag mit der Region hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt von etwa 5,5 Millionen Tonnen Umschlag im Jahr 1996 auf 13,2 Millionen Tonnen im Jahr 2006. Den engen Verbindungen tragen auch die Reedereien Rechnung. So hat die chilenische CSAV ihr Regional Office für Europa, Skandinavien und die Mittelmeerregion in Hamburg.

 

Förderung für Unternehmen

Hamburg ist Sitz des 1916 von Kaufleuten gegründeten Lateinamerika Vereins e.V. (LAV). Als Unternehmensnetzwerk und Informationsplattform unterstützt der LAV branchenübergreifend Unternehmen beim Auf- und Ausbau von Geschäftsaktivitäten in der Region. Hamburg ist ein Drehkreuz internationaler Handelsströme und zeichnet sich durch eine weltoffene Bevölkerung aus. Die Politik ist unternehmerfreundlich, und die Wirtschaftsförderung unterstützt internationale Unternehmen dabei hier Fuß zu fassen.